<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-5479110003978144296</id><updated>2012-01-06T22:17:31.450+01:00</updated><category term='Foucault: Der utopische Körper'/><category term='Foucault: Der Wille zum Wissen'/><category term='Zara kommentiert'/><category term='Foucault: Überwachen und Strafen'/><category term='Foucault: Der Gebrauch der Lüste'/><category term='Foucault: Dits et Ecrits'/><category term='Zara an Monsieur Foucault'/><category term='Foucault: Geschichte der Gouvernementalität'/><category term='Zara rezensiert'/><category term='Foucault: In Verteidigung der Gesellschaft'/><category term='Foucault: Archäologie des Wissens'/><category term='Foucault: Die Ordnung der Dinge'/><category term='Foucault: Die Heterotopien'/><title type='text'>Foucault &amp; Co</title><subtitle type='html'>zitiert, archiviert, inspiriert, kommentiert</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://foucaultundco.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://foucaultundco.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>zara</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>56</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5479110003978144296.post-2351074565070249804</id><published>2011-04-11T23:31:00.019+02:00</published><updated>2011-04-11T23:48:23.522+02:00</updated><title type='text'>Auf den Barrikaden. Proteste in München seit 1945</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Calibri; font-size: medium;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: 15px;"&gt;   &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Calibri; font-size: medium;"&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;a href="http://www.stadt-muenchen.net/literatur/images/38/3862220141_2.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; display: inline !important; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://www.stadt-muenchen.net/literatur/images/38/3862220141_2.jpg" width="156" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;In eigener Sache und auch hier natürlich nicht ohne Foucault:&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;Zara Pfeiffer (Hg.): Auf den Barrikaden. Proteste in München seit 1945. Im Auftrag des Kulturreferats der Landeshauptstadt München, Volk Verlag, April 2011, 300 Seiten, 19,90, ISBN: 978-3-86222-014-4 &amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;Aus der Einleitung:&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;In Anlehnung an Michel Foucaults Begriff der Kritik verstehe ich Protest als eine Praxis der „Entunterwerfung“, als die in die Öffentlichkeit getragene Haltung, sich „nicht so regieren zu lassen“. In einem Vortrag aus dem Jahr 1978 beschreibt Foucault seinen Begriff von Kritik folgendermaßen: „Als Gegenstück zu den Regierungskünsten, gleichzeitig ihre Partnerin und ihre Widersacherin, als Weise ihnen zu misstrauen, sie abzulehnen, sie zu begrenzen und sie auf ihr Maß zurückzuführen, sie zu transformieren, ihnen zu entwischen oder sie immerhin zu verschieben zu suchen, als Posten zu ihrer Hinhaltung und doch auch als Linie der Entfaltung der Regierungskünste ist damals in Europa eine Kulturform entstanden, eine moralische und politische Haltung, eine Denkungsart, welche ich nenne: die Kunst nicht regiert zu werden bzw. die Kunst nicht auf diese Weise und um diesen Preis regiert zu werden.“&lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.blogger.com/post-create.g?blogID=5479110003978144296#_edn1" name="_ednref" title=""&gt;&lt;span class="MsoEndnoteReference"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;[i]&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt; Und er sagt weiter: „Wenn es sich bei der Regierungsintensivierung darum handelt, in einer sozialen Praxis die Individuen zu unterwerfen – und zwar durch Machtmechanismen, die sich auf Wahrheit berufen, dann würde ich sagen, ist die Kritik die Bewegung, in welcher sich das Subjekt das Recht herausnimmt, die Wahrheit auf ihre Machteffekte hin zu befragen und die Macht auf ihre Wahrheitsdiskurse hin. Dann ist die Kritik die Kunst der freiwilligen Unknechtschaft, der reflektierten Unfügsamkeit. In dem Spiel, das man die Politik der Wahrheit nennen könnte, hätte die Kritik die Funktion der Entunterwerfung.“&lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.blogger.com/post-create.g?blogID=5479110003978144296#_edn2" name="_ednref" title=""&gt;&lt;span class="MsoEndnoteReference"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;[ii]&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;Foucault entwirft seinen Begriff der Kritik in einem engen Wechselverhältnis zu der Art und Weise, wie regiert wird. Regierung meint in diesem Kontext nicht die konkrete Regierung eines Staates oder einer Stadt, sondern die Gesetze und Verordnungen, Normen und Verhaltensregeln, die medialen Inszenierungen und architekturalen Begebenheiten etc. – also all die Techniken und Mechanismen, mit denen Menschen gelenkt und Bevölkerungen reguliert werden. Die Kritik ist eine Haltung des Individuums, sich diesen Regierungsweisen nicht uneingeschränkt zu unterwerfen – die Kunst nicht &lt;/span&gt;&lt;i&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;so&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt; regiert zu werden. Protest wäre dann die Praxis, diese Kritik auf die Straße bzw. in die Öffentlichkeit zu tragen, eine Bewegung der Entunterwerfung im öffentlichen Raum.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt; INHALTSVERZEICHNIS&lt;/b&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hans-Georg Küppers: Vorwort // Zara S. Pfeiffer: Nicht so regiert werden ... Proteste in München seit 1945. Eine Einleitung // Daniel Habit: Erinnern – Vergessen – Verdrängen: Proteste und städtische Erinnerungskultur // Martin W. Rühlemann: „Mir zaynen do“. Die Möhlstraße als Schauplatz jüdischer Proteste // Günther Gerstenberg: Flusslandschaften – Protest in München von 1945 bis in die Gegenwart. Auszug aus den Jahren 1948 bis 1950 // Katharina Ruhland: „Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung“. Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes und ihre Rolle bei den frühen antifaschistischen Protesten nach 1945 // Günther Gerstenberg: „Solang der Alte Peter ... bis zwei Uhr und nicht später“. Wie die verlängerten Samstag-Ladenöffnungszeiten 1953/54 beinahe zu einem Bürgerkrieg führten. // Gerhard Fürmetz: Fünf Protestnächte mit weit reichenden Folgen. Die „Schwabinger Krawalle“ vom Juni 1962 // Elisabeth Angermair: „Ohne Provokation werden wir überhaupt nicht wahrgenommen“. Die Studentenproteste Ende der 1960er Jahre im Spiegel der Pressefotografie // Ulrich Chaussy: Tod in München – Frings und Schreck. Die Eskalation bei den „Osterunruhen“ 1968 in München // Michael Sturm: „Die Räumung ging flott und zügig vonstatten“. Eine kleine Geschichte der Polizeibewaffnung // Niels Seibert: „Wie viele Todesopfer haben Sie in die Kosten-Gewinn-Berechnung eingeplant?“. Internationalistische Proteste auf Aktionärsversammlungen // Simon Goeke: „Wir nehmen unsere Sache jetzt selbst in die Hand“. Von protestierenden Gästen und multinationalen Revolutionär/innen // Michael Sturm: „PASST BLOSS AUF!“ Militante Proteste in München (1969 – 1982) // Siegfried Benker: „Aufruhr Widerstand – es gibt kein ruhiges Hinterland“. München und der Widerstand gegen die WAA in Wackersdorf // Michael Backmund: „Kriegsgerät interessiert uns brennend“. Antimilitaristische Proteste – Schlaglichter von 1945 bis 2010 // Petra Gerschner: „Der ganze Kuchen ist vergiftet“. Schlaglichter feministischer Aktionen und Organisierungsprozesse 1968 bis 1992 // Angelika Lex: „Alle Bewohner Bayerns haben das Recht, sich ohne Anmeldung oder besondere Erlaubnis friedlich und unbewaffnet zu versammeln.“ Repression als Reaktion auf Proteste – Proteste als Reaktion auf Repression // Philip Zölls: „Eine menschenwürdige Stadt wird uns nicht geschenkt, wir müssen sie erkämpfen.“ Stadtteilproteste in Haidhausen in den 1970er und 1980er Jahren // Raul Zelik: Von München an den Río San Juan. Eine Nicaragua-Brigade als Coming of Age // Gabriele Fischer: „Und wie normal bist du?“ Der Christopher-Street-Day in München // Katrin Sorko: „Keine Ruhe den Handlangern des Kapitals“. Die Proteste gegen den Weltwirtschaftsgipfel 1992 und die Folgen // Cornelia Gockel: Revolution war gestern. Kunst und Protest an der Akademie der Bildenden Künste in München // Katharina Wagner: „Dies ist ohne Zweifel so etwas wie ein Glaubensbekenntnis“. Zu den Studierendenprotesten 1997/98 – 2003/04 – 2009/10 // Marcus Buschmüller: „Heraus gegen Neonazismus und Rassismus!“ Proteste gegen die extreme Rechte in München // Matthias Weinzierl: Wir essen eure Suppe nicht! Protest im Flüchtlingslager. Ein Comic // Julia Jäckel: Von Kampffliegern in der Fußgängerzone und Piratensendern in der Tagesschau. Wie sich öffentliche Räume und Gegenöffentlichkeiten herstellen können // Julia Jäckel: „Moments of Starlings – der Gegenöffentlichkeit Raum geben. Interview mit den Urbanautinnen Ulrike Bührlen und Anja Junghans // Zara S. Pfeiffer: Protestmaschinen. Reale Interventionen virtueller Proteste // Stephanie Müller: Gestrickte „Bomben“. Künstlerische Aktionen im öffentlichen Raum // *&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;&lt;hr align="left" size="1" width="33%" /&gt;&lt;div id="edn"&gt;&lt;div class="MsoEndnoteText" style="margin-left: 14.2pt; text-indent: -14.2pt;"&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;&lt;a href="http://www.blogger.com/post-create.g?blogID=5479110003978144296#_ednref" name="_edn1" title=""&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;[i]&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; Foucault, Michel: Was ist Kritik? Berlin: Merve, 1992, S. 12.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div id="edn"&gt;&lt;div class="MsoEndnoteText" style="margin-left: 14.2pt; text-indent: -14.2pt;"&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;&lt;a href="http://www.blogger.com/post-create.g?blogID=5479110003978144296#_ednref" name="_edn2" title=""&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;[ii]&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; Ebd., S. 15.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="mso-element: endnote-list;"&gt;&lt;div id="edn" style="mso-element: endnote;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5479110003978144296-2351074565070249804?l=foucaultundco.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://foucaultundco.blogspot.com/feeds/2351074565070249804/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5479110003978144296&amp;postID=2351074565070249804' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/2351074565070249804'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/2351074565070249804'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://foucaultundco.blogspot.com/2011/04/auf-den-barrikaden-proteste-in-munchen.html' title='Auf den Barrikaden. Proteste in München seit 1945'/><author><name>zara</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5479110003978144296.post-8535128783732743117</id><published>2011-01-14T02:24:00.003+01:00</published><updated>2011-01-14T02:40:12.811+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Foucault: Dits et Ecrits'/><title type='text'>dieses seltsame Verhältnis zwischen dem wissen ... und der wirklichen Geschichte</title><content type='html'>"Ich glaube, dass mein Problem dieses seltsame Verhältnis zwischen dem Wissen, der Gelehrtheit, der Theorie und der wirklichen Geschichte ist. Ich weiß sehr wohl - und ich glaube, ich habe das seit meiner Kindheit gewusst - , dass das Wissen nicht die Macht hat, die Welt zu verändern. Ich habe vielleicht Unrecht. Und ich bin sicher, dass ich von einem theoretischen Standpunkt aus Unrecht habe, denn ich weiß sehr wohl, dass das Wissen die Welt verändert hat.&lt;div&gt;Doch wenn ich mich auf meine eigene Erfahrung beziehe, habe ich das Gefühl, dass das Wissen nichts für uns vermag, und dass die politische Macht fähig ist, uns zu zerstören. Alles Wissen der Welt kann da nicht gegen an. All das, was ich sage, hängt nicht mit dem zusammen, was ich theoretisch denke (ich weiß, dass es falsch ist), sonder mit dem, was ich aus meiner eigenen Erfahrung herleite. Ich weiß, dass das Wissen Macht hat, uns zu verwandeln, dass die Wahrheit nicht bloß eine Art und Weise ist, die Welt zu entschlüsseln [...], sondern dass ich dann, wenn ich die Wahrheit erkenne, verwandelt sein werde. Und vielleicht gerettet. Oder ich werde dann sterben, aber ich glabue auf jeden Fall, dass das für mich dasselbe ist."&lt;/div&gt;&lt;div&gt;[Michel Foucault: Dits et Ecrits IV, S. 654]&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5479110003978144296-8535128783732743117?l=foucaultundco.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://foucaultundco.blogspot.com/feeds/8535128783732743117/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5479110003978144296&amp;postID=8535128783732743117' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/8535128783732743117'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/8535128783732743117'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://foucaultundco.blogspot.com/2011/01/dieses-seltsame-verhaltnis-zwischen-dem.html' title='dieses seltsame Verhältnis zwischen dem wissen ... und der wirklichen Geschichte'/><author><name>zara</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5479110003978144296.post-4106135586621869851</id><published>2009-10-22T00:41:00.004+02:00</published><updated>2009-10-22T00:45:46.318+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Foucault: Der Wille zum Wissen'/><title type='text'>Foucault: die polymorphen Techniken der Macht und der Wille zum Wissen</title><content type='html'>"Daher wird es darauf ankommen zu wissen, in welchen Formen, durch welche Kanäle und entlang welcher Diskurse die Macht es schafft, bis in die winzigsten und individuellsten Verhaltensweisen vorzudringen, welche Wege es ihr erlauben, die seltenen und unscheinbaren Formen der Lust zu erreichen und auf welche Weise sie die alltägliche Lust durchdringt und kontrolliert - und das alles mit Wirkungen, die als Verweigerung, Absperrung und Disqualifizierung auftreten können, aber auch als Anreizung und Intensivierung; kurz, man muß die 'polymorphen Techniken der Macht' erforchen. Und schließlich wird es nicht darauf ankommen zu bestimmen, ob die diskursiven Produktionen und die Machtwirkungen tatsächlich die Wahrheit des Sexes an den Tag bringen ode raber Lügen, die sie verdunkeln, sondern darauf, den 'Willen zum Wissen' freizulegen, der ihnen gleichzeitig als Grundlage und Insturment dient."&lt;br /&gt;[Michel Foucault: Der Wille zum Wissen. Sexualität und Wahrheit I]&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5479110003978144296-4106135586621869851?l=foucaultundco.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://foucaultundco.blogspot.com/feeds/4106135586621869851/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5479110003978144296&amp;postID=4106135586621869851' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/4106135586621869851'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/4106135586621869851'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://foucaultundco.blogspot.com/2009/10/daher-wird-es-darauf-ankommen-zu-wissen.html' title='Foucault: die polymorphen Techniken der Macht und der Wille zum Wissen'/><author><name>zara</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5479110003978144296.post-1553906471698745841</id><published>2009-09-02T10:32:00.003+02:00</published><updated>2009-09-02T10:33:53.626+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Foucault: Dits et Ecrits'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Foucault: In Verteidigung der Gesellschaft'/><title type='text'>Michel Foucault erklärt seine Archäologie</title><content type='html'>„Mit ‚Archäologie’ meine ich kein Fachgebiet, sondern ein Forschungsfeld, das etwa folgendermaßen aussieht:&lt;br /&gt;Kenntnisse, philosophische Ideen und Alltagsansichten einer Gesellschaft, aber auch ihre Institutionen, die Geschäfts- und Polizeipraktiken oder die Sitten und Gebräuche verweisen auf ein implizites Wissen, das dieser Gesellschaft eigen ist. Dieses Wissen unterscheidet sich tiefgreifend von dem Wissen, das man in wissenschaftlichen Büchern, philosophischen Theorien und religiösen Rechtfertigungen finden kann, aber erst dieses Wissen macht es möglich, dass zu einer bestimmten Zeit eine Theorie, eine Meinung oder eine Praxis aufkommt. So musste erst ein bestimmtes Wissen über Wahnsinn und Nichtwahnsinn, über Ordnung und Unordnung vorhanden sein, damit Ende des 18. Jahrhunderts überall in Europa die großen Einschließungszentren entstehen konnten, und genau dieses Wissen wollte ich untersuchen, als Bedingung der Möglichkeit von Kenntnissen, Institutionen und Praktiken.&lt;br /&gt;Solch ein Forschungsstil ist für mich deshalb interessant, weil dabei das Problem vermieden werden kann, ob die Theorie der Praxis vorausgegangen ist oder umgekehrt. Ich behandle Praktiken, Institutionen und Theorien auf derselben Ebene nach ihren jeweiligen Isomorphien und suche das gemeinsame Wissen, das sie möglich gemacht hat, die Schicht des konstitutiven historischen Wissens. Statt dieses Wissen aus der Sicht des ‚Praktisch-Passiven’ zu erklären, bemühe ich mich um eine Analyse des ‚Theoretisch-Aktiven’, wie ich es nennen würde.“&lt;br /&gt;[Michel Foucault: Die Ordnung der Dinge, Gespräch mit R. Bellour, Dits et Ecrits I]&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5479110003978144296-1553906471698745841?l=foucaultundco.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://foucaultundco.blogspot.com/feeds/1553906471698745841/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5479110003978144296&amp;postID=1553906471698745841' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/1553906471698745841'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/1553906471698745841'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://foucaultundco.blogspot.com/2009/09/michel-foucault-archaeologie.html' title='Michel Foucault erklärt seine Archäologie'/><author><name>zara</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5479110003978144296.post-5465974357739938439</id><published>2009-08-27T08:28:00.004+02:00</published><updated>2009-08-27T08:32:59.150+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Foucault: Dits et Ecrits'/><title type='text'>Foucault: Der Körper als erstes Objekt des Kapitalismus</title><content type='html'>"Ich vertrete die Hypothese, dass man mit dem Kapitalismus nicht von einer kollektiven zu einer privaten Medizin übergegangen ist, sondern dass genau das Gegenteil geschehen ist; der Kapitalismus, der sich Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunders entwickelt, hat zunächst einmal ein erstes Objekt vergesellschaftet, den Körper, in seiner Funktion als Produktiv- oder Arbeitskraft. Die Kontrolle der Gesellschaft über die Individuen wird nicht nur über das Bewusstsein oder durch die Ideologie, sondern eenso im Körper und mit dem Körper vollzogen. Für die kapitalistische Gesellschaft war vor allem die Bio-Politik wichtig, das Biologische, das Somatische und das Körperliche. Der Körper ist eine bio-politische Wirklichkeit; die Medizin ist eine bio-politische Strategie."&lt;br /&gt;[Michel Foucault: Die Geburt der Sozialmedizin, Dits et Ecrits III]&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5479110003978144296-5465974357739938439?l=foucaultundco.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://foucaultundco.blogspot.com/feeds/5465974357739938439/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5479110003978144296&amp;postID=5465974357739938439' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/5465974357739938439'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/5465974357739938439'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://foucaultundco.blogspot.com/2009/08/foucault-der-koerper-als-erstes-objekt.html' title='Foucault: Der Körper als erstes Objekt des Kapitalismus'/><author><name>zara</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5479110003978144296.post-8799784125827629303</id><published>2009-06-25T13:58:00.004+02:00</published><updated>2009-06-25T14:08:52.371+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Zara an Monsieur Foucault'/><title type='text'>Zum 25. Todestag von Michel Foucault</title><content type='html'>Monsieur Foucault, an dieser Stelle nur einen kurzen Gruß anläßlich Ihres 25. Todestages. Statt Sie mit einem schwülstig ausufernden Nachruf zu beglücken, stürze ich mich in Theorie. Hochachtungsvoll ... Zara&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5479110003978144296-8799784125827629303?l=foucaultundco.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://foucaultundco.blogspot.com/feeds/8799784125827629303/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5479110003978144296&amp;postID=8799784125827629303' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/8799784125827629303'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/8799784125827629303'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://foucaultundco.blogspot.com/2009/06/zum-25-todestag-von-michel-foucault.html' title='Zum 25. Todestag von Michel Foucault'/><author><name>zara</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5479110003978144296.post-1522192447732332623</id><published>2009-06-07T10:31:00.008+02:00</published><updated>2009-09-21T19:35:49.770+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Zara rezensiert'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Zara kommentiert'/><title type='text'>Foucault-Handbuch: Leben – Werk – Wirkung</title><content type='html'>rezensiert von Zara Pfeiffer&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_w4zSBn7hCsk/Sit9DieiV9I/AAAAAAAAACY/5OhaxDrAgT4/s1600-h/Foucault+Handbuch.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5344502882553190354" style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 161px; CURSOR: hand; HEIGHT: 229px" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_w4zSBn7hCsk/Sit9DieiV9I/AAAAAAAAACY/5OhaxDrAgT4/s400/Foucault+Handbuch.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Clemens Kammler/Rolf Parr/&lt;br /&gt;Ulrich Johannes Schneider (Hrsg.)&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Foucault-Handbuch&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Leben - Werk - Wirkung&lt;br /&gt;Unter Mitarbeit von Elke Reinhardt-Becker&lt;br /&gt;J. B. Metzler Verlag&lt;br /&gt;Stuttgart 2008&lt;br /&gt;454 S., Gebunden&lt;br /&gt;Preis: EUR 49,95&lt;br /&gt;ISBN: 978-3-476-02192-2&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Welches Verhältnis hatten Foucault und Lacan? Wie beziehen sich Agamben und Negri auf Foucault? Was sagt Foucault zum Geschlecht? Und wie wird Foucault in der Soziologie oder Psychoanalyse rezipiert? &lt;/em&gt;Für genau solche Fragen ist das von Clemens Kammler, Rolf Parr und Ulrich Johannes Schneider im J.B. Metzler Verlag herausgegebene Foucault-Handbuch hervorragend geeignet. Die einzelnen Aufsätze haben eine Länge, die es erlaubt den jeweiligen Punkt auf hohem Niveau abzuhandeln, und sind gleichzeitig kurz genug, um beim Auftauchen einer solchen Frage, sofort komplett gelesen zu werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Struktur des &lt;strong&gt;Foucault-Handbuchs&lt;/strong&gt; überzeugt und hält, was der Untertitel mit den Schlagworten &lt;em&gt;Leben – Werk – Wirkung&lt;/em&gt; verspricht. Der erste Punkt &lt;strong&gt;Leben&lt;/strong&gt; ist auf 8 Seiten angenehm kurz gehalten und verweist am Ende auf ausführlichere Biographien Foucaults.&lt;br /&gt;Das &lt;strong&gt;Werk&lt;/strong&gt; Foucaults wird in den Kapiteln II bis IV abgehandelt. Das zweite Kapitel Werke und Werkgruppen gibt eine systematische Übersicht über die einzelnen Hauptwerke, die Dits et Écrits und die Vorlesungen Foucaults. Das dritte Kapitel Kontexte befasst sich mit den maßgeblichen Referenzautoren Foucaults wie Kant, Hegel, Marx, Nietzsche und Heidegger. Die zeitgenössischen Bezüge in Frankreich wie die Phänomenologie und der Existentialismus, das Denken Louis Althussers, Jacques Lacans, Gilles Deleuzes und Jacques Derridas bekommen ebenso ihren Platz wie wichtige Anschlüsse an Foucault wie Judith Butler, Giogio Agamben, Antonio Negri sowie die Interdiskurstheorie und –analyse. Außerdem werden die Überschneidungen und Differenzen zwischen den Denken Foucaults und der Kritischen Theorie, von Pierre Bourdieu und Niklas Luhmann behandelt. Im dritten Kapitel werden schließlich eine Auswahl der zentralen Begriffe und Konzepte Foucaults behandelt. Hier finden sich Aufsätze über die Archäologie, das Archiv und die Biomacht/Biopolitik über den Diskurs, die Genealogie und die Gouvernementalität bis hin zum Körper, dem Panoptimus und der Selbstsorge/Selbsttechnologie, um eine kleine Auswahl zu nennen.&lt;br /&gt;Unter dem Stichwort Rezeption wird im fünften Kapitel die &lt;strong&gt;Wirkung&lt;/strong&gt; des Foucaultschen Denkens in den verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen beleuchtet. Neben den klassischen Disziplinen wie zum Beispiel Philosophie, Geschichtswissenschaften, Literaturwissenschaft, Politikwissenschaft und Soziologie enthält dieses Kapitel auch Aufsätze zur Rezeption Foucaults in der Sportwissenschaft, den Gender Studies und dem Feminismus, den Disability Studies und den Governmentality Studies.&lt;br /&gt;Der Anhang umfasst eine Zeittafel, eine ausführliche Bibliographie der Primärtexte von Foucault und einer – leider etwas kurz geratenen – Auswahlbibliographie von Sekundärtexten, die Autor_innen des Bandes sowie ein Personenregister des Foucault-Handbuches.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der Vielzahl von Einführungen und einführenden Sammelbänden zu Michel Foucault sticht das Foucault-Handbuch sehr positiv hervor. Es eignet sich, um den Einstieg in das Denken Foucaults zu erleichtern, als parallele Lektüre zu den Primärtexten Foucaults, sowie als Nachschlagewerk und Ausgangspunkt, um tiefer in das Denken Foucaults einzusteigen. Sämtliche Artikel schließen mit einer kurzen Bibliographie der wichtigsten Forschungsbeiträge zum jeweiligen Thema. Eine Zusammenstellung der wichtigsten Textstellen zum jeweiligen Thema wäre an dieser Stelle sicher auch hilfreich gewesen. Ebenso fehlt dem angehängten Personenregister am Ende eine entsprechendes Sachregister.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Alles in allem finde ich dieses Foucault Handbuch richtig gut. Es steht jetzt schon einige Wochen bei mir im Regal und ich habe wiederholt einzelne Punkte nachgelesen und bin dabei nicht selten hängengeblieben und habe einfach weitergelesen. Den doch stolzen Preis von 49,95 Euro ist es in jedem Fall wert. &lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5479110003978144296-1522192447732332623?l=foucaultundco.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://foucaultundco.blogspot.com/feeds/1522192447732332623/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5479110003978144296&amp;postID=1522192447732332623' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/1522192447732332623'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/1522192447732332623'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://foucaultundco.blogspot.com/2009/06/foucault-handbuch-leben-werk-wirkung.html' title='Foucault-Handbuch: Leben – Werk – Wirkung'/><author><name>zara</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_w4zSBn7hCsk/Sit9DieiV9I/AAAAAAAAACY/5OhaxDrAgT4/s72-c/Foucault+Handbuch.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5479110003978144296.post-7128333706681945002</id><published>2009-05-10T12:11:00.007+02:00</published><updated>2009-05-10T12:28:49.576+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Foucault: Dits et Ecrits'/><title type='text'>Foucault: Nietzsche, die Genealogie, die Historie</title><content type='html'>Für alle, die beim Begriff &lt;strong&gt;Genealogie&lt;/strong&gt; immer noch nur an Stammbäume denken:&lt;br /&gt;Foucault: &lt;strong&gt;Nietzsche, die Genealogie, die Historie:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Die Genealogie kann darum nicht umhin, sich zu bescheiden: sie hat die Einmaligkeit der Ereignisse unter Verzicht auf eine monotone Finalität ausfindig zu machen; sie muß den Ereignissen dort auflauern, wo man sie am wenigsten erwartet und wo sie keine Geschichte zu haben scheinen - in den Gefühlen, der Liebe, dem Gewissen, den Instinkten; sie muß ihre Wiederkunft erfassen, nicht um die langsame Kurve der Entwicklung nachzuzeichnen, sondern um die verschiedenen Szenen wiederzufinden, auf welchen die Ereignisse verschiedene Rollen gespielt haben; [...] Die Genealogie verlangt also die peinliche Genauigkeit des Wissens, eine Vielzahl angehäufter Materialien, Geduld. [...] Sie ist also eine mit erbitterter Konsequenz betriebene Gelehrsamkeit. Die Genealogie verhält sich zur Historie nicht wie die hohe (und tiefe) Sicht des Philosophen zum Maulwurfblick des Gelehrten; vielmehr steht sie im Gegensatz zur metahistorischen Entfaltung der idealen Bedeutungen und unbegrenzten Teleologien. Sie steht im Gegensatz zur Suche nach dem 'Ursprung'."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Wenn aber der Genealoge auf die Geschichte horchen will, anstatt der Metaphysik Glauben zu schenken, was erfährt er dann? Daß es hinter allen Dingen 'etwas anderes' gibt: nicht ihr wesenhaftes und zeitloses Geheimnis, sondern das Geheimnis, daß sie ohne Wesen sind oder daß ihr Wesen Stück für Stück aus Figuren, die ihm fremd waren, aufgebaut worden sind."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Die Analyse der Herkunft führt zur Auflösung des Ich und läßt an den Orten und Plätzen seiner leeren Synthese tausend verlorene Ereignisse wimmeln. Die Analyse der Herkunft führt uns auch zu den unzähligen Ereignissen zurück, durch die (dank denen und gegen die) sich ein Begriff oder ein Charakter gebildet haben. Die Genealogie geht nicht in die Vergangenheit zurück, um eine große Kontinuität jenseits der Zerstreuung des Vergessenen zu errichten. Sie soll nicht zeigen, daß die Vergangenheit noch da ist, daß sie in der Gegenwart noch lebt und sie insgeheim belebt, nachdem sie allen Zeitläufen eine von Anfang an feststehende Form aufgedrückt hat. Nichts gleicht hier der Entwicklung einer Spezies oder dem Geschick eines Volkes. Dem komplexen Faden der Herkunft nachgehen heißt vielmehr das festhalten, was sich in ihrer Zerstreuung ereignet hat: die Zwischenfälle, die winzigen Abweichungen oder auch die totalen Umschwünge, die Irrtümer, die Schätzungsfehler, die falschen Rechnungen, die das entstehen ließen, was existiert für uns Wert hat. Es gilt zu entdecken, daß an der Wurzel dessen, was wir erkennen und was wir sind, nicht die Wahrheit und das Sein steht, sondern die Äußerlichkeit des Zufälligen. Darum verdient jeder Ursprung der Moral, sofern er nicht mehr verehrungswürdig ist - und die Herkunft ist es niemals - Kritik."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Die genealogisch aufgefaßte Historie will nicht die Wurzeln unserer Identität wiederfinden, vielmehr möchte sie sie in alle Winde zerstreuen; sie will nicht den heimatlichen Herd ausfindig machen, von dem wir kommen, jenes erste Vaterland, in das wir den Versprechungen der Metaphysiker zufolge zurückkehren werden; vielmehr möchte sie alle Diskontinuitäten sichtbar machen, die uns durchkreuzen."&lt;br /&gt;[Michel Foucault: Nietzsche, die Genealogie, die Historie, Dits et Ecrits II]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://foucaultundco.blogspot.com/2009/01/die-genealogie-und-die-suche-nach-dem.html"&gt;Die Genealogie und die Suche nach dem Ursprung&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5479110003978144296-7128333706681945002?l=foucaultundco.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://foucaultundco.blogspot.com/feeds/7128333706681945002/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5479110003978144296&amp;postID=7128333706681945002' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/7128333706681945002'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/7128333706681945002'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://foucaultundco.blogspot.com/2009/05/foucault-nietzsche-die-genealogie-die.html' title='Foucault: Nietzsche, die Genealogie, die Historie'/><author><name>zara</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5479110003978144296.post-2219986064043514850</id><published>2009-04-29T12:30:00.008+02:00</published><updated>2009-04-29T12:36:54.476+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Foucault: In Verteidigung der Gesellschaft'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Zara kommentiert'/><title type='text'>Foucault über Biomacht und Rassismus</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Die &lt;a href="http://foucaultundco.blogspot.com/2009/04/michel-foucault-vorlesung-vom-17-marz.html"&gt;Vorlesung vom 17. März 1976&lt;/a&gt; auf einen Blick&lt;br /&gt;(für alle die zu faul sind sie zu lesen):&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.wordle.net/gallery/wrdl/792036/Michel_Foucault%3A_Vorlesung_vom_17._M%C3%A4rz_1976" title="Wordle: Michel Foucault: Vorlesung vom 17. März 1976"&gt;&lt;img src="http://www.wordle.net/thumb/wrdl/792036/Michel_Foucault%3A_Vorlesung_vom_17._M%C3%A4rz_1976" alt="Wordle: Michel Foucault: Vorlesung vom 17. März 1976" style="border: 1px solid rgb(221, 221, 221); padding: 4px; width: 190px; height: 159px;" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Noch ein Foucault-Wordle: &lt;a href="http://foucaultundco.blogspot.com/2008/12/die-praxis-der-freiheit.html"&gt;Die Praxis der Freiheit&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5479110003978144296-2219986064043514850?l=foucaultundco.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://foucaultundco.blogspot.com/feeds/2219986064043514850/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5479110003978144296&amp;postID=2219986064043514850' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/2219986064043514850'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/2219986064043514850'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://foucaultundco.blogspot.com/2009/04/foucault-uber-biomacht-und-rassismus.html' title='Foucault über Biomacht und Rassismus'/><author><name>zara</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5479110003978144296.post-5341204691937478742</id><published>2009-04-28T12:56:00.003+02:00</published><updated>2009-04-28T12:59:44.243+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Foucault: Dits et Ecrits'/><title type='text'>Michel Foucault: Das Spiel ist deshalb lohnend, weil wir nicht wissen, was am Ende dabei herauskommen wird</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;nicht vergessen ...&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;"Ich halte es nicht für erforderlich, genau zu wissen, was ich bin. Das Wichtigste im Leben und in der Arbeit ist, etwas zu werden, das man am Anfang nicht war. Wenn Sie ein Buch beginnen und wissen schon am Anfang, was Sie am Ende sagen werden, hätten Sie dann noch den Mut, es zu schreiben? Was für das Schreiben gilt und für eine Liebesbeziehung, das gilt für das Leben überhaupt. Das Spiel ist deshalb lohnend, weil wir nicht wissen, was am Ende dabei herauskommen wird."&lt;br /&gt;[Foucault, Dits et Ecrits IV]&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5479110003978144296-5341204691937478742?l=foucaultundco.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://foucaultundco.blogspot.com/feeds/5341204691937478742/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5479110003978144296&amp;postID=5341204691937478742' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/5341204691937478742'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/5341204691937478742'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://foucaultundco.blogspot.com/2009/04/michel-foucault-das-spiel-ist-deshalb.html' title='Michel Foucault: Das Spiel ist deshalb lohnend, weil wir nicht wissen, was am Ende dabei herauskommen wird'/><author><name>zara</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5479110003978144296.post-445005508110471109</id><published>2009-04-22T18:21:00.003+02:00</published><updated>2009-04-22T18:26:29.741+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Foucault: Dits et Ecrits'/><title type='text'>Michel Foucault: Macht als Beziehungen der Gouvernementalität</title><content type='html'>"Als ich begann, mich explizit für die Macht zu interessieren, geschah das keineswegs, um aus der Macht so etwas wie eine Substanz oder wie ein mehr oder weniger unheilvolles Fluidum zu machen, das sich im Gesellschaftskörper ausbreiten würde, mitsamt der Frage, ob es von oben oder von unten kommt. Ich habe einfach nur mit einer allgemeinen Frage ansetzen wollen: 'Was sind Machtbeziehungen?' Die Macht, das sind im wesentlichen Beziehungen, das heißt das, was es macht, dass die Individuen, die menschlichen Wesen untereinander in Beziehung sind, nicht einfach nur in der Form der Kommunikation eines Sinns, nicht einfach nur in der Form des Begehrens, sondern gleichermaßen in einer anderen Form, die es ihnen erlaubt, aufeinander einzuwirken und, wenn Sie so möchten, indem ich diesem Wort einen sehr weiten Sinn gebe, einander zu 'regieren' [&lt;em&gt;gouverner&lt;/em&gt;]. Die Eltern regieren die Kinder, die Mätresse regiert ihren Liebhaber, der Lehrer regiert, usw. Man regiert einander in einer Konversation mittels einer ganzen Reihe von Taktiken. Ich glaube, dass dieses Feld von Beziehungen sehr wichtig ist, und genau das habe ich als Problem aufwerfen wollen. [...]&lt;br /&gt;Ich habe eines Tages die Formulierung 'Die Macht kommt von unten' gebraucht. Ich habe das sofort erklärt, aber selbstversändlich kommt dabei heraus: 'Die Macht ist eine hässliche Krankheit, man darf nicht glauben, dass sie einen am Kopf erwischt, sondern sie arbeitet sich in Wirklichkeit von den Fußsohlen her nach oben.' Das ist offensichtlich nicht das, was ich sagen wollte. Ich habe mich an anderer Stelle bereits dazu erklärt, aber ich komme auf die Erklärung zurück. Wenn man nämlich die Frage der Macht in einer Terminologie von Machtbeziehungen stellt, wenn man also einräumt, dass es zwischen den Individuen Beziehungen der 'Gouvernementalität', eine Menge, ein sehr komplexes Netz von Beziehungen gibt, dann sind die großen Formen der Macht im strengen Sinne des Ausdrucks - politische Macht, ideologische Macht usw. - notwendig in dieser Art Beziehungen, das heißt den Beziehungen des Regierens und des Führens, die sich zwischen den Menschen herstellen können. Und wenn es nicht eine gewisse Art Beziehung wie diese gibt, dann kann es auch nicht bestimmte weitere Arten großer politischer Strukturierungen geben."&lt;br /&gt;[Michel Foucault: Der Intellektuelle und die Mächte]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://foucaultundco.blogspot.com/search/label/Foucault%3A%20Geschichte%20der%20Gouvernementalit%C3%A4t"&gt;Michel Foucault: Geschichte der Gouvernementalität&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5479110003978144296-445005508110471109?l=foucaultundco.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://foucaultundco.blogspot.com/feeds/445005508110471109/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5479110003978144296&amp;postID=445005508110471109' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/445005508110471109'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/445005508110471109'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://foucaultundco.blogspot.com/2009/04/michel-foucault-beziehungen-der.html' title='Michel Foucault: Macht als Beziehungen der Gouvernementalität'/><author><name>zara</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5479110003978144296.post-5686800478807632869</id><published>2009-04-19T11:17:00.007+02:00</published><updated>2009-04-19T11:49:47.538+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Foucault: In Verteidigung der Gesellschaft'/><title type='text'>Michel Foucault über Biomacht und Rassismus: Vorlesung vom 17. März 1976</title><content type='html'>&lt;p class="A-1Absatz"&gt;&lt;strong&gt;Die Vorlesung vom 17. März 1976, in der Foucault die Begriffe Biomacht und Biopolitik einführt und über den Rassismus spricht. Erschienen bei Suhrkamp: Michel Foucault, In Verteidigung der Gesellschaft. Vorlesungen am Collège de France (1975-76), aus dem Französischen von Michaela Ott, Frankfurt/M. 1999, S. 276-305.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="A-1Absatz"&gt;Hier ein paar Zitate:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Und ich denke, dass eine der nachhaltigsten Transformationen des politischen Rechts im 19. Jahrhundert darin bestand, dieses alte Recht der Souveränität &lt;i style="mso-bidi-font-style: normal"&gt;–&lt;/i&gt; sterben zu machen oder leben zu lassen &lt;i style="mso-bidi-font-style: normal"&gt;–&lt;/i&gt; zwar nicht unbedingt zu ersetzen, aber durch ein anderes neues Recht zu ergänzen, durch ein Recht, das ersteres nicht beseitigt, sondern in es eindringt, es durchdringt, verändert und das ein Recht oder vielmehr eine genau umgekehrte Macht ist: die Macht, leben zu »machen« und sterben zu »lassen«. Das Recht der Souveränität besteht demgemäß darin, sterben zu machen oder leben zu lassen. Danach installiert sich dieses neue Recht: das Recht, leben zu machen und sterben zu lassen."&lt;/p&gt;&lt;p class="A-Normal"&gt;"Ich möchte diese Veränderung nicht auf der Ebene der politischen Theorie, sondern eher der Mechanismen, der Techniken und Machttechnologien verfolgen. Dabei stößt man auf vertraute Dinge: im 17. und 18. Jahrhundert sieht man Machttechniken entstehen, die wesentlich auf den Körper, den individuellen Körper gerichtet waren. All diese Prozeduren ermöglichten die räumliche Verteilung der individuellen Körper (ihre Trennung, ihre Ausrichtung, ihre Serialisierung und Überwachung) und die Organisation eines ganzen Feldes der Sichtbarkeit rund um diese individuellen Körper. Mit Hilfe dieser Techniken vereinnahmte man die Körper, versuchte man ihre Nutzkraft durch Übung, Dressur usw. zu verbessern. Es handelte sich zugleich um Techniken der Rationalisierung und der strikten Ökonomie einer Macht, die auf am wenigsten kostspielige Weise mittels eines gesamten Systems der Überwachung, der Hierarchie, Kontrolle, Aufzeichnung und Berichte ausgeübt werden sollte: Diese gesamte Technologie wird man als Disziplinartechnologie der Arbeit bezeichnen. Sie wurde mit dem ausgehenden 17. und im Laufe des 18. Jahrhunderts installiert."&lt;/p&gt;&lt;p class="A-Normal"&gt;"In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts sehen wir, wie mir scheint, etwas Neues auftreten, das eine andere, diesmal nicht-disziplinäre Machttechnologie darstellt. Eine Machttechnologie, die erstere nicht ausschließt, die die Disziplinartechnik nicht ausschließt, sondern sie umfaßt, integriert, teilweise modifiziert und sie vor allem benutzen wird, indem sie sich in gewisser Weise in sie einfügt und dank dieser vorgängigen Disziplinartechnik wirklich festsetzt. Diese neue Technik unterdrückt die Disziplinartechnik nicht, da sie ganz einfach auf einer anderen Ebene, auf einer anderen Stufe angesiedelt ist, eine andere Oberflächenstruktur besitzt und sich anderer Instrumente bedient.&lt;br /&gt;Diese neue Technik der nicht-disziplinären Macht lässt sich nun &lt;i style="mso-bidi-font-style: normal"&gt;–&lt;/i&gt; im Gegensatz zur Disziplin, die sich auf den Körper richtet &lt;i style="mso-bidi-font-style: normal"&gt;–&lt;/i&gt; auf das Leben der Menschen anwenden; sie befasst sich, wenn Sie so wollen, nicht mit dem Körper-Menschen, sondern dem lebendigen Menschen, dem Menschen als Lebewesen, und letztendlich, wenn Sie so wollen, dem Gattungsmenschen. Genauer gesagt versucht die Disziplin die Vielfalt der Menschen zu regieren, insofern diese Vielfalt sich in individuelle, zu überwachende, zu dressierende, zu nutzende, gegebenenfalls zu bestrafende Körper unterteilen lässt. Die neue Technologie dagegen richtet sich an die Vielfalt der Menschen, nicht insofern sie sich zu Körpern zusammenfassen lassen, sondern insofern diese im Gegenteil eine globale Masse bilden, die von dem Leben eigenen Gesamtprozessen geprägt sind wie Prozessen der Geburt, des Todes, der Produktion, Krankheit usw. Nach einem ersten Machtzugriff auf den Körper, der sich nach dem Modus der Individualisierung vollzieht, haben wir einen zweiten Zugriff der Macht, nicht individualisierend diesmal, sondern massenkonstituierend, wenn Sie so wollen, der sich nicht an den Körper-Menschen, sondern an den Gattungs-Menschen richtet. Nach der Anatomie-Politik des menschlichen Körpers, die sich im Laufe des 18. Jahrhunderts ausbreitete, sehen wir am Ende dieses Jahrhunderts etwas auftreten, das keine Anatomie-Politik des menschlichen Körpers mehr ist, sondern etwas, das ich als »Biopolitik« der menschlichen Gattung bezeichnen würde."&lt;/p&gt;&lt;p class="A-Normal"&gt;"Worum geht es in dieser neuen Technologie der Macht, in dieser Biopolitik, in dieser Bio-Macht, die sich durchzusetzen beginnt? Ich habe es vorhin in zwei Worten gesagt: es handelt sich um eine Gesamtheit von Prozessen wie das Verhältnis von Geburt- und Sterberaten, den Geburtenzuwachs, die Fruchtbarkeit einer Bevölkerung usf. Diese Prozesse der Geburten- und Sterberate, der Lebensdauer haben gerade in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in Verbindung mit einer ganzen Menge ökonomischer und politischer Probleme (auf die ich jetzt nicht eingehe) die ersten Wissensobjekte und die ersten Zielscheiben biopolitischer Kontrolle abgegeben. Auf jeden Fall verwirklicht man zu diesem Zeitpunkt mit den ersten demographischen Erhebungen die statistische Messung dieser Phänomene. Es handelt sich um die Beobachtung von mehr oder weniger spontanen und planvollen Verfahren, die in der Bevölkerung in Bezug auf die Natalität durchgeführt wurden; es geht, wenn Sie so wollen, um die Ermittlung von Phänomenen der Geburtenkontrolle, wie sie im 18. Jahrhundert praktiziert wurde. Es kommt nun im Ansatz zu einer Geburtenpolitik oder jedenfalls zu Interventionsschemata in diese globalen Phänomene der Geburtenrate. In dieser Biopolitik handelt es sich nicht einfach um das Problem der Fruchtbarkeit. Es geht auch um das Problem der Sterblichkeit, nicht mehr einfach, wie es bis dahin der Fall war, auf der Ebene jener berühmten Epidemien, deren Gefahr die politischen Mächte seit dem tiefen Mittelalter so sehr bedrohte (die berühmten Epidemien, die vorübergehende Dramen des vervielfachten Todes, des allen drohenden Todes waren). Zu diesem Zeitpunkt gegen Ende des 18. Jahrhunderts geht es sich nicht um Epidemien, sondern um etwas anderes, das man Endemien nennen könnte, das heißt die Form, Natur, Ausdehnung, Dauer und Intensität der in einer Bevölkerung herrschenden Krankheiten. Mehr oder weniger schwer ausrottbare Krankheiten, die anders als die Epidemien nicht unter dem Blickwinkel zunehmender Todesursachen betrachtet werden, sondern als permanente Faktoren &lt;i style="mso-bidi-font-style: normal"&gt;–&lt;/i&gt; so werden sie behandelt &lt;i style="mso-bidi-font-style: normal"&gt;–&lt;/i&gt; des Entzugs von Kräften, der Verminderung der Arbeitszeit, des Energieverlustes und ökonomischer Kosten, und zwar ebensosehr aufgrund des von ihnen produzierten Mangels wie der Pflege, die sie kosten können. Kurz, Krankheit als Bevölkerungsphänomen: nicht mehr als Tod, der sich brutal auf das Leben legt &lt;i style="mso-bidi-font-style: normal"&gt;–&lt;/i&gt; das ist die Epidemie &lt;i style="mso-bidi-font-style: normal"&gt;–&lt;/i&gt;, sondern als permanenter Tod, der in das Leben hineinschlüpft, es unentwegt zerfrisst, es mindert und schwächt."&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="A-Normal"&gt;"Es geht um das Konzept der »Bevölkerung«. Die Biopolitik hat es mit der Bevölkerung, mit der Bevölkerung als politischem Problem, als zugleich wissenschaftlichem und politischem Problem, als biologischem und Machtproblem zu tun &lt;i style="mso-bidi-font-style: normal"&gt;–&lt;/i&gt; ich denke, dass dies der Augenblick ist, in dem sie in Erscheinung tritt."&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="A-Normal"&gt;"Diesseits dieser großen absoluten, dramatischen und dunklen Macht der Souveränität, die darin bestand, sterben zu machen, tritt jetzt mit dieser Technologie der Biomacht, dieser Technologie der Macht über »die« Bevölkerung als solche, über den Menschen als Lebenwesen, eine dauerhafte und gelehrte Macht hervor: die Macht, »leben zu machen«. Die Souveränität machte sterben und ließ leben. Nun tritt eine Macht in Erscheinung, die ich als Regulierungsmacht bezeichnen würde und die im Gegenteil darin besteht, leben zu machen und sterben zu lassen."&lt;/p&gt;&lt;p class="A-Normal"&gt;"Ich möchte jetzt gerne die Unterscheidung zwischen der regulatorischen Technologie des Lebens und der disziplinären Technologie des Körpers, von der ich vorhin gesprochen habe, wiederaufgreifen. Seit dem 18. Jahrhundert (oder in jedem Fall seit dem Ende des 18. Jahrhunderts) gibt es zwei Machttechnologien, die sich in einem gewissen zeitlichen Abstand etabliert haben und sich überlagern. Zunächst die Disziplinartechnik: Sie richtet sich auf den Körper, sie produziert individualisierende Wirkungen, sie manipuliert den Körper als Zentrum von Kräften, die zugleich nützlich und gelehrig zu machen sind. Und auf der anderen Seite haben wir eine Technologie, die sich nicht an den Körper, sondern an das Leben wendet; eine Technologie, die die einer Bevölkerung eigenen Masseneffekte zusammenfasst und die Serie der Zufallsereignisse, die in einer lebendigen Masse auftauchen können, zu kontrollieren sucht; eine Technologie, die danach strebt, deren Wahrscheinlichkeit zu kontrollieren (und gegebenenfalls zu modifizieren), in jedem Fall deren Wirkungen zu kompensieren. Es handelt sich um eine Technologie, die nicht durch individuelle Dressur, sondern durch globales Gleichgewicht auf etwas wie Homöostase zielt: auf die Sicherheit des Ganzen vor seinen inneren Gefahren. Mithin eine Dressurtechnologie im Gegensatz zu und unterschieden von einer Sicherheitstechnologie; eine Disziplinartechnologie, die sich von einer Versicherungs- oder Regulierungstechnologie unterscheidet: eine Technologie, die zwar in beiden Fällen eine Technologie des Körpers ist, wo es sich aber in dem einen Fall um eine Technologie handelt, in der der Körper als mit Fähigkeiten ausgestatteter Organismus individualisiert wird, und im anderen um eine Technologie, in der die Körper durch die biologischen Gesamtprozesse ersetzt werden."&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="A-Normal"&gt;"Wir haben also zwei Serien: die Serie Körper &lt;i style="mso-bidi-font-style: normal"&gt;–&lt;/i&gt; Organismus &lt;i style="mso-bidi-font-style: normal"&gt;–&lt;/i&gt; Disziplin &lt;i style="mso-bidi-font-style: normal"&gt;–&lt;/i&gt; Institutionen; und die Serie Bevölkerung &lt;i style="mso-bidi-font-style: normal"&gt;–&lt;/i&gt; biologische Prozesse &lt;i style="mso-bidi-font-style: normal"&gt;– &lt;/i&gt;Regulierungsmechanismen* &lt;i style="mso-bidi-font-style: normal"&gt;–&lt;/i&gt; Staat."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Nehmen Sie einen ganz anderen – freilich nicht völlig anderen, nicht vollständig anderen – Bereich; nehmen Sie auf einer anderen Achse so etwas wie die Sexualität. Warum wird die Sexualität im 19. Jahrhundert zu einem Bereich, dessen strategische Bedeutung sehr groß ist? Wenn die Sexualität wichtig war, dann aus verschiedenen Gründen, vor allem aber aus folgenden: Einerseits ergibt sich die Sexualität als körperliches Verhalten aus einer individualisierenden Disziplinarkontrolle in der Form permanenter Überwachung (ab dem Ende des 18. Jahrhunderts hat man beispielsweise begonnen, die Kinder den berühmten Kontrollen der Masturbation auszusetzen und zwar im familiären Bereich, im schulischen Bereich usf.; sie stellen genau diese Seite der disziplinären Kontrolle der Sexualität dar); daneben fügt sich die Sexualität dank ihrer Fortpflanzungseffekte gleichzeitig in die umfassenden biologischen Prozesse ein, die nicht mehr den Körper des Individuums, sondern jenes Element, jene multiple Einheit betreffen, die die Bevölkerung ist. Die Sexualität befindet sich an der Kreuzung von Körper und Bevölkerung. Folglich gehört sie zur Disziplin, aber auch zur Regulierung."&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="A-Normal"&gt;"Noch allgemeiner lässt sich sagen, dass das Element, das vom Disziplinären zum Regulatorischen verläuft und sich auf dieselbe Weise auf den Körper und die Bevölkerung bezieht und zugleich die Kontrolle der disziplinären Ordnung des Körpers und der Zufallsereignisse einer biologischen Vielfalt erlaubt, dass dieses Element, das vom einen zum anderen zirkuliert, die »Norm« ist. Die Norm, das ist das, was sich auf einen Körper, den man disziplinieren will, ebensogut anwenden lässt wie auf eine Bevölkerung, die man regulieren will. Die Normalisierungsgesellschaft ist, so gesehen, nicht eine Art verallgemeinerter Disziplinargesellschaft, deren Disziplinarinstitutionen sich ausgebreitet und die schließlich den gesamten Raum abgedeckt hätten – dies ist nur eine erste und, wie ich denke, unzureichende Interpretation der Idee der Normalisierungsgesellschaft. Die Normalisierungsgesellschaft ist eine Gesellschaft, in der sich entsprechend einer orthogonalen Verknüpfung die Norm der Disziplin und die Norm der Regulierung miteinander verbinden. Wenn man behauptet, dass die Macht im 19. Jahrhundert vom Leben Besitz ergriffen hat oder zumindest, dass die Macht im 19. Jahrhundert das Leben in Beschlag genommen hat, heißt das, dass es ihm gelungen ist, die gesamte Oberfläche abzudecken, die sich vom Organischen zum Biologischen, vom Körper zur&lt;br /&gt;Bevölkerung dank des doppelten Spiels der Disziplinartechnologien einerseits, der Regulierungstechnologien andererseits erstreckt."&lt;/p&gt;&lt;p class="A-Normal"&gt;&lt;strong&gt;Die komplette Vorlesung vom 17. März 1976 lässt sich auch online lesen:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.momo-berlin.de/Foucault_Vorlesung_17_03_76.html"&gt;http://www.momo-berlin.de/Foucault_Vorlesung_17_03_76.html&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5479110003978144296-5686800478807632869?l=foucaultundco.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://foucaultundco.blogspot.com/feeds/5686800478807632869/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5479110003978144296&amp;postID=5686800478807632869' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/5686800478807632869'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/5686800478807632869'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://foucaultundco.blogspot.com/2009/04/michel-foucault-vorlesung-vom-17-marz.html' title='Michel Foucault über Biomacht und Rassismus: Vorlesung vom 17. März 1976'/><author><name>zara</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5479110003978144296.post-6591619563599235245</id><published>2009-04-11T12:24:00.003+02:00</published><updated>2009-04-11T12:27:35.971+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Foucault: Dits et Ecrits'/><title type='text'>Michel Foucault: Die Wut über die Tatsachen</title><content type='html'>"Was hat sich in unseren Köpfen abgespielt, in den letzten fünfzehn Jahren? In einem ersten Anlauf würde ich sagen: ein wütender Schmerz, eine ungeduldige, aufgebrachte Sensibilität für das, was sich abspielt, eine Intoleranz gegen die theoretische Rechtfertigung und die ganze schleichende Beruhigungsarbeit, die der „wahre" Diskurs Tag für Tag leistet. Vor dem Hintergrund des bläßlichen Dekors, den die Philosophie, die Poltische Ökonomie und soviel andere schöne Wissenschaften aufgebaut hatten, haben sich plötzlich Irre erhoben und Kranke, Frauen und Kinder, Gefangene, Gemarterte und Tote zu Millionen. Gott weiß wohl, dass wir mit Theoremen, Prinzipien und Wörtern gewappnet waren, um all das zu zerbröseln. Welcher Appetit auf einmal, diese so nahen Fremden zu sehen und zu hören? Welche Besorgnis um so unfeine Dinge? Wir sind von der Wut über die Tatsachen gepackt worden. Wir haben aufgehört, die zu ertragen, die uns sagten – oder vielmehr das Getuschel in uns, das sagte: 'Macht nichts, eine Tatsache für sich allein wird nie etwas sein; höre, lies, warte; das wird sich ferner, später, höher erklären'."&lt;br /&gt;[Michel Foucault: Dispositive der Macht, S. 217]&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5479110003978144296-6591619563599235245?l=foucaultundco.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://foucaultundco.blogspot.com/feeds/6591619563599235245/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5479110003978144296&amp;postID=6591619563599235245' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/6591619563599235245'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/6591619563599235245'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://foucaultundco.blogspot.com/2009/04/michel-foucault-die-wut-uber-die.html' title='Michel Foucault: Die Wut über die Tatsachen'/><author><name>zara</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5479110003978144296.post-6677299460725842545</id><published>2009-02-27T12:49:00.010+01:00</published><updated>2009-04-22T16:18:08.545+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Foucault: Dits et Ecrits'/><title type='text'>Michel Foucault: nicht dermaßen regiert werden!         Oder: Was ist Kritik?</title><content type='html'>&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;„Als erste Definition der Kritik schlage ich also die allgemeine Charakterisierung vor: die Kunst nicht dermaßen regiert zu werden."&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Vor allem aber sieht man, daß der Entstehungsherd der Kritik im wesentlichen das Bündel der Beziehungen zwischen der Macht, der Wahrheit und dem Subjekt ist. Wenn es sich bei der Regierungsintensivierung darum handelt, in einer sozialen Praxis die Individuen zu unterwerfen – und zwar durch Machtmechanismen, die sich auf Wahrheit berufen, dann würde ich sagen, ist die Kritik die Bewegung, in welcher sich das Subjekt das Recht herausnimmt, die Wahrheit auf ihre Machteffekte hin zu befragten und die Macht auf ihre Wahrheitsdiskurse hin. Dann ist die Kritik die Kunst der freiwilligen Unknechtschaft, der reflektierten Unfügsamkeit. In dem Spiel, das man die Politik der Wahrheit nennen könnte, hätte die Kritik die Funktion der Entunterwerfung."&lt;br /&gt;[Michel Foucault: Was ist Kritik?]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://foucaultundco.blogspot.com/2008/08/geschichte-der-gouvernementalitt.html"&gt;Michel Foucault: Geschichte der Gouvernementalität&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://foucaultundco.blogspot.com/2008/08/sicherheit-territorium-bevlkerung.html"&gt;Michel Foucault: Sicherheit, Territorium, Bevölkerung&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://foucaultundco.blogspot.com/2008/08/die-geburt-der-biopolitik.html"&gt;Michel Foucault: Die Geburt der Biopolitik&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://foucaultundco.blogspot.com/2008/08/die-gouvernementalitt-als-werkzeug.html"&gt;Zara kommentiert: Die Gouvernementalität&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://foucaultundco.blogspot.com/2008/08/die-gouvernementalitt-als-werkzeug.html"&gt;Zara kommentiert: Die Gouvernementalität als Werkzeug&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5479110003978144296-6677299460725842545?l=foucaultundco.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://foucaultundco.blogspot.com/feeds/6677299460725842545/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5479110003978144296&amp;postID=6677299460725842545' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/6677299460725842545'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/6677299460725842545'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://foucaultundco.blogspot.com/2009/02/michel-foucault-nicht-dermaen-regiert.html' title='Michel Foucault: nicht dermaßen regiert werden!         Oder: Was ist Kritik?'/><author><name>zara</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5479110003978144296.post-633723014005689056</id><published>2009-02-25T14:53:00.002+01:00</published><updated>2009-02-25T14:59:14.068+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Foucault: Dits et Ecrits'/><title type='text'>Michel Foucault: Macht-Wissen</title><content type='html'>„Das Wort Wissen wird also gebraucht, um alle Erkenntnisverfahren und -wirkungen zu bezeichnen, die in einem bestimmten Moment und in einem bestimmten Gebiet akzeptabel sind. Und zweitens wird der Begriff Macht gebraucht, der viele einzelne, definierte Mechanismen abdeckt, die in der Lage scheinen, Verhalten oder Diskurse zu induzieren. Offensichtlich haben diese beiden Begriffe nur eine methodologische Funktion: mit ihnen sollen nicht allgemeine Wirklichkeitsprinzipien ausfindig gemacht werden, es soll gewissermaßen die Analysefront, es soll der relevante Elemententyp fixiert werden. Auf diese Weise soll vermieden werden, daß von vornherein die Perspektive der Legitimierung eingeführt wird – wie das die Begriffe Erkenntnis und Herrschaft nahelegen. Jene beiden Worte sollen auch in jedem Moment der Analyse einen bestimmten Inhalt, ein bestimmtes Wissenselement, einen bestimmten Machtmechanismus präzis bezeichnen können; niemals darf sich die Ansicht einschleichen, daß ein Wissen oder eine Macht existiert – oder gar das Wissen oder die Macht, welche selbst agieren würden. Wissen und Macht - das ist nur ein Analyseraster. Und dieser Raster ist nicht aus zwei einander Fremden Kategorien zusammengesetzt – dem Wissen einerseits und der Macht andererseits (wie die gerade gebrauchten Formulierungen nahelegten). Denn nichts kann als Wissenselement auftreten, wenn es nicht mit einem System eines bestimmten wissenschaftlichen Diskurses in einer bestimmten Epoche, und wenn es nicht andererseits, gerade weil es wissenschaftlich oder rational oder einfach plausibel ist, zu Nötigungen oder Anreizungen fähig ist. Umgekehrt kann auch nichts als Machtmechanismus funktionieren, wenn es sich nicht in Prozeduren und Mittel-Zweck-Beziehungen entfaltet, welche in Wissenssystemen fundiert sind. Es geht also nicht darum, zu beschreiben, was Wissen ist und was Macht ist und wie das eine das andere unterdrückt oder mißbraucht, sondern es geht darum, einen Nexus von Macht-Wissen zu charakterisieren, mit dem sich die Akzeptabilität eines Systems – sei es das System der Geisteskrankheit, der Strafjustiz, der Delinquenz, der Sexualität usw. - erfassen läßt.&lt;br /&gt;[Michel Foucault: Was ist Kritik?]&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5479110003978144296-633723014005689056?l=foucaultundco.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://foucaultundco.blogspot.com/feeds/633723014005689056/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5479110003978144296&amp;postID=633723014005689056' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/633723014005689056'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/633723014005689056'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://foucaultundco.blogspot.com/2009/02/michel-foucault-macht-wissen.html' title='Michel Foucault: Macht-Wissen'/><author><name>zara</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5479110003978144296.post-8980174890619344067</id><published>2009-01-25T20:14:00.004+01:00</published><updated>2009-05-10T12:29:59.462+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Foucault: Dits et Ecrits'/><title type='text'>Die Genealogie und die Suche nach dem Ursprung</title><content type='html'>„1. Die Genealogie ist grau. Gewissenhaft und geduldig sichtet sie Dokumente, arbeitet an verwischen, zerkratzten, mehrmals überschriebenen Pergamenten.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit diesen Worten beginnt Focault 1971 den Text, in dem er vielleicht am konzentriertesten über die Genealogie schreibt: &lt;strong&gt;Nietzsche, die Genealogie, die Historie&lt;/strong&gt;. Und für alle, die immer noch fragen, warum sie immer nur ihren Ausgangspunkt finden, wenn sie nach dem Ursprung suchen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Weil es bei solch einer Suche in erster Linie darum geht, das Wesen der Sache zu erfassen, ihre reinste Möglichkeit, ihre in sich gekehrte Identität, ihre unveränderliche, allem Äußerlichen, Zufälligen, Späteren vorausgehende Form. Wer solch einen Ursprung sucht, der will finden, 'was bereits war', das 'Eigentliche' eines mit sich selbst übereinstimmenden Bildes; er hält alle Wechselfälle, Listen und Verkleidungen für bloße Zufälle und will alle Masken lüften, um die eigentliche Identität zu enthüllen. Aber was erfährt der Genealoge, wenn er aufmerksam auf die Geschichte hört statt der Metaphysik zu glauben? Dass es hinter den Dingen `etwas ganz anderes' gibt: nicht deren geheimes, zeitloses Wesen, sondern das Geheimnis, dass sie gar kein Wesen haben oder dass ihr Wesen Stück für Stück aus Figuren konstruiert wurde, die ihnen fremd waren. Wie die Vernunft entstanden ist? Natürlich auf ganz und gar 'vernünftige' Weise, nämlich durch einen Zufall. Die Hingabe an die Wahrheit und die Strenge der wissenschaftlichen Methoden? Aus den Leidenschaften der Wissenschaftler, aus ihrem wechselseitigem Hass, aus fanatischen, ständig wiederholten Debatten, aus dem Willen zum Sieg - Waffen, die im Verlauf langer persönlicher Kämpfe langsam geschmiedet wurden. Und die Freiheit? Ist sie das fundamentale Moment, das den Menschen an Sein und Wahrheit bindet? Nein, sie ist nur eine 'Erfindung von Ständen'. Am geschichtlichen Anfang der Dinge stößt man nicht auf die noch unversehrte Identität ihres Ursprungs, sondern auf Unstimmigkeit und Unterschiedlichkeit.“&lt;br /&gt;[Michel Foucault: Nietzsche, die Genealogie, die Historie, Dits et Ecrits II]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://foucaultundco.blogspot.com/2009/05/foucault-nietzsche-die-genealogie-die.html"&gt;Foucault: Nietzsche, die Genealogie, die Historie&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5479110003978144296-8980174890619344067?l=foucaultundco.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://foucaultundco.blogspot.com/feeds/8980174890619344067/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5479110003978144296&amp;postID=8980174890619344067' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/8980174890619344067'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/8980174890619344067'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://foucaultundco.blogspot.com/2009/01/die-genealogie-und-die-suche-nach-dem.html' title='Die Genealogie und die Suche nach dem Ursprung'/><author><name>zara</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5479110003978144296.post-3673641128606553137</id><published>2009-01-16T09:47:00.002+01:00</published><updated>2009-09-21T19:37:29.964+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Zara rezensiert'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Foucault: Der utopische Körper'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Zara kommentiert'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Foucault: Die Heterotopien'/><title type='text'>Michel Foucault: Die Heterotopien / Der utopische Körper</title><content type='html'>&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_w4zSBn7hCsk/SXBKncZMQKI/AAAAAAAAACI/jsWeoHropvo/s1600-h/heterotopien_utopischer+kÃ¶rper.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5291811603657539746" style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 129px; CURSOR: hand; HEIGHT: 129px" alt="Michel Foucault: Der utopische Körper / Die Heterotopien. Zwei Radiovorträge." src="http://4.bp.blogspot.com/_w4zSBn7hCsk/SXBKncZMQKI/AAAAAAAAACI/jsWeoHropvo/s320/heterotopien_utopischer+k%C3%B6rper.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;strong&gt;Die Heterotopien&lt;/strong&gt; und &lt;strong&gt;Der utopische Körper&lt;/strong&gt; sind zwei kurze Radiovorträge Michel Foucaults, die 1966 im Rahmen der Sendung &lt;em&gt;Culture française&lt;/em&gt; ausgestrahlt wurden. Der Suhrkamp Verlag hat die beiden Texte 2005 in einer kleinen zweisprachigen Ausgabe aufgelegt. Und für alle, die sich nicht die Mühe machen wollen zu lesen, hat der Verlag eine CD mit den beiden Vorträgen im Orginalton beigelegt. (Nicht dass es Mühe machen würde, diese beiden kurzen Texte zu lesen,). Da das gesprochene Worte nicht bis ins letzte verschriftlicht werden kann, ist das Zuhören eine aufschlussreiche Abwechslung. Wobei es durch mangelnde Sprachkenntnisse durchaus erschwert werden kann. Der Text &lt;em&gt;Raum zum Hören&lt;/em&gt; von Daniel Defert widerum ist uneingeschränkt lesenswert.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5479110003978144296-3673641128606553137?l=foucaultundco.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://foucaultundco.blogspot.com/feeds/3673641128606553137/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5479110003978144296&amp;postID=3673641128606553137' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/3673641128606553137'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/3673641128606553137'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://foucaultundco.blogspot.com/2009/01/michel-foucault-die-heterotopien-der.html' title='Michel Foucault: Die Heterotopien / Der utopische Körper'/><author><name>zara</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_w4zSBn7hCsk/SXBKncZMQKI/AAAAAAAAACI/jsWeoHropvo/s72-c/heterotopien_utopischer+k%C3%B6rper.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5479110003978144296.post-8079019117429146719</id><published>2009-01-12T14:54:00.004+01:00</published><updated>2009-01-16T08:44:56.382+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Zara kommentiert'/><title type='text'>Genealogie bei Darwin und Foucault</title><content type='html'>„Darwin zeigt nicht nur, dass die Natur selbst historisch ist, sondern entwickelt auch eine Methode der Erforschung der Geschichte, die er »genealogisch« nennt, und Foucault folgt ihm darin. [...] Darwin sagt von sich selbst, er sei Genealoge. Er will Herkunft rekonstruieren, aber natürlich, ohne auf »Wappenbücher und Stammbäume«, wie er sagt, zurückgreifen zu können. Deshalb interessiert er sich für Rudimente am Körper, für Spuren der Erinnerung an frühere Formen des Lebens. Bei dieser genealogischen Rekonstruktion zeigt sich, dass es, zum Beispiel, keinen »ursprünglichen« Löwen geben kann. Es gibt nie ein ursprüngliches Wesen, nichts Eigentliches, keine Identität, nur Zerstreuung. Natur ist unendliche Vielfalt und allgegenwärtige Abhängigkeit. Und so geht auch Michel Foucault vor: Er rekonstruiert Herkunftsgeschichte und löst dabei auf, was identisch und »wesenhaft« erscheint. Genealogie ist eine Methode, die Kräfteverhältnisse entdeckt. Sie stößt dabei immer auf Konflikte, nicht auf Harmonie. Doch im Gegensatz zur Hegelschen Geschichtsauffassung, die ja auch von Konflikten ausgeht, hat diese Geschichte kein Ziel, gibt es keine dialektischen Synthesen – und keinen Geist.“ [Philipp Sarasin in der Zeit, 8.01.2009]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das komplette ZEIT-Interview mit Philipp Sarasin über Darwin vom 8.01.2009&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.zeit.de/2009/03/ST-Darwin?page=1"&gt;&lt;strong&gt;Nichts bleibt je, wie es ist&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Historiker Philipp Sarasin hat auch ein Buch über Darwin und Foucault geschrieben, das demnächst erscheint: &lt;strong&gt;Darwin und Foucault: Genealogie und Geschichte im Zeitalter der Biologie&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Als Vorgeschmack gibts eine planlose Katze, weil ohnehin nichts bleibt wie es ist und am Mittwoch, 14. Januar 2009 in München (LMU, Hgb, HS M218) einen Vortrag über &lt;a href="http://simulanten.blogsport.de/2008/12/29/philipp-sarasin-in-muenchen/trackback/"&gt;unreine Anfänge&lt;/a&gt; im Rahmen der Vorlesungsreihe Anfang und Evolution.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;taz-Artikel: &lt;a href="http://www.taz.de/1/debatte/theorie/artikel/1/die-katze-ohne-plan/?src=TE&amp;amp;cHash=06f703b0cc"&gt;&lt;strong&gt;Die Katze ohne Plan&lt;/strong&gt; &lt;/a&gt;vom 17.12.2008&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5479110003978144296-8079019117429146719?l=foucaultundco.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://foucaultundco.blogspot.com/feeds/8079019117429146719/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5479110003978144296&amp;postID=8079019117429146719' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/8079019117429146719'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/8079019117429146719'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://foucaultundco.blogspot.com/2009/01/genealogie-bei-darwin-und-foucault.html' title='Genealogie bei Darwin und Foucault'/><author><name>zara</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5479110003978144296.post-3300288512419158312</id><published>2008-12-30T14:41:00.023+01:00</published><updated>2009-09-21T19:37:29.964+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Zara rezensiert'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Zara kommentiert'/><title type='text'>Das Spiel der Lüste. Sexualität, Identität und Macht bei Michel Foucault. Rezensiert.</title><content type='html'>&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_w4zSBn7hCsk/SVon57dwpcI/AAAAAAAAAB4/3ursjKxS40U/s1600-h/das+spiel+der+lÃ¼ste.jpg"&gt;&lt;/a&gt;Rezensiert von Zara Pfeiffer&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_w4zSBn7hCsk/SVosYX2fctI/AAAAAAAAACA/q4LRkbvsXqM/s1600-h/das+spiel+der+lÃ¼ste.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5285585909903749842" style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 165px; CURSOR: hand; HEIGHT: 248px" alt="Das Spiel der Lüste. Sexualität, Identität und Macht bei Michel Foucault" src="http://1.bp.blogspot.com/_w4zSBn7hCsk/SVosYX2fctI/AAAAAAAAACA/q4LRkbvsXqM/s320/das+spiel+der+l%C3%BCste.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;„Je offener das Spiel ist, desto verlockender und faszinierender ist es.“&lt;/em&gt; (Michel Foucault)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Frage nach der Identität und Sexualität Michel Foucaults ist ebenso faszinierend wie voyeuristisch. Spiegelt sich das theoretische Spiel der Kräfteverhältnisse seiner Machtanalyse in den konkreten Machtspielen der SM Clubs von San Francisco? Zweifellos ist die Theorie Foucaults nicht von der der Person und dem Leben Michel Foucaults zu trennen, eine einseitige Konzentration auf das Leben unter Vernachlässigung der Theorie würde ihren anfänglichen Reiz jedoch sicher schnell verlieren.&lt;br /&gt;Der Sammelband &lt;em&gt;Das Spiel der Lüste. Sexualität, Identität und Macht bei Michel Foucault&lt;/em&gt; herausgegeben von Marvin Chlada und Marc-Christian Jäger widersteht der kurzfristigen Verlockung und stellt die Theorie Michel Foucaults ins Zentrum des Interesses ohne sein Leben auszublenden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eröffnet wird „Das Spiel der Lüste“ von &lt;strong&gt;Marc-Christian Jäger&lt;/strong&gt; mit einer umfassenden und nicht nur für Foucault-Neulinge empfehlenswerten Einführung in Michel Foucaults Machtbegriff. Das Fußnoten-Feuerwerk des Textes – 539 auf 45 Seiten – des Textes irritiert beim Lesen bisweilen, enthält aber für interessierte Leser_innen spannende Verweise und Quellenangaben.&lt;br /&gt;Der darauf folgende Abriss &lt;em&gt;Die Sorge um sich selbst&lt;/em&gt; von &lt;strong&gt;Anette Schlemm&lt;/strong&gt; zur Frage der Lebenskunst vor dem Hintergrund der Selbstsorge und der foucaultschen Subjektkonstitution ist dagegen leider etwas dünn geraten, was möglicherweise der Kürze des Textes von knapp 4 Seiten geschuldet ist. In dem nicht ganz leicht zu lesenden Beitrag &lt;em&gt;Lüste des Körpers oder Begehren ohne Organe?&lt;/em&gt; beschäftigt sich &lt;strong&gt;Marvin Chlada&lt;/strong&gt; mit Foucaults Kritik des Wunschbegriffs wie er unter anderem von Gilles Deleuze und Félix Guattari formuliert wurde: So wie Foucault die Befreiung von der Macht nicht als das Gegenteil, sondern als integralen Bestandteil der Macht begreife, so geht es ihm nicht darum Wunsch und Begehren zu befreien, sondern darum mit Körpern und die Lüsten zu experimentieren und andere Körper und Lüste zu genießen. &lt;strong&gt;Jürgen Mümken&lt;/strong&gt; fragt in &lt;em&gt;Wer bin ich? – Was bin ich?&lt;/em&gt; ausgehend von den Begriffen sexuelle Identität, sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität nach der Bedeutung von Identität und Geschlecht in den Werken von Max Stirner und Michel Foucault und stellt diese einander gegenüber. In &lt;em&gt;Ordnungen des Sexuellen&lt;/em&gt; zeichnet Marc-Christian Jäger vor dem Hintergrund von Foucaults Rezeption von de Sade und Georges Bataille Foucaults Unterscheidung von sadistischer Disziplinarmacht und SM-Subkultur nach. Das Spiel der Lüste endet mit dem Text &lt;em&gt;Vom Begehrens-Subjekt zum unternehmerischen Selbst&lt;/em&gt; von &lt;strong&gt;Andrea D. Bührmann&lt;/strong&gt;, in dem diese den Weg vom Begehrens-Subjekt hin zu einem neoliberalen unternehmerischen Selbst nachzeichnet. Bührmann betont, dass der von Foucaults Gouvernementalitätsvorlesungen inspirierte Blick der Governmentality-Studies eine ent-naturalisierende und ent-ontologisierende Perspektive auf gegenwärtige Individualisierungsprozesse und Subjektivierungsweisen ermöglicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die von Foucault aufgeworfene Frage nach dem Verhältnis von Sexualität, Identität und Macht wird in &lt;em&gt;Das Spiel der Lüste&lt;/em&gt; aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Dass die darin enthaltenen Aufsätze hinsichtlich Länge, Lesbarkeit, Tiefe und Anspruch sehr heterogen sind, ist sowohl Stärke und Schwäche des Bandes, der sich vor allem gut für einen ersten Einstieg in das Denken Michel Foucaults eignet. Anzumerken bleibt außerdem, dass die eigene Lesepraxis durch den wenig strapazierfähigen Umschlag etwas zu deutlich dokumentiert wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;a href="http://www.spiel-der-lueste.de/"&gt;Marvin Chlada/Marc-Christian Jäger: Das Spiel der Lüste. Sexualität, Identität und Macht bei Michel Foucault, Alibri Verlag, Aschaffenburg, 2008. 156 Seiten, 16,- Euro. ISBN 3-86569-031-9&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5479110003978144296-3300288512419158312?l=foucaultundco.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://foucaultundco.blogspot.com/feeds/3300288512419158312/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5479110003978144296&amp;postID=3300288512419158312' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/3300288512419158312'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/3300288512419158312'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://foucaultundco.blogspot.com/2008/12/das-spiel-der-lste-sexualitt-identitt.html' title='Das Spiel der Lüste. Sexualität, Identität und Macht bei Michel Foucault. Rezensiert.'/><author><name>zara</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_w4zSBn7hCsk/SVosYX2fctI/AAAAAAAAACA/q4LRkbvsXqM/s72-c/das+spiel+der+l%C3%BCste.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5479110003978144296.post-5753896484188041024</id><published>2008-12-26T14:10:00.003+01:00</published><updated>2008-12-26T14:20:47.227+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Foucault: Dits et Ecrits'/><title type='text'>Die Praxis der Freiheit ...</title><content type='html'>&lt;a title="Wordle: Michel Foucault: Macht und Freiheit" href="http://www.wordle.net/gallery/wrdl/408552/Michel_Foucault%3A_Macht_und_Freiheit"&gt;&lt;img style="BORDER-RIGHT: #ddd 1px solid; PADDING-RIGHT: 4px; BORDER-TOP: #ddd 1px solid; PADDING-LEFT: 4px; PADDING-BOTTOM: 4px; BORDER-LEFT: #ddd 1px solid; WIDTH: 228px; PADDING-TOP: 4px; BORDER-BOTTOM: #ddd 1px solid; HEIGHT: 149px" height="131" src="http://www.wordle.net/thumb/wrdl/408552/Michel_Foucault%3A_Macht_und_Freiheit" width="213" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;... oder so: &lt;a href="http://foucaultundco.blogspot.com/2008/12/michel-foucault-macht-und-freiheit.html"&gt;Macht und Freiheit&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5479110003978144296-5753896484188041024?l=foucaultundco.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://foucaultundco.blogspot.com/feeds/5753896484188041024/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5479110003978144296&amp;postID=5753896484188041024' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/5753896484188041024'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/5753896484188041024'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://foucaultundco.blogspot.com/2008/12/die-praxis-der-freiheit.html' title='Die Praxis der Freiheit ...'/><author><name>zara</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5479110003978144296.post-2429114709776797304</id><published>2008-12-21T10:50:00.002+01:00</published><updated>2008-12-21T10:54:58.769+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Foucault: Die Heterotopien'/><title type='text'>Heterotopien – mit den Schiffen träumen</title><content type='html'>„In der Kolonie haben wir eine Heterotopie, die gleichsam naiv genug ist, eine Illusion verwirklichen zu wollen. Im Freudenhaus haben wir dagegen eine Heterotopie, die subtil und geschickt genug ist, die Wirklichkeit allein durch die Kraft der Illusion zerstreuen zu wollen. Und bedenkt man, dass Schiffe, die großen Schiffe des 19. Jahrhunderts, ein Stück schwimmender Raum sind, Orte ohne Ort, ganz auf sich selbst angewiesen, in sich geschlossen und zugleich dem endlosen Meer ausgeliefert, die von Hafen zu Hafen, von Wache zu Wache, von Freudenhaus zu Freudenhaus bis in die Kolonien fahren, um das Kostbarste zu holen, was die eben beschriebenen Gärten zu bieten haben, dann wird deutlich, warum das Schiff für unsere Zivilisation zumindest seit dem 16. Jahrhundert nicht nur das wichtigste Instrument zur wirtschaftlichen Entwicklung gewesen ist, sondern auch das größte Reservoir für die Fantasie. Das Schiff ist die Heterotopie par excellence. Zivilisationen, die keine Schiffe besitzen, sind wie Kinder, deren Eltern kein Ehebett haben, auf dem sie spielen können. Dann versiegen ihre Träume. An die Stelle des Abenteuers tritt dort die Bespitzelung und an die Stelle der glanzvollen Freubeuter die häßliche Polizei."&lt;br /&gt;[Michel Foucault: Die Heterotopien]&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5479110003978144296-2429114709776797304?l=foucaultundco.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://foucaultundco.blogspot.com/feeds/2429114709776797304/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5479110003978144296&amp;postID=2429114709776797304' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/2429114709776797304'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/2429114709776797304'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://foucaultundco.blogspot.com/2008/12/heterotopien-mit-den-schiffen-trumen.html' title='Heterotopien – mit den Schiffen träumen'/><author><name>zara</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5479110003978144296.post-1389552876306224108</id><published>2008-12-13T10:02:00.002+01:00</published><updated>2008-12-13T10:12:13.015+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Foucault: Dits et Ecrits'/><title type='text'>Michel Foucault: Macht und Freiheit</title><content type='html'>Wenn der Widerstand auch Teil der Macht ist und diese möglicherweise stärkt, ohne dass wir das überhaupt bemerken, wie ist dann überhaupt noch politisch widerständiges Handeln möglich? An dieser Frage hing die Diskussion beim ersten Lesen von „Der Wille zum Wissen“ mit dem Gefühl jeder Schritt würde uns zwangsläufig noch tiefer in die Machtnetze verstricken.&lt;br /&gt;Naja, das erst Lesen und die verzweifelte Erkenntnis liegen jetzt auch schon einige Jahre zurück. Die theoretische Ratlosigkeit und Handlungsunfähigkeit, war sicher nicht ganz unwichtig für das Hinterfragen der eigenen Handlungen.&lt;br /&gt;&lt;p&gt;„Man sollte außerdem beachten, dass es Machtbeziehungen nur in dem Maße geben kann, in dem die Subjekte frei sind. Wenn einer von beiden vollständig der Verfügung des anderen unterstünde und zu dessen Sache geworden wäre, ein Gegenstand, über den dieser schrankenlose und unbegrenzte Gewalt ausüben könnte, dann gäbe es keine Machtbeziehungen. Damit eine Machtbeziehung bestehen kann, bedarf es also auf beiden Seite einer bestimmten Form von Freiheit. Selbst wenn die Machtbeziehung völlig aus dem Gleichgewicht geraten ist, wenn man wirklich sagen kann, dass der eine alle Macht über den anderen besitzt, so lässt sich die Macht über den anderen nur in dem Maße ausüben, in dem diesem noch die Möglichkeit bleibt, sich zu töten, aus dem Fenster zu springen oder den anderen zu töten. Das heißt, dass es in Machtbeziehungen notwendigerweise Möglichkeiten des Widerstands gibt, denn wenn es keine Möglichkeit des Widerstands - gewaltsamer Widerstand, Flucht, List, Strategien, die die Situation umkehren - gäbe, dann gäbe es überhaupt keine Machtbeziehungen. Vor diesem allgemeinen Hintergrund weigere ich mich, die Frage zu beantworten, die man mir manchmal stellt: „Aber wenn die Macht überall ist, dann gibt es keinen Widerstand.“ Ich antworte: Wenn es Machtbeziehugen gibt, die das gesamte soziale Feld durchziehen, dann deshalb, weil es überall Freiheit gibt. Jetzt gibt es in der Tat Herrschaftszustände. In sehr vielen Fällen sind die Machtbeziehungen derart verfestigt, dass sie auf Dauer asymmetrisch sind und der Spielraum der Freiheit äußerst beschränkt ist. [...] In einer solchen Situation der Herrschaft muss man auf all diese Fragen je nach dem Typus und der genauen Form der Herrchaft jeweils auf spezifisch Weise antworten. Die Behauptung jedoch: „Sehen Sie, die Macht ist überall, folglich gibt es keinen Platz für die Freiheit“, scheint mir absolut unangemessen. Mann kann mir nicht die Vorstellung zuschreiben, dass Macht ein Herrschaftssysem darstellt, das alles kontrolliert und keinerlei Raum für Freiheit lässt.“&lt;br /&gt;[Michel Foucault: Die Ethik der Sorge um sich als Praxis der Freiheit, Dits et Ecrits IV]&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5479110003978144296-1389552876306224108?l=foucaultundco.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://foucaultundco.blogspot.com/feeds/1389552876306224108/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5479110003978144296&amp;postID=1389552876306224108' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/1389552876306224108'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/1389552876306224108'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://foucaultundco.blogspot.com/2008/12/michel-foucault-macht-und-freiheit.html' title='Michel Foucault: Macht und Freiheit'/><author><name>zara</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5479110003978144296.post-7519023336620005681</id><published>2008-12-07T19:55:00.013+01:00</published><updated>2009-09-21T19:38:09.533+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Zara rezensiert'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Foucault: Dits et Ecrits'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Zara kommentiert'/><title type='text'>Debatte Foucault vs Chomsky</title><content type='html'>&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_w4zSBn7hCsk/STwdPi40PVI/AAAAAAAAABo/0KI04SFpv10/s1600-h/macht+und+gerechtigkeit_foucault+und+chomsky.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5277125016271732050" style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 143px; CURSOR: hand; HEIGHT: 146px" alt="Macht und Gerechtigkeit. Ein Streitgespräch zwischen Michel Foucault und Noam Chomsky" src="http://1.bp.blogspot.com/_w4zSBn7hCsk/STwdPi40PVI/AAAAAAAAABo/0KI04SFpv10/s200/macht+und+gerechtigkeit_foucault+und+chomsky.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Die Debatte zwischen Michel Foucault und Noam Chomsky aus dem Jahr 1971, die von Fons Elders moderiert und im niederländischen Fernsehen unter dem Titel „Über die Natur des Menschen: Gerechtigkeit versus Macht“ ausgestraht wurde, ist jetzt von &lt;strong&gt;orange press&lt;/strong&gt; unter dem Titel „Macht und Gerechtigkeit. Ein Streitgespräch zwischen Michel Foucault und Noam Chomsky“ veröffentlicht worden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Behauptung „&lt;a href="http://www.orange-press.com/programm/alle-titel/absolutely-macht-gerechtigkeit.html"&gt;orange-press&lt;/a&gt; legt dieses eindrucksvolle Dokument neuerer Philosophiegeschichte nun zum ersten Mal auf &lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_w4zSBn7hCsk/STwdv7dmt8I/AAAAAAAAABw/sNK7UnSJfQU/s1600-h/dits+et+ecrits+2.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5277125572624299970" style="FLOAT: right; MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 99px; CURSOR: hand; HEIGHT: 160px" alt="Michel Foucault: Dits et Ecrits II" src="http://4.bp.blogspot.com/_w4zSBn7hCsk/STwdv7dmt8I/AAAAAAAAABw/sNK7UnSJfQU/s200/dits+et+ecrits+2.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Deutsch vor“ stimmt allerdings nicht ganz (umso enttäuschender, wenn diese einfach abgeschrieben wird, wie von Adi Quarti in der &lt;a href="http://www.akweb.de/ak_s/ak531/04.htm"&gt;ak&lt;/a&gt;). Da hat man sich wohl die Mühe gespart, die „&lt;strong&gt;Dits et Ecrits&lt;/strong&gt;“ von Foucault durchzublättern, die auf deutsch im Suhrkamp Verlag erschienen sind. Im zweiten Band unter der Nummer 132 kann das Gespräch der beiden ebenfalls nachgelesen werden (und das schon seit 2002!). Naja. Einfacher als die „Dits et Ecrits“ zu stemmen (und auch billiger) ist die Ausgabe von orange press aber allemal und lesen - egal wo - lohnt sich. Versprochen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und wer das ganze nicht nur lesen, sondern auch mal sehen will, kann das &lt;a href="http://foucaultundco.blogspot.com/2008/08/michel-foucault-und-noam-chomsky.html"&gt;hier&lt;/a&gt;.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5479110003978144296-7519023336620005681?l=foucaultundco.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://foucaultundco.blogspot.com/feeds/7519023336620005681/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5479110003978144296&amp;postID=7519023336620005681' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/7519023336620005681'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/7519023336620005681'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://foucaultundco.blogspot.com/2008/12/debatte-foucault-vs-chomsky.html' title='Debatte Foucault vs Chomsky'/><author><name>zara</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_w4zSBn7hCsk/STwdPi40PVI/AAAAAAAAABo/0KI04SFpv10/s72-c/macht+und+gerechtigkeit_foucault+und+chomsky.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5479110003978144296.post-4388181604204323413</id><published>2008-11-22T19:50:00.001+01:00</published><updated>2008-11-22T19:52:26.451+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Foucault: Dits et Ecrits'/><title type='text'>Freiheit als Bedingung der Machtausübung</title><content type='html'>"Vielleicht eigenet sich ein Begriff wie Führung gerade kraft seines Doppelsinns gut dazu, das Spezifische an den Machtverhältnissen zu erfassen. 'Führung' ist zugleich die Tätigkeit des 'Anführens' anderer [...] und sie Weise des Sich-Aufführens in einem mehr oder weniger offenen Feld von Möglichkeiten. Machtausübung besteht im 'Führen der Führungen' und in der Schaffung der Wahrscheinlichkeit. Im Grund ist Macht wengier von der Art der Konfrontation zweier Gegner oder der Verpflichtung des einen gegenüber dem anderen, als von der 'Regierung'. Man muß diesem Wort die sehr weite Bedeutung lassen, die es im 16. Jahrhundert hatte. Es bezog sich nicht nur auf politische Strukturen und auf die Verwaltung von Staaten, sondern bezeichnete die Weise, in der das Benehmen von Individuen oder Gruppen gelenkt wurde: Regierung der Kinder, der Seelen, der Gemeinden, der Familien, der Kranken. Es deckte nicht bloß eingesetze und legitime Formen der politischen oder wirtschaftlichen Unterwerfung ab, sondern auch mehr oder weniger bedachte und berechnete Handlungsweisen, die dazu bestimmt waren, auf die Handlungsmöglichkeiten anderer Individuen einzuwirken. Regieren heißt in diesem Sinne, das Feld eventuellen Handelns der anderen zu strukturieren. Die der Macht eigene Verhältnisweise wäre somit weder auf seiten der Gewalt und des Kampfes, noch auf seiten des Vertrags und der Willensbande (die allenfalls ihre Instrumente sein können) zu suchen, vielmehr auf seiten dieser einzigartigen, weder kriegerischen noch juridischen Weise des Handelns: des lenkend einwirkenden Regierens.&lt;br /&gt;Wenn man Machtausübung als eine Weise der Einwirkung auf die Handlungen anderer definiert, wenn man sie durch das 'Regieren' - im weitesten Sinn dieses Wortes - der Menschen untereinander kennzeichnet, nimmt man ein wichtiges Element mit hinein: das der Freiheit. Macht wird nur auf 'freie Subjekte' ausgeübt und nur sofern diese 'frei' sind."&lt;br /&gt;[Michel Foucault: Dits et Ecrits]&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5479110003978144296-4388181604204323413?l=foucaultundco.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://foucaultundco.blogspot.com/feeds/4388181604204323413/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5479110003978144296&amp;postID=4388181604204323413' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/4388181604204323413'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/4388181604204323413'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://foucaultundco.blogspot.com/2008/11/freiheit-als-bedingung-der-machtausbung.html' title='Freiheit als Bedingung der Machtausübung'/><author><name>zara</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5479110003978144296.post-1932090463205517374</id><published>2008-11-20T08:11:00.006+01:00</published><updated>2008-11-20T08:48:03.612+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Foucault: Geschichte der Gouvernementalität'/><title type='text'>Ja sagen zur Begierde als Regierungstechnik</title><content type='html'>„Die Begierde – ein alter Begriff, der seinen Auftritt und seine Anwendung in der Gewissensführung hatte [...], die Begierde hat jetzt einen zweiten Auftritt im Inneren der Macht und Regierungstechniken. Alle Individuen handeln auf Grund der Begierde. Einer Begierde, gegen die man nichts tun kann. [...] Versucht nicht, sie zu ändern, das läßt sich nicht ändern. Doch – und an diesem Punkt prägt diese Naturalität der Begierde der Bevölkerung und wird für die gouvernementale Technik durchdringbar – diese Begierde ist, aus Gründen, auf die zurückzukommen wäre und die eines der wichtigen theoretischen Elemente es gesamten Systems bilden, diese Begierde ist derart, daß sie, wenn man ihr die Möglichkeit der Entfaltung läßt, in gewissen Grenzen und dank einer gewissen Anzahl von Bezugsrahmen und Verbindungen insgesamt, den allgemeinen Nutzen für die Bevölkerung hervorbringt. [...] Die Hervorbringung des Kollektivinteresses durch das Spiel der Begierde. Dies prägt zugleich die Naturalität der Bevölkerung und die mögliche Artifizialität der Mittel, die einem gegeben sind, um sie zu verwalten.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Idee Bevölkerungen ausgehend von der Naturalität der Begierde zu verwalten ist&lt;br /&gt;„[...] der alten ethisch juridischen Konzeption der Regierung und der Ausübung der Souveränität vollkommen entgegengesetzt. [...] Der Souverän ist derjenige, der fähig ist, nein zur Begierde eines jeden Individuums zu sagen, wobei das Problem darin liegt, zu wissen, wie dieses der Begierde der Individuen entgegengesetzte ‚Nein' legitim und auf den Willen dieser Individuen selbst gegründet werden kann. [...] Das Problem derjenigen, die regieren, darf es absolut nicht sein, zu erfahren, wie sie nein sagen können, bis wohin sie nein sagen können, mit welcher Berechtigung sie nein sagen können. Das Problem ist, zu wissen, wie ja sagen zu dieser Begierde. Also nicht die Eingrenzung der Konkupiszenz oder die Eingrenzung der Eigenliebe im Sinne von Liebe seiner selbst, sondern im Gegenteil all das, was diese Eigenliebe, diese Begierde derart anregt und begünstigt, daß sie tatsächlich die wohltuenden Wirkungen hervorbringen kann, die sie notwendigerweise hervorbringen muß.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Es gibt also keine Menge von juridischen Subjekten, sei es individuell oder kollektiv, mit einem souveränen Willen. Die Bevölkerung ist eine Gesamtheit von Elementen, in deren Innerem man Konstanten und Regelmäßigkeiten bis in die Ereignisse hinein feststellen kann, in deren Innerem man das Universelle der Begierde orten kann, die regelmäßig den Nutzen aller hervorbringt und für die man eine gewisse Anzahl von Variablen ausweisen kann, von denen sie abhängt und die geeignet sind, sie zu modifizieren.“&lt;br /&gt;[Michel Foucault: &lt;a href="http://foucaultundco.blogspot.com/2008/08/sicherheit-territorium-bevlkerung.html"&gt;Sicherheit, Territorium, Bevölkerung&lt;/a&gt;. Geschichte der &lt;a href="http://foucaultundco.blogspot.com/2008/08/die-gouvernementalitt_1854.html"&gt;Gouvernementalität&lt;/a&gt; 1]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5479110003978144296-1932090463205517374?l=foucaultundco.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://foucaultundco.blogspot.com/feeds/1932090463205517374/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5479110003978144296&amp;postID=1932090463205517374' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/1932090463205517374'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/1932090463205517374'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://foucaultundco.blogspot.com/2008/11/ja-sagen-zur-begierde-als.html' title='Ja sagen zur Begierde als Regierungstechnik'/><author><name>zara</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5479110003978144296.post-6468657307206838109</id><published>2008-10-04T09:55:00.007+02:00</published><updated>2008-10-07T17:07:03.885+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Foucault: Dits et Ecrits'/><title type='text'>Foucault über Bachelard</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Mit freundlicher Übersetzungshilfe aus Paris (Danke!) und nach einigem Suchen konnte ich dieses Video endlich einem Artikel in den Dits et Ecrits zuordnen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/kAwWwQZ_3FQ&amp;amp;hl=" width="425" height="344" type="application/x-shockwave-flash" fs="1&amp;amp;rel=" allowfullscreen="true"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;"An Bachelard verblüfft mich besonders, dass er gewissermaßen gegen seine eigene Kutlur mit seiner eigenen Kultur spielt. In der traditionellen Lehre - und nicht nur in der traditionellen Lehre, in der Kultur, die wir empfangen - gibt es eine gewisse Anzahl feststehender Werte, Dinge, die man sagen muss, und andere, die man nicth sagen darf, Werke, die zu schätzen, und dann wieder andere, die zu vernachlässigen sind, es gibt die Großen und die Kleinen und zuletzt die Hierarchie, diese ganze himmlische Welt mit ihren Thronen, Herrschaften, Engeln und Erzengeln! ... All das ist äußerst hierarchisch verfasst. Nun Bachelard macht sich von diesem ganzen Komplex von Werten frei, und er macht sich davon frein, indem er alles liest und alles gegen alles antreten lässt.&lt;br /&gt;Er erinnert, wenn Sie so wollen, an jene geschickten Schachspieler, die es schaffen, mit den kleinen Bauern die großen Figuren zu schlagen. Bachelard scheut nicht davor zurück, einen Philosophen minderen Ranges oder einen Wissenschaftler ... jawohl, einen Wissenschaftler, einen etwas... etwas unvollkommenen oder versponnenen Wissenschaftler des 18. Jahrhunderts Descartes gegenüberzustellen. Er scheut nicht davor zurück, in ein und derselben Analyse die größten Dichter und dann wieder einen kleinen zweitrangigen Autor zu behandeln [...]"&lt;br /&gt;[Michel Foucault: Dits et Ecrits II, 111]&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;a title="Michel Foucault und Noam Chomsky" href="http://foucaultundco.blogspot.com/2008/08/michel-foucault-und-noam-chomsky.html"&gt;Michel Foucault und Noam Chomsky&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5479110003978144296-6468657307206838109?l=foucaultundco.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://foucaultundco.blogspot.com/feeds/6468657307206838109/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5479110003978144296&amp;postID=6468657307206838109' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/6468657307206838109'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/6468657307206838109'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://foucaultundco.blogspot.com/2008/10/foucault-ber-bachelard-seine-eigene.html' title='Foucault über Bachelard'/><author><name>zara</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5479110003978144296.post-3676163458047488182</id><published>2008-09-21T13:54:00.005+02:00</published><updated>2008-09-21T14:02:54.286+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Foucault: Dits et Ecrits'/><title type='text'>Michel Foucault: Das Spiel der Grenzen und der Überschreitung</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:arial;"&gt;„Die Überschreitung ist eine Geste, die die Grenze betrifft; dort, in dieser Schmalheit der Linie, zeigt sie sich blitzartig als Übergang, vielleicht aber auch in ihrem gesamten Verlauf und sogar in ihrem Ursprung. Die Strichlinie, die sie kreuzt, könnte durchaus ihr ganzer Raum sein. Das Spiel der Grenzen und der Überschreitung scheint von einer schlichten Beharrlichkeit beherrscht: Die Überschreitung durchbricht eine Linie und setzt unaufhörlich aufs Neue an, eine Linie zu durchbrechen, die sich hinter ihr sogleich wieder in einer Welle verschließt, die kaum eine Erinnerung zulässt und dann von neuem zurückweicht bis an den Horizont des Unüberschreitbaren. Doch bringt dieses Spiel weit mehr in Spiel als diese Elemente; es versetzt sie in eine Ungewissheit, in Gewissheiten, die sogleich verkehrt werden, wo das Denken rasch Schwierigkeiten bekommt, wenn es sie fassen will.&lt;br /&gt;Die Grenze und die Überschreitung verdanken einander die Dichte ihres Seins: Eine Grenze, die absolut nicht überquert werden könnte, wäre inexistent; umgekehrt wäre eine Überschreitung, die nur eine scheinbare oder schattenhafte Grenze durchbrechen würde, nichtig. Doch existiert die Grenze überhaupt ohne die Geste, die sie stolz durchquert und leugnet? Was wäre sie danach und was könnte sie davor sein? Und schöpft die Überschreitung nicht alles aus, was sie in dem Augenblick ist, an dem sie die Grenze überquert und nirgendwo sonst ist als in diesem Punkt der Zeit? Ist nun aber dieser Punkt, diese eigentümliche Überkreuzung von Wesen, die außerhalb von ihm nicht existieren, sondern in ihm vollständig austauschen, was sie sind, nicht genau all das, was überhall über ihn hinausgeht? Er verfährt als Verherrlichung dessen, was er ausschließt; die Grenze öffnet sich gewaltsam auf das Unbegrenzte hin, erfährt sich plötzlich von dem von ihr verworfenen Inhalt mitgerissen und von einer eigentümlichen Fülle vollendet, die bis in ihr Innerstes dringt. Die Überschreitung treibt die Grenze bis an die Grenze ihres Seins; sie bringt sie dazu, im Moment ihres drohenden Verschwindens aufzuwachen, um sich in dem wiederzufinden, was sie ausschließt (genauer vielleicht, sich darin zum ersten Mal zu erkennen), und um ihre tatsächliche Wahrheit in der Bewegung ihres Untergangs zu erfahren. Und dennoch, woraufhin entfesselt sich die Überschreitung in dieser Bewegung reiner Gewalt, wenn nicht auf dasjenige, was sie fesselt, auf die Grenze und auf das, was sich darin eingeschlossen findet? Wogegen richtet sich ihr Einbruch, und welcher Leere verdankt sie die freie Fülle ihres Seins, wenn nicht genau dem, was sie mit ihrer gewaltsamen Geste überquert und was sie in dem Strich, den sie austilgt, zu durchkreuzen wählt?&lt;br /&gt;Die Überschreitung ist somit nicht für die Grenze, was das Schwarze für das Weiße, das Verbotene für das Erlaubte, das Äußere für das Innere, das Ausgeschlossene für den geschützten Raum der festen Bleibe ist. Sie ist ihr eher durch ein bohrendes Verhältnis verbunden, mit dem kein einfacher Einbruch zu Rande kommen kann. Vielleicht ist Überschreitung so etwas wieder Blitz in der Nacht, der vom Grunde der Zeit dem, was sie verneint, ein dichtes und schwarzes Sein verleiht, es von innen heraus und von unten bis oben erleuchtet und dem er dennoch seine Einzigartigkeit verdankt. Er verliert sich in dem Raum den sie in ihrer Souveränität bezeichnet, und verfällt schließlich in Schweigen, nachdem er dem Dunkel einen Namen gab.&lt;br /&gt;Um diese so reine und so verwickelte Existenz zu denken, sie von sich aus und in dem von ihr hervorgehobenen Raum zu denken, muss man sie aus ihren zweifelhaften Verwandtschaften mit der Ethik herauslösen und sie vom Skandalösen oder Subversiven befreien, das heißt von dem, was von der Macht des Negativen beseelt ist. Die Überschreitung ist eine Gegenüberstellung von nichts mit nichts, sie lässt nichts lächerlich werden, versucht nicht, die Tragfähigkeit der Fundamente zu erschüttern; sie unternimmt nichts, um der anderen Seite des Spiegels jenseits der unsichtbaren und unüberwindlichen Linie zu neuem Glanz zu verhelfen. Eben weil sie weder Gewalt in einer geteilten Welt ist (in einer ethischen Welt) noch Triumph über die Grenzen, die sie auslöscht (in einer dialektischen oder revolutionären Welt), macht sie sich im Inneren der Grenze das maßlos Maß der Distanz zu Eigen, die sich dort eröffnet und den leuchtenden Strich zieht, der sie sein lässt. Nichts ist in der Überschreitung negativ. Sie bejaht das begrenzte Sein, sie bejaht dieses Unbegrenzte, in das sie hineinspringt und erstmals für die Existenz öffnet. Dennoch kann man sagen, dass diese Bejahung nichts Positives hat: Kein Inhalt kann sie binden, da per definitionem keine Grenze sie zurückhalten kann. Vielleicht ist sie nichts anderes als die Bejahung der Teilung. Allerdings sollte man dieses Wort von allem entlasten, was an die Geste des Bruchs oder and die Herbeiführung einer Trennung oder an das Maß einer Abweichung erinnern kann und ihr allein das lassen, was in ihr das Sein der Differenz bezeichnen kann.“ &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;[Foucault, Michel: Dits et Ecrits I]&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5479110003978144296-3676163458047488182?l=foucaultundco.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://foucaultundco.blogspot.com/feeds/3676163458047488182/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5479110003978144296&amp;postID=3676163458047488182' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/3676163458047488182'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/3676163458047488182'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://foucaultundco.blogspot.com/2008/09/michel-foucault-das-spiel-der-grenzen.html' title='Michel Foucault: Das Spiel der Grenzen und der Überschreitung'/><author><name>zara</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5479110003978144296.post-4350077382457093945</id><published>2008-09-18T11:03:00.011+02:00</published><updated>2008-09-18T11:19:03.426+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Foucault: Geschichte der Gouvernementalität'/><title type='text'>Michel Foucault: angenommen der Wahnsinn existiert nicht</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;em&gt;Nichtexistenz als Methode? &lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;strong&gt;Michel Foucault in der Vorlesung vom 10. Januar 1979:&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;"Die Methode bestand darin, zu sagen: Angenommen, der Wahnsinn existiert nicht. Was ist dann die Geschichte, die man anhand dieser verschiedenen Ereignisse, dieser verschiedenen Praktiken schreiben kann, die sich anscheinend um diese unterstellte Sache, den Wahnsinn, gruppieren? Ich möchte hier also genau das Gegenteil des Historizismus tun. Also nicht die Universalien befragen, indem ich als kritische Methode die Geschichte verwende, sondern von der Entscheidung der Nichtexistenz der Universalien ausgehen, um die Frage zu stellen, was für eine Geschichte man schreiben könnte."&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;[Michel Foucault: die Geburt der Biopolitik]&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;a href="http://foucaultundco.blogspot.com/2008/08/der-foucaultsche-werkzeugkasten.html"&gt;Der foucaultsche Werkzeugkasten&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5479110003978144296-4350077382457093945?l=foucaultundco.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://foucaultundco.blogspot.com/feeds/4350077382457093945/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5479110003978144296&amp;postID=4350077382457093945' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/4350077382457093945'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/4350077382457093945'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://foucaultundco.blogspot.com/2008/09/michel-foucault-angenommen-der-wahnsinn.html' title='Michel Foucault: angenommen der Wahnsinn existiert nicht'/><author><name>zara</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5479110003978144296.post-6052471984254081062</id><published>2008-09-17T00:04:00.001+02:00</published><updated>2008-09-17T00:06:33.467+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Foucault: Die Ordnung der Dinge'/><title type='text'>Michel Foucault: die Grenze unseres Denkens</title><content type='html'>"Dieses Buch hat seine Entstehung einem Text von Borges zu verdanken. Dem Lachen, das bei seiner Lektüre alle Vertrautheiten unseres Denkens auftrüttelt, des Denkens unserer Zeit und unseres Raumes, das alle geordneten Oberflächen und Pläne erschüttert, die für uns die zahlenmäßige Zunahme der Lebewesen klug erscheinen lassen und unsere tausendjährige Handhabung des Gleichen und des Anderen [...] schwanken läßt und in Unruhe versetzt. Dieser Text zitiert 'eine gewisse chinesische Enzyklopädie', in der es heißt, daß 'die Tiere sich wie folgt grupperen: a) Tiere, die dem Kaiser gehören, b) einbalsamierte Tiere, c) gezähmte, d) Milchschweine, e) Sirenen, f) Fabeltiere, g) herrenlose Hunde, h) in diese Gruppierung gehörige, i) die sich wie Trolle gebärden, k) die mit einem ganz feinen Pinsel aus Kamelhaar gezeichnet sind, l) und so weiter, m) die den Wasserkrug zerbrochen haben, n) die von weitem wie Fliegen aussehen'. Beim Erstaunen über diese Taxionomie erreicht man mit einem Sprung, was in dieser Aufzählung uns als der exotische Zauber eines anderen Denkens bezeichnet wird - die Grenze unseres Denkens: die schiere Unmöglichkeit, das zu denken."&lt;br /&gt;[Michel Foucault: Die Ordnung der Dinge]&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5479110003978144296-6052471984254081062?l=foucaultundco.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://foucaultundco.blogspot.com/feeds/6052471984254081062/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5479110003978144296&amp;postID=6052471984254081062' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/6052471984254081062'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/6052471984254081062'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://foucaultundco.blogspot.com/2008/09/michel-foucault-die-grenze-unseres.html' title='Michel Foucault: die Grenze unseres Denkens'/><author><name>zara</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5479110003978144296.post-8905385774238166360</id><published>2008-09-13T16:37:00.002+02:00</published><updated>2008-09-13T16:41:03.877+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Foucault: Dits et Ecrits'/><title type='text'>Michel Foucault: sich selbst verwandeln</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;"Ich kümmere mich in keiner Weise um den universitären Status dessen, was ich tue, weil mein Problem meine eigene Verwandlung ist. Das ist auch der Grund, warum ich, wenn die Leute zu mir sagen: 'Vor einigen Jahren dachten Sie jenes, und jetzt behaupten Sie etwas anderes', antworte: 'Glauben Sie, dass ich während all dieser Jahre so viel gearbeitet habe, um dasselbe zu sagen und nicht verwandelt zu werden?' Diese Selbstverwandlung durch das eigene Wissen ist, glaube ich, etwas, das der ästhetischen Erfahrung recht nahe ist. Warum würde ein Maler arbeiten, wenn er nicht durch seine Malerei verwandelt wird?"&lt;br /&gt;[Michel Foucault: Dits et Ecrits IV]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5479110003978144296-8905385774238166360?l=foucaultundco.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://foucaultundco.blogspot.com/feeds/8905385774238166360/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5479110003978144296&amp;postID=8905385774238166360' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/8905385774238166360'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/8905385774238166360'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://foucaultundco.blogspot.com/2008/09/michel-foucault-sich-selbst-verwandeln.html' title='Michel Foucault: sich selbst verwandeln'/><author><name>zara</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5479110003978144296.post-6404378626558062123</id><published>2008-09-13T01:10:00.006+02:00</published><updated>2008-09-13T01:25:07.725+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Foucault: Dits et Ecrits'/><title type='text'>Michel Foucault: an die eigene Identität gefesselt</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:arial;"&gt;"Das Hauptziel dieser Kämpfe ist nicht so sehr der Angriff auf diese oder jene Machtinstitution, Gruppe, Klasse oder Elite, sondern vielmehr auf eine Technik, eine Form von Macht. Diese Form von Macht wird unmittelbar im Alltagsleben spürbar, welches das Individuum im Kategorien einteilt, ihm seine Individualität aufprägt, es an seine Identität fesselt, ihm ein Gesetz der Wahrheit auferlegt, das es anerkennen muß und das andere in ihm anerkennen müssen. Es ist eine Machtform, die aus Individuen Subjekte macht. Das Wort Subjekt hat einen zweifachen Sinn: vermittels Kontrolle und Abhängigkeit jemanden unterworfen sein und durch Bewußtsein und Selbsterkenntnis seiner eigenen Identität verhaftet sein. Beide Bedeutungen unterstellen eine Form von Macht, die einen unterwirft und zu jemandes Subjekt macht.&lt;br /&gt;Allgemein kann man sagen, daß es drei Typen von Kämpfen gibt: die gegen Formen der (ethische, sozialen und religiösen) Herrschaft; die gegen Formen der Ausbeutung, die das Individuum von dem trennen, was es produziert; die gegen all das, was das Individuum an sich selber fesselt und dadurch anderen unterwirft (Kämpfe gegen Subjektivierung, gegen Formen von Subjektivitänt und Unterwerfung)."&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;[Michel Foucault: Warum ich die Macht untersuche: Die Frage des Subjekts]&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5479110003978144296-6404378626558062123?l=foucaultundco.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://foucaultundco.blogspot.com/feeds/6404378626558062123/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5479110003978144296&amp;postID=6404378626558062123' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/6404378626558062123'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/6404378626558062123'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://foucaultundco.blogspot.com/2008/09/michel-foucault-die-eigene-identitt.html' title='Michel Foucault: an die eigene Identität gefesselt'/><author><name>zara</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5479110003978144296.post-2270519180735078202</id><published>2008-09-09T21:41:00.004+02:00</published><updated>2008-09-13T01:23:45.710+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Foucault: In Verteidigung der Gesellschaft'/><title type='text'>Michel Foucault: dazu verdammt die Wahrheit zu gestehen ...</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Michel Foucault in der Vorlesung vom 14. Januar 1976 über das Verhältnis von Macht und Wahrheit:&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;"Wir sind gezwungen, Wahrheit mit Hilfe der Macht, die diese Wahrheit verlangt und zu ihrem Funktionieren benötigt, zu produzieren; wir müssen die Wahrheit sagen, wir werden dazu gezwungen, wir sind dazu verdammt, die Wahrheit zu gestehen oder sie zu finden. Die Macht hört nicht auf zu fragen, uns zu befragen; sie hört nicht auf zu untersuchen, zu registrieren; sie institutionalisiert die Suche nach der Wahrheit, professionalisiert sie und entschädigt dafür. Wir müssen die Wahrheit produzieren, wie wir Reichtümer produzieren müssen, ja, wir müssen die Wahrheit produzieren, um Reichtümer produzieren zu können. Und andererseits sind wir auch der Wahrheit unterworfen, in dem Sinne, daß die Wahrheit Gesetz macht; es ist der wahre Diskurs, der zumindest teilweise entscheidet und Machtwirkungen mit sich führt und vorantreibt. Schließlich werden wir beurteilt, verurteilt, klassifiziert und zu Aufgaben gezwungen, wird uns eine bestimmte Art zu leben oder zu sterben entsprechend wahrer Diskurse mit spezifischen Machtwirkungen auferlegt."&lt;br /&gt;[Michel Foucault: In Verteidigung der Gesellschaft]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5479110003978144296-2270519180735078202?l=foucaultundco.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://foucaultundco.blogspot.com/feeds/2270519180735078202/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5479110003978144296&amp;postID=2270519180735078202' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/2270519180735078202'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/2270519180735078202'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://foucaultundco.blogspot.com/2008/09/michel-foucault-dazu-verdammt-die.html' title='Michel Foucault: dazu verdammt die Wahrheit zu gestehen ...'/><author><name>zara</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5479110003978144296.post-4022070409859303030</id><published>2008-09-06T01:14:00.004+02:00</published><updated>2008-11-14T01:06:21.549+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Zara an Monsieur Foucault'/><title type='text'>Text als Hirnoperation</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Das mit dem &lt;a href="http://foucaultundco.blogspot.com/2008/08/michel-foucault-ber-das-schreiben-von.html"&gt;Verkohlen&lt;/a&gt; hat wohl nicht so recht geklappt. Im Gegenteil, nach den &lt;a href="http://foucaultundco.blogspot.com/search/label/Dits%20et%20Ecrits"&gt;Dits et Ecrits&lt;/a&gt; sind jetzt auch noch alle Ihre Vorlesungen veröffentlicht worden. Gemein? Ich weiß nicht, immerhin liegen Sie in der Kiste.&lt;br /&gt;Operationsmesser in meinem Hirnstollen hin und wieder, wenn ich Texte von Ihnen lese, manchmal auch Feuerwerke. Mit dem Verkohlen bin ich allerdings nicht einverstanden. Aber vielleicht meint Verkohlen auch etwas anderes, kein Original. Zitiertes Verkohlen? Lesen und nicht darauf rumreiten, welches die beste, genaueste oder richtigste Interpretation des Textes ist, sondern lesen und sich inspirieren lassen. &lt;a href="http://foucaultundco.blogspot.com/2008/08/werkzeugkisten.html"&gt;Werkzeugkiste&lt;/a&gt; eben ...&lt;br /&gt;Fehlt noch die Frage nach dem wirklichen Kampf. Was das Schreiben angeht, haben Sie vollkommen recht, deshalb genug für heute.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5479110003978144296-4022070409859303030?l=foucaultundco.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://foucaultundco.blogspot.com/feeds/4022070409859303030/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5479110003978144296&amp;postID=4022070409859303030' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/4022070409859303030'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/4022070409859303030'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://foucaultundco.blogspot.com/2008/09/text-als-hirnoperation.html' title='Text als Hirnoperation'/><author><name>zara</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5479110003978144296.post-2658182077456830922</id><published>2008-08-27T11:45:00.004+02:00</published><updated>2008-09-13T01:25:07.726+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Foucault: Dits et Ecrits'/><title type='text'>Michel Foucault über das Schreiben von Molotowcocktails</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;strong&gt;Michel Foucaults Antwort auf die Frage von Jean-Louis Ezine ob er sich nicht gefalle in einem gewissen Negativismus:&lt;/strong&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;"Ja, ich finde großen Gefallen daran. Die Bourgeoisie ist ja keineswegs so dumm und verschlafen, wie Baudelaire gedacht hat. Die Bourgeoisie ist intelligent, scharfsichtig und berechnend. Keine Herrschaftsform war jemals so fruchtbar und damit so gefährlich, so tief eingewurzelt wie die ihrige. Wenn man ihr laute Anklagen entgegenschleudert, wird sie nicht umfallen; sie wird nicht verlöschen wie eine Kerze, die man ausbläst. Das rechtfertigt eine gewisse Traurigkeit. Umso mehr gilt es, in den Kampf soviel Fröhlichkeit, Helligkeit und Ausdauer wie nur möglich hineinzutragen. wirklich traurig wäre, sich nicht zu schlagen ..&lt;br /&gt;Im Grunde will ich gar nicht schreiben. Schreiben ist eine sehr schwer zu überstehende und übersteigerte Tätigkeit. Das Schreiben interessiert mich nur, sofern es sich als Instrument, Taktik, Erhellung in einem wirklichen Kampf einfügt. Ich möchte, daß meine Bücher so etwas wie Operationsmesser, Molotowcocktails oder unterirdische Stollen sind und daß sie nach dem Gebrauch verkohlen wie Feuerwerke…"&lt;br /&gt;[Michel Foucault: Die fröhliche Wissenschaft des Judo; auch Dits et Ecrits]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;a href="http://foucaultundco.blogspot.com/2008/08/werkzeugkisten.html"&gt;kommentiert&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt; &lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5479110003978144296-2658182077456830922?l=foucaultundco.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://foucaultundco.blogspot.com/feeds/2658182077456830922/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5479110003978144296&amp;postID=2658182077456830922' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/2658182077456830922'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/2658182077456830922'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://foucaultundco.blogspot.com/2008/08/michel-foucault-ber-das-schreiben-von.html' title='Michel Foucault über das Schreiben von Molotowcocktails'/><author><name>zara</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5479110003978144296.post-8777346514774951888</id><published>2008-08-23T13:39:00.007+02:00</published><updated>2008-09-13T01:29:44.251+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Zara kommentiert'/><title type='text'>Der Foucaultsche Werkzeugkasten</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;em&gt;Das erste Kapitel aus meiner Magisterarbeit [Die Machtsysteme demontieren ... Michel Foucaults Konzept der Gouvernementalität]&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;a title="Michel Foucault: Spurensuche" href="http://foucaultundco.blogspot.com/2008/08/spuren_15.html"&gt;„Ich könnte Ihnen sagen ..."&lt;/a&gt; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;[1]&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:130%;"&gt;&lt;strong&gt;Im Krebsgang …&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Foucaults Werk wird häufig als fragmentarisch, wenn nicht sogar als zerrissen und widersprüchlich beschrieben und auch Foucault selbst bestätigt, dass dieser Eindruck entstehen kann. Am 31. Januar 1979, während einer Vorlesung am Collège de France, sagt er zu seinem methodischen Vorgehen: „[…] denn, wie Sie wissen, bin ich wie ein Krebs, ich bewege mich seitwärts […].“&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;[2]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; Dies macht es in der Tat manchmal nicht ganz einfach, einen roten Faden zu finden. Aus der Nähe betrachtet, wirken seine Bücher manchmal wie unzusammenhängende Spuren. Statt sich aufeinander zu beziehen, scheinen sie beziehungslos nebeneinander zu stehen und sich bisweilen sogar zu widersprechen. Fink-Eitel geht in seiner Einführung zu Foucault sogar so weit, zu bemerken, dass man, wenn man es nicht wüßte, die Bücher Foucaults „[…] für die Werke verschiedener Autoren halten könnte […].“&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;[3]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; Während der Vorlesung vom 7. Januar 1976 erklärt Foucault diesen Eindruck folgendermaßen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;„Was mich betrifft, so kam ich mir wie ein Fisch vor, der aus dem Wasser hochspringt und auf der Oberfläche eine kleine, kurze Schaumspur hinterläßt und der glauben machen will oder glauben möchte oder vielleicht tatsächlich selbst glaubt, daß er weiter unten, dort, wo man ihn nicht mehr sieht, wo er von niemandem bemerkt oder kontrolliert wird, einer tieferen, kohärenteren, vernünftigeren Bahn folgt.“&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;[4]&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;br /&gt;Tatsächlich sind Foucaults Bücher mehr als nur Fragmente, es gibt einen roten Faden, der sich durch sein Werk zieht, auch wenn dieser nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen ist. Um die Bahn, der er folgt, sehen zu können, ist es allerdings notwendig, aus einiger Entfernung auf die Schaumspur zu blicken, die seine einzelnen Bücher hinterlassen haben. Dass sich Foucaults Schwerpunktsetzungen und theoretische Positionen im Laufe der Jahre verschieben, ist weniger ein Indiz dafür, dass sein Vorgehen und seine Positionen inkohärent sind, als Zeichen einer fortwährenden Entwicklung. Er schwimmt nicht auf der Stelle, sondern er folgt unter der Oberfläche einer Bahn, was an den Schaumspuren, die seine Bücher hinterlassen, sichtbar wird. Seinen Kritikern stellt er die Frage: „Glauben Sie, dass ich während all dieser Jahre so viel gearbeitet habe, um dasselbe zu sagen und nicht verwandelt zu werden?“&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;[5]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; Und in einem Gespräch mit Rux Martin vom Oktober 1982 bemerkt er:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;„Das Wichtigste im Leben und in der Arbeit ist, etwas zu werden, das man am Anfang nicht war. Wenn Sie ein Buch beginnen und wissen schon am Anfang, was Sie am Ende sagen werden, hätten Sie dann noch den Mut, es zu schreiben? Was für das Schreiben gilt und für eine Liebesbeziehung, das gilt für das Leben überhaupt. Das Spiel ist deshalb lohnend, weil wir nicht wissen, was am Ende dabei herauskommen wird.“&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;[6]&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Versucht man sein Gesamtwerk vor diesem Hintergrund zu systematisieren, dann erscheint es schlüssig, es in verschiedene chronologisch aufeinanderfolgende Phasen einzuteilen: die Archäologie in den 1960er Jahren, die Genealogie in den 1970er Jahren und die Subjekttheorie in den 1980er Jahren.&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;[7]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; Während der archäologischen Phase entwickelt Foucault seine Diskurstheorie und konzentriert sich auf die Analyse diskursiver Formationen. Im Zentrum seiner Analysen steht die Aussage, ihre politischen, ökonomischen und sozialen Bedingungen vernachlässigt er. Diese treten während der genealogischen Phase in den Vordergrund, während der Foucault sich auf die Analyse der Machtmechanismen und ihr Verhältnis zu den Wissensformen konzentriert. Während der subjekttheoretischen Phase befasst er sich schließlich mit der Ethik des Selbst: Subjektivierungsformen, Selbstführungskonzepte und das Verhältnis von Macht und Subjektivität rücken während dieser Phase in den Mittelpunkt seines Interesses.&lt;br /&gt;Ordnet man die zu Lebzeiten veröffentlichten Hauptwerke Foucaults den jeweiligen Phasen zu, dann gehören Wahnsinn und Gesellschaft&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;[8]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;, Die Geburt der Klinik&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;[9]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;, &lt;a title="Michel Foucault: Die Ordnung der Dinge" href="http://foucaultundco.blogspot.com/search/label/Die%20Ordnung%20der%20Dinge"&gt;Die Ordnung der Dinge&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;[10]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; und die &lt;a title="Michel Foucault: Archäologie des Wissens" href="http://foucaultundco.blogspot.com/search/label/ArchÃ¤ologie%20des%20Wissens"&gt;Archäologie des Wissens&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;[11]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; zur archäologischen oder diskurstheoretischen Phase. Das aus der Antrittsvorlesung Foucaults am 2. Dezember 1970 anlässlich seiner Berufung auf den Lehrstuhl für Geschichte der Denksysteme am Collège de France hervorgegangene Buch Die Ordnung des Diskurses&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;[12]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; bildet den Übergang von der archäologischen zur genealogischen Phase und ordnet sich folglich zwischen diese beiden Phasen ein. &lt;a title="Michel Foucault: Überwachen und Strafen" href="http://foucaultundco.blogspot.com/search/label/%C3%9Cberwachen%20und%20Strafen"&gt;Überwachen und Strafen&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;[13]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; und der erste Band von Sexualität und Wahrheit, Der Wille zum Wissen&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;[14]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;, sind der genealogischen oder machtanalytischen Phase zuzuordnen und die Bände zwei und drei von Sexualität und Wahrheit, &lt;a title="Michel Foucault: Der Gebrauch der Lüste" href="http://foucaultundco.blogspot.com/search/label/Der%20Gebrauch%20der%20LÃ¼ste"&gt;Der Gebrauch der Lüste&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;[15]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; und Die Sorge um sich&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;[16]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;, der Subjekttheorie und der Ethik des Selbst.&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;[17]&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Der theoretische Bruch, der häufig zwischen der Machtanalytik der zweiten Phase und der Subjekttheorie der dritten Phase konstatiert wird und der auf der Annahme beruht, dass sich Foucaults Machtanalytik selbst in eine Sackgasse manövriert hat und Foucault diese deshalb verworfen und das theoretische Feld hin zur Subjekttheorie gewechselt hat, ist ungenau. Fink-Eitel irrt sich, wenn er schreibt: „Die Machttheorie sitzt in dem Käfig fest, den sie sich selbst gebaut hat [...].“&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;[18]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; Die Schlussfolgerung von Lemke, dass Foucaults Beschäftigung mit den Subjektivierungsprozessen Ergebnis und Konsequenz seiner Auseinandersetzung mit den Machtpraktiken und als deren Erweiterung aufzufassen ist, erscheint dagegen überzeugender.&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;[19]&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Lässt man Foucault die Entwicklung der Themen und Fragestellungen, welche seiner theoretischen Arbeit zugrunde liegt, rückblickend selbst beschreiben, dann erscheint diese durchaus kohärent:&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;br /&gt;„Bisher habe ich drei traditionelle Probleme untersucht: 1. Welches Verhältnis haben wir zur Wahrheit durch wissenschaftliche Erkenntnis, zu jenen 'Wahrheitsspielen', die so große Bedeutung in der Zivilisation besitzen und deren Subjekt und Objekt wir gleichermaßen sind? 2. Welches Verhältnis haben wir aufgrund dieser seltsamen Strategien und Machtbeziehungen zu den anderen? 3. Welche Beziehungen bestehen zwischen Wahrheit, Macht und Subjekt? Ich möchte all das mit einer Frage beschließen: Was könnte klassischer sein als diese Fragen und systematischer als der Weg von Frage eins über Frage zwei zu Frage drei und zurück zu Frage eins. Genau an diesem Punkt bin ich jetzt.“&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;[20]&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:130%;"&gt;&lt;strong&gt;… mit Hilfe der Genealogie …&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Foucault entwickelt keinen eigenständigen und einheitlichen Theorieapparat, von dem ausgehend er sich seinen Untersuchungsgegenständen nähert. Mit der Archäologie und der Genealogie entwirft er zwar zwei zentrale Untersuchungsmethoden, allerdings sind diese eher als übergeordnete Herangehensweisen aufzufassen, die er gegebenenfalls an seine Untersuchungsgegenstände anpasst. So sagt er selbst: „Ich habe keine Methode, die ich unterschiedslos auf verschiedene Bereiche anwende.“&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;[21]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; Stattdessen entwickelt er seine Analyseinstrumente immer in Bezug auf die jeweiligen Objekte, die er untersucht, da, wie er meint,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;„[…] keine Methode um ihrer selbst willen eingesetzt werden darf.“&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;[22]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt; Mit dem Diskurs untersucht er den Wahnsinn, mit dem Dispositiv die Delinquenz, die Sexualität anhand der Macht/Wissen-Komplexe und den Staat mit Hilfe der Gouvernementalität.&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;[23]&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;br /&gt;„Ich taste mich voran und fabriziere nach besten Kräften Instrumente, die Objekte sichtbar machen sollen. Ein wenig sind diese Objekte durch die guten oder schlechten Instrumente bestimmt, die ich da fabriziere. Und sie sind falsch, wenn meine Instrumente falsch sind... Ich versuche, meine Instrumente über die Objekte zu korrigieren, die ich damit zu entdecken glaube, und dann zeigt das korrigierte Instrument, dass die von mir definierten Objekte nicht ganz so sind, wie ich gedacht hatte. So taste ich mich voran oder stolpere von Buch zu Buch.“&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;[24]&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Dass Foucault seine Analyseinstrumente an den von ihm untersuchten Objekten ausrichtet, bedeutet jedoch nicht, dass er diese Objekte zum Ausgangspunkt seiner Untersuchungen macht. Im Gegenteil, er untersucht die Geschichte des Wahnsinns, des Staates, der Delinquenz oder der Sexualität, indem er von deren Nicht-Existenz ausgeht. Foucault befragt den Wahnsinn oder den Staat nicht nach ihrer Geschichte oder Entwicklung, sondern er fragt nach den Bedingungen und Praktiken, die diese als Objekte konstituiert haben. Statt Universalien&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;[25]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; wie den Staat oder den Wahnsinn als Raster zu nehmen, in das sich konkrete Praktiken einordnen lassen, nimmt er die konkreten Praktiken als Raster, in das er die Universalien einordnet.&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;[26]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; Er sagt nicht, angenommen der Wahnsinn oder der Staat existieren, wie ist ihre Geschichte, wie hat sich ihr Erscheinungsbild im Laufe der Zeit verändert. Er sagt statt dessen:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;„Angenommen, der Wahnsinn existiert nicht. Was ist dann die Geschichte, die man anhand dieser verschiedenen Ereignisse, dieser verschiedenen Praktiken schreiben kann, die sich anscheinend um diese unterstellte Sache, den Wahnsinn, gruppieren?“&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;[27]&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;br /&gt;Dies bedeutet nicht, dass es sich bei den Phänomenen, auf die sich der Begriff Wahnsinn bezieht, um bloße Trugbilder handelt. Mit der Feststellung, der Wahnsinn existiere nicht, möchte Foucault weniger die Existenz der Phänomene, die als Wahnsinn bezeichnet werden, leugnen, sondern vielmehr den dem Wahnsinn unterstellten universellen Charakter zurückweisen. Es geht Foucault aber um mehr als die bloße Feststellung, dass sich das Erscheinungsbild und die Wahrnehmung von Universalien wie beispielsweise dem Wahnsinn mit der Zeit verändern können, es geht ihm darum, die Bedingungen zu erkennen, „[…] die es den Regeln des Wahr- oder Falsch-Sagens folgend erlauben, ein Subjekt als geisteskrank zu erkennen […]“&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;[28]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; und „[…] die Bewegung zu erfassen, mit deren Hilfe […] sich ein Wahrheitsfeld mitsamt der Wissensgegenstände bildete.“&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;[29]&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Diese Vorgehensweise ist ein Teil der Foucaultschen Genealogie, die er in Anlehnung an Nietzsches Genealogie der Moral&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;[30]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; entwickelt. Mit dem allgemeinen Verständnis von Genealogie im Sinne von Abstammungs- oder Verwandtschaftslehre hat diese jedoch nur sehr entfernt etwas zu tun.&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;[31]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; Die Genealogie Foucaults beschäftigt sich in erster Linie mit den äußeren Bedingungen und den sozialen Praktiken, die den Diskurs ermöglichen. Im Zentrum des genealogischen Interesses befindet sich im Gegensatz zur Archäologie, die sich vor allem mit den immanenten Regeln des Diskurses im Rahmen der Sprache und Zeichen befasst, die Frage nach den Machtverhältnissen.&lt;br /&gt;Wie Foucault während der Vorlesung vom 8. Februar 1978 darlegt, besteht das Vorgehen der genealogischen Analyse darin, aus der Institution herauszutreten und die Machtbeziehungen ausgehend von den Technologien und Strategien zu analysieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;„Eine derartige Methode besteht im Grunde genommen darin, hinter die Institution zu gelangen, um hinter ihr […] das wiederzufinden, was man eine Machttechnologie nennen kann. Gerade von da her macht es diese Analyse möglich, […] eine genealogische Analyse, die ein ganzes Geflecht von Bündnissen, Verbindungen, Stützpunkten rekonstruiert. […] Man muß aus der Institution heraustreten, um sie durch den globalen Gesichtspunkt der Machttechnologie zu ersetzen.“&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;[32]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das heißt, um den Wahnsinn zu verstehen, genügt es nicht, die Psychiatrie von innen heraus zu untersuchen, sondern es ist notwendig, sie im Verhältnis zum Außenraum der Gesellschaft zu analysieren. Ebensowenig ist es ausreichend, die innere Funktion der Psychiatrie zu untersuchen, stattdessen muss analysiert werden, in welche äußeren Strategien und Taktiken sie eingebettet ist.&lt;br /&gt;Foucault bezeichnet die Genealogie auch als Anti-Wissenschaft, die den absoluten Wahrheitsanspruch der Wissenschaften kritisieren und deren Hierarchisierungen und Machtwirkungen unterlaufen soll. Die Genealogie bringt die unterdrückten und nicht-qualifizierten Wissensarten wie beispielsweise das Wissen der Kranken, das Wissen der Psychiatrisierten und das Wissen der Delinquenten ins Spiel und führt sie gegen das anerkannte Wissen der Wissenschaft ins Feld.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;„Die Genealogie wäre somit […] eine Art Versuch, die historischen Wissensarten aus der Unterwerfung zu befreien, d. h. sie fähig zum Widerstand und zum Kampf gegen den Zwang eines theoretischen, einheitlichen, formalen und wissenschaftlichen Diskurses zu machen. Aktivierung der lokalen [...] Wissensarten gegen die wissenschaftliche Hierarchisierung des Wissens und die ihr innewohnenden Machtwirkungen: genau das ist die Absicht dieser ungeordneten und fragmentarischen Genealogien.“&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;[33]&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Den Wahrheitsanspruch der Wissenschaften in Frage zu stellen bedeutet auch, dass die Genealogie nicht nach einem Ursprung sucht, da die Suche nach dem Ursprung immer auch eine Suche nach dem Ort der Wahrheit ist. Die Genealogie sucht statt dessen nach der Entstehung und der Herkunft. Dabei geht es weder darum, die Geschichte von einem Endpunkt aus zu erklären, noch eine Kontinuität zwischen der Abfolge von Ereignissen herzustellen. Im Gegenteil, die Suche nach der Entstehung und der Herkunft ist der Suche nach dem Ursprung entgegengesetzt. Sie soll die Kontinuität und Kohärenz auflösen und die Zufälligkeiten, Abweichungen, Irrtümer und Richtungswechsel der Ereignisse aufzeigen. „Die Erforschung der Herkunft schafft keine sichere Grundlage; sie erschüttert, was man für unerschütterlich hielt; sie zerbricht, was man als eins empfand; sie erweist als heterogen, was mit sich übereinzustimmen schien.“&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;[34]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; Die Entstehung ist nicht wie der Ursprung ein Ort der Wahrheit und Begründung, von dem ausgehend eine kontinuierliche Entwicklung gezeichnet wird. Entstehung meint statt dessen das zufällige Auftauchen innerhalb eines zu einem bestimmten Zeitpunkt gegebenen Kräftefeldes. Die Analyse der Entstehung hat das Ziel, dieses Kräftefeld, das sie hat auftauchen lassen, sichtbar zu machen.&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;[35]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;br /&gt;Der Genealogie geht es nicht darum, die Wahrheit, das Wesen oder den Kern der Dinge zu entdecken, sondern darum, aufzudecken, dass es eine solche Wahrheit nicht gibt, dass die Dinge kein Wesen und keinen Kern besitzen. Sie sucht nicht nach einer sinnstiftenden Begründung als Bedingung unserer Existenz, indem sie versucht, den Ursprung und die Einheit unserer Identität nachzuzeichnen. Vielmehr versucht sie, die Kontingenz und die Zufälligkeit unserer gegenwärtigen Existenz aufzuzeigen. „[...] es heißt entdecken, dass an der Wurzel dessen, was wir erkennen und was wir sind, nicht die Wahrheit liegt und auch nicht das Sein, sondern die Äußerlichkeit des Zufalls.“&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;[36]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; Statt einen kontinuierlichen Bogen zwischen einem vorgestellten Ursprung und der Gegenwart zu spannen, zerbricht die Genealogie die von der Geschichtsschreibung konstruierte kontinuierliche Entwicklung unserer Existenz. Sie löst die Einheit unserer Identität auf und verweist auf die Brüche und Diskontinuitäten unserer Herkunft und Entstehung.&lt;br /&gt;Die Genealogie beschäftigt sich mit der Konstitution von Wissen, Diskursen und Dingen, vermeidet gleichzeitig aber, sich auf ein konstituierendes Subjekt zu beziehen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;„[…] das heißt, man muss zu einer Analyse gelangen, die der Konstitution des Subjekts in der historischen Verlaufsform Rechnung tragen könnte. Und das ist das, was ich Genealogie nennen würde, das heißt eine Form von Geschichte, die der Konstitution der Wissensarten, der Diskurse, der Gegenstandsbereiche usw. Rechnung trägt, ohne sich auf ein Subjekt beziehen zu müssen […].“&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;[37]&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Indem die Genealogie ein konstituierendes Subjekt verwirft und statt dessen das Subjekt selbst als konstituiert beschreibt, macht sie nicht nur deutlich, dass wir nicht zwangsläufig das sein müssen, was wir gegenwärtig sind. Sie führt uns damit auch die Freiheit vor Augen, uns zu verändern. Die Genealogie „[…] wird vielmehr aus der Kontingenz, die uns zu dem gemacht hat, was wir sind, die Möglichkeit herauslösen, nicht mehr das zu sein, zu tun oder zu denken, was wir sind, tun oder denken.“&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;[38]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:130%;"&gt;&lt;strong&gt;… die Machtverhältnisse demontieren&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Die Genealogie liefert keinen Ursprung und keine Wahrheit, sie sucht nicht nach dem Wesen der Dinge, sie durchbricht die kontinuierliche Abfolge geschichtlicher Ereignisse und verabschiedet sich vom erkennenden Subjekt. Die Genealogie untersucht die Macht- und Kräfteverhältnisse, in denen sich die Diskurse formieren, sie betont die Diskontinuität und Zufälligkeit der Ereignisse und verweist auf die Brüche, die unsere Identität durchziehen.&lt;br /&gt;Bezugs- und Ausgangspunkt einer genealogischen Untersuchung ist für Foucault immer die Gegenwart. „Genealogie heißt, dass ich die Analyse von einer gegenwärtigen Frage aus betreibe.“&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;[39]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; Eine gegenwärtige Fragestellung oder ein gegenwärtiges Problem als Ausgangs- und Bezugspunkt für eine genealogische Untersuchung zu nehmen bedeutet jedoch nicht, die gegenwärtige Realität auch als End- oder Zielpunkt zu setzen, auf den sich die geschichtlichen Ereignisse in einer teleologischen Entwicklung ausgerichtet haben. Das Gegenteil ist der Fall. Die Genealogie will zeigen, dass das, was ist, nicht notwendigerweise so sein muss, wie es jetzt ist, sondern nur eine von vielen unterschiedlichen Möglichkeiten darstellt. Indem sie aufzeigt, dass die historische Entwicklung weniger eine logische Abfolge, sondern vielmehr eine zufällige Verkettung von Ereignissen darstellt, verweist sie auf die Kontingenz der Verhältnisse, in denen wir aktuell leben. In dem Gespräch mit Rux Martin vom Oktober 1982 sagt Foucault folgendes:&lt;br /&gt;„Ich möchte zeigen, dass viele Dinge, die Teil unserer Landschaft sind – und für universell gehalten werden –, das Ergebnis ganz bestimmter geschichtlicher Veränderungen sind. Alle meine Untersuchungen richten sich gegen den Gedanken universeller Notwendigkeiten im menschlichen Dasein. Sie helfen entdecken, wie willkürlich Institutionen sind, welche Freiheit wir immer noch haben und wie viel Wandel immer noch möglich ist.“&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;[40]&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Indem sie das Fundament des gegenwärtig allgemein anerkannten Wissens untergräbt, ist die Foucaultsche Genealogie somit immer auch eine Möglichkeit, die gegenwärtige Realität zu hinterfragen und zu kritisieren. Dass sich Foucault mit seinen Untersuchungen gegen die Vorstellung von universellen Notwendigkeiten und Wahrheiten wendet, ist kein Zufall, sondern das Prinzip, nach dem er seine gesamte Arbeitsweise organisiert und das Ziel, auf das er seine Untersuchungen ausrichtet. Kritik an den gegebenen Machtverhältnissen zu üben ist für Foucault Antrieb zu schreiben.&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;[41]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; Aus diesem Grund ist es für ihn und für das Verständnis seiner Arbeiten wichtig, dass sich sein Denken immer auch rückkoppelt mit konkreten politischen Kämpfen. Foucault ist nicht nur Wissenschaftler oder Philosoph, er ist auch politischer Aktivist. Wenn er es für notwendig erachtet, bezieht er politisch Stellung. So ist er beispielsweise Anfang der 1970er Jahre in der Gruppe Gefängnis-Information aktiv, die sich mit der Organisation von Demonstrationen und Pressekonferenzen und der Veröffentlichung von Artikeln kritisch zur Institution Gefängnis positioniert.&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;[42]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; In einem Interview sagt er zu der Ausrichtung dieser Aktivitäten:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;„Wenn man das Bewusstsein der Menschen verändern wollte, bräuchte man nur Zeitschriften und Bücher zu publizieren und einen Radio- oder Fernsehproduzenten für seine Ideen zu gewinnen. Wir wollen aber die Institution angreifen [...]. Wir wollen diese gelebte Ideologie über die dichte institutionelle Schicht verändern, in der sie sich eingenistet und auskristallisiert hat und in der sie sich reproduziert. Vereinfacht könnte man sagen, der Humanismus will das ideologische System ändern, ohne die Institution anzurühren; der Reformismus will die Institution ändern, ohne das ideologische System anzurühren. Revolutionäre Aktion bedeutet dagegen gleichzeitige Erschütterung des Bewusstseins und der Institution; und dazu muss sie die Machtverhältnisse angreifen, deren Werkzeug, Waffe und Panzer sie sind.“&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;[43]&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Diese politischen Aktivitäten haben seine wissenschaftlichen Fragestellungen ebenso beeinflusst, wie seine wissenschafltichen Arbeiten von seinen politischen Interventionen beeinflusst sind. Eins zu eins übersetzen lassen sich das Denken und Handeln Foucaults allerdings nicht. Trotz der vorhandenen Brüche und Widersprüche bleibt Foucault aber sowohl wissenschaftlich als auch politisch seiner Grundeinstellung treu, unbequeme Fragen zu stellen und das anerkannte Wissen und die gegenwärtigen Machtsysteme auch gegen Widerstand zu kritisieren.&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;[44]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; Foucault geht es dabei auch immer darum, herrschende Gewissheiten in Frage zu stellen und aufzudecken, wie diese entstehen und wirken, sowie neue Denkräume zu erschließen, ohne diese gleichzeitig mit abschließenden Antworten in Besitz zu nehmen.&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;[45]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; Und wenn er es als notwendig erachtet, zögert er nicht, auch seine eigenen früheren Aussagen und Positionierungen zu revidieren.&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;[46]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; Ziel seiner Arbeit ist immer, Machtsysteme zu analysieren, um ihr Funktionieren besser verstehen zu können und auf dieser Basis Werkzeuge zu entwickeln, mit deren Hilfe diese Machtsysteme demontiert werden können. Foucault bezeichnet sich selbst als Kartographen und Richtungsanzeiger, als Planzeichner, Rezeptaussteller, Werkzeughändler und Waffenschmied.&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;[47]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a title="Michel Foucault: Werkzeugkisten" href="http://foucaultundco.blogspot.com/2008/08/werkzeugkisten.html"&gt;„Alle meine Bücher ..."&lt;/a&gt; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;[48]&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;[zara pfeiffer]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt;[1]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt; Foucault, Michel: Historisches Wissen der Kämpfe und Macht. Vorlesung vom 7. Januar 1976, in: Michel Foucault: Dispositive der Macht. Über Sexualität, Wissen und Wahrheit, Berlin: Merve, 1978, S. 56. Siehe auch Michel Foucault: Vorlesung vom 7. Januar 1976, Dits et Ecrits III, Nr. 193, S. 214.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt;[2]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt; Foucault, Michel: Die Geburt der Biopolitik, 2006, S. 116.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt;[3]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt; Vgl. Fink-Eitel, Hinrich: Michel Foucault zur Einführung, 3. durchges. Aufl., Hamburg: Junius, 1997, S. 10&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt;[4]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt; Foucault: Historisches Wissen der Kämpfe und Macht, 1978, S. 56. Siehe auch Michel Foucault: Vorlesung vom 7. Januar 1976, Dits et Ecrits III, Nr. 193, S. 214.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt;[5]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt; Foucault, Michel: Michel Foucault, interviewt von Stephen Riggins, Dits et Ecrits IV, Nr. 336, S. 653.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt;[6]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt; Foucault, Michel: Wahrheit, Macht, Selbst. Ein Gespräch zwischen Rux Martin und Michel Foucault (25. Oktober 1982), Dits et Ecrits IV, Nr. 362, S. 960.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt;[7]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt; Fink-Eitel erwähnt noch eine vierte Phase, welche er in den 1950er Jahren verortet und in der Foucault eine von Heidegger inspirierte Philosophie vertritt. Vgl. Fink-Eitel: Michel Foucault zur Einführung, 1997, S. 103. Andere Autoren wiederum verzichten darauf, diese Zeit Foucaults Denkens als Phase gleichberechtigt neben die Archäologie, die Genealogie und die Subjekttheorie zu stellen. Vgl. Ruoff, Michael: Foucault-Lexikon. Entwicklung – Kernbegriffe – Zusammenhänge, Paderborn: Wilhelm Fink, 2007, S. 53.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt;[8]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt; Foucault, Michel: Wahnsinn und Gesellschaft. Eine Geschichte des Wahns im Zeitalter der Vernunft, Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1969.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt;[9]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt; Foucault, Michel: Die Geburt der Klinik. Eine Archäologie des ärztlichen Blicks, 6. Aufl., Frankfurt am Main: Fischer, 2002.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt;[10]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt; Foucault, Michel: Die Ordnung der Dinge. Eine Archäologie der Humanwissenschaften, Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1974.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt;[11]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt; Foucault, Michel: Archäologie des Wissens, Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1981.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt;[12]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt; Foucault, Michel: Die Ordnung des Diskurses, München: Hanser, 1974.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt;[13]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt; Foucault, Michel: Überwachen und Strafen. Die Geburt des Gefängnisses, Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1977.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt;[14]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt; Foucault, Michel: Der Wille zum Wissen. Sexualität und Wahrheit. Erster Band, Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1983.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt;[15]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt; Foucault, Michel: Der Gebrauch der Lüste. Sexualität und Wahrheit. Zweiter Band, Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1989.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt;[16]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt; Foucault, Michel: Die Sorge um sich. Sexualität und Wahrheit. Dritter Band, Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1989.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt;[17]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt; Vgl. Ruoff: Foucault-Lexikon, 2007, S. 21ff.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt;[18]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt; Fink-Eitel: Michel Foucault zur Einführung, 1997, S. 102.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt;[19]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt; Vgl. Lemke, Thomas: Eine Kritik der politischen Vernunft. Foucaults Analyse der modernen Gouvernementalität, Berlin/Hamburg: Argument, 1997, S. 29.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt;[20]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt; Foucault: Wahrheit, Macht, Selbst, Dits et Ecrits IV, Nr. 362, S. 965f.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt;[21]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt; Foucault: Macht und Wissen, Dits et Ecrits III, Nr. 216, S. 521f.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt;[22]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt; Foucault: Sicherheit, Territorium, Bevölkerung, 2006, S. 179.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt;[23]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt; Vgl. Lemke, Thomas: Geschichte und Erfahrung. Michel Foucault und die Spuren der Macht, in: Michel Foucault: Analytik der Macht, herausgegeben von Daniel Defert und François Ewald unter Mitarbeit von Jacques Lagrange, Auswahl und Nachwort von Thomas Lemke, Frankfurt am Main: Suhrkamp, 2005, S. 320.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt;[24]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt; Foucault: Macht und Wissen, Dits et Ecrits III, Nr. 216, S. 521f.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt;[25]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt; Foucault stützt sich hier auf das Geschichtsverständnis von Paul Veyne und dessen Überlegungen über historische Universalien. Vgl. Foucault: Die Geburt der Biopolitik, Dits et Ecrits III, Nr. 274, S. 1020.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt;[26]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt; Vgl. Foucault: Die Geburt der Biopolitik, 2006, S. 15; laut Daniel Defert notiert Foucault am 7. Januar 1979: „Die Universalien nicht dem Hobel der Geschichte überlassen, sondern die Geschichte anhand eines Denkens aufrollen, das die Universalien verwirft. Aber welche Geschichte?“ Defert, Daniel: Zeittafel, in: Daniel Defert et al. (Hg.): Michel Foucault. Schriften in vier Bänden. Dits et Ecrits. Band I. 1954-1969, Frankfurt am Main: Suhrkamp, 2005, S. 89.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt;[27]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt; Foucault: Die Geburt der Biopolitik, 2006, S. 16.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt;[28]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt; Foucault: Foucault, Dits et Ecrits IV, Nr. 345, S. 780.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt;[29]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt; Foucault: Sicherheit, Territorium, Bevölkerung, 2006, S. 177.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt;[30]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt; Vgl. Nietzsche, Friedrich: Zur Genealogie der Moral. Eine Streitschrift, in: Friedrich Nietzsche: Jenseits von Gut und Böse. Zur Genealogie der Moral. Kritische Studienausgabe. Herausgegeben von Giorgio Colli und Mazzino Montinari, 2. durchgesehene Aufl., München: dtv, 1988.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt;[31]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt; In seinem Aufsatz Nietzsche, die Genealogie, die Historie entwickelt Foucault 1971 erstmals eine systematische Darstellung der genealogischen Methode. Vgl. Foucault, Michel: Nietzsche, die Genealogie, die Historie, Dits et Ecrits II, Nr. 84, S. 166-191.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt;[32]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt; Foucault: Sicherheit, Territorium, Bevölkerung, 2006, S. 175f.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt;[33]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt; Foucault: Historisches Wissen der Kämpfe und Macht, 1978, S. 64f. Siehe auch Foucault, Michel: Vorlesung vom 7. Januar 1976, Dits et Ecrits III, Nr. 193, S. 221.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt;[34]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt; Foucault: Nietzsche, die Genealogie, die Historie, Dits et Ecrits II, Nr. 84, S. 173.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt;[35]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt; Foucault: Nietzsche, die Genealogie, die Historie, Dits et Ecrits II, Nr. 84, S. 174f.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt;[36]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt; Foucault: Nietzsche, die Genealogie, die Historie, Dits et Ecrits II, Nr. 84, S. 172.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt;[37]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt; Foucault, Michel: Gespräch mit Michel Foucault, Dits et Ecrits III, Nr. 192, S. 195.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt;[38]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt; Foucault, Michel: Was ist Aufklärung, Dits et Ecrits IV, Nr. 339, S. 702f.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt;[39]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt; Foucault, Michel: Die Sorge um die Wahrheit, Dits et Ecrits IV, Nr. 350, S. 831.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt;[40]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt; Foucault: Wahrheit, Macht, Selbst, Dits et Ecrits IV, Nr. 362, S. 961.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt;[41]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt; Vgl. Foucault, Michel: Die fröhliche Wissenschaft des Judos. Ein Gespräch mit Jean-Louis Ezine, in: Michel Foucault, Mikrophysik der Macht. Über Strafjustiz, Psychiatrie und Medizin, Berlin: Merve, 1976, S. 129. Siehe auch Foucault, Michel: Auf dem Präsentierteller, Dits et Ecrits II, Nr. 152, S. 894f.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt;[42]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt; Die Gruppe Gefängnis-Information war ein Kreis von Intellektuellen, dem u. a. auch Jean-Marie Domenach, Pierre Vidal-Naquet, Daniel Defert, Gilles Deleuze, Jacques Donzelot, Robert Castel und Jacques Rancière angehörten. Vgl. Lemke: Eine Kritik der politischen Vernunft, 1997, S. 62ff.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt;[43]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt; Foucault, Michel: Jenseits von Gut und Böse, Dits et Ecrits II, Nr. 98, S. 283.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt;[44]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt; Foucaults politische Aktivitäten beschränken sich nicht auf die Gruppe Gefängnis-Information. Unter anderem unterstützt er die polnische Gewerkschaft Solidarność, beteiligt sich an antirassistischen Initiativen, kämpft für das Recht auf Asyl und setzt sich für die sexuelle Selbstbestimmung Homosexueller ein. Vgl. Lemke: Geschichte und Erfahrung. Michel Foucault und die Spuren der Macht, 2005, S. 326.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt;[45]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt; Vgl. Ewald, François: Foucault – Ein vagabundierendes Denken, in: Michel Foucault: Dispositive der Macht. Über Sexualität, Wahrheit und Wissen, Berlin: Merve, 1978, S. 7f.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt;[46]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt; Diese Bereitschaft Foucaults, seine Positionen gegebenenfalls zu revidieren, hat bezüglich seiner politischen Positionierung bisweilen ebenso für Verwirrung gesorgt wie manche Brüche zwischen seinem theoretischen Denken und seinem politischen Handeln. So gibt es höchst unterschiedliche Einschätzungen, welcher politischen Richtung Foucault zuzuordnen ist. Vgl. Schäfer, Velten: Links handeln und rechts denken? Zur Diskussion um Foucaults politische Heimat, in: Marvin Chlada/Gerd Dembowski (Hg.): Das Foucaultsche Labyrinth. Eine Einführung, Aschaffenburg: Alibri, 2002, S. 18-26.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt;[47]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt; Vgl. Foucault: Die fröhliche Wissenschaft des Judo, 1976, S. 129. Siehe auch Foucault: Auf dem Präsentierteller, Dits et Ecrits II, Nr. 152, S. 895.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt;[48]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt; Foucault, Michel: Von den Martern zu den Zellen. Ein Gespräch mit Roger-Pol Droit, in: Michel Foucault: Mikrophysik der Macht. Über Strafjustiz, Psychiatrie und Medizin, Berlin: Merve, 1976, S. 53. Siehe auch Foucault, Michel: Von den Martern zu den Zellen, Dits et Ecrits II, Nr. 151, S. 887f.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5479110003978144296-8777346514774951888?l=foucaultundco.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://foucaultundco.blogspot.com/feeds/8777346514774951888/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5479110003978144296&amp;postID=8777346514774951888' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/8777346514774951888'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/8777346514774951888'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://foucaultundco.blogspot.com/2008/08/der-foucaultsche-werkzeugkasten.html' title='Der Foucaultsche Werkzeugkasten'/><author><name>zara</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5479110003978144296.post-1703155553366255148</id><published>2008-08-21T22:04:00.004+02:00</published><updated>2008-11-14T01:07:40.363+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Zara an Monsieur Foucault'/><title type='text'>Eine Beschwerde Monsieur Foucault</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Ehrlich gesagt, das sind &lt;a href="http://foucaultundco.blogspot.com/2008/08/fouaultsche-ausrufezeichen.html"&gt;schöne Worte&lt;/a&gt;, aber hin und wieder düften Sie sich schon etwas mehr Mühe geben, Sätze von sich zu geben, die leichter zu verstehen sind. Was bitteschön meinen Sie mit Proliferation, Juxtaposition und Disjunktion? Das ginge doch wirklich auch einfacher zu sagen, oder? (Erste Entschuldigung: der Anti-Ödipus von Deleuze und Guattari sind auch nicht ganz einfach zu lesen, zweite Entschuldigung, es handelt sich um eine Übersetzung. Halb akzeptiert)&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;"&lt;a href="http://foucaultundco.blogspot.com/2008/08/fouaultsche-ausrufezeichen.html"&gt;Gib dem den Vorzug, was positiv ist und multipel ..." &lt;/a&gt;schön und gut, aber das klingt mir auch ganz schön neoliberal, was Sie hier von sich geben, dabei gibt die &lt;a title="Die Geburt der Biopolitik" href="http://foucaultundco.blogspot.com/2008/08/die-geburt-der-biopolitik.html"&gt;Geburt der Biopolitik&lt;/a&gt;, doch eigentlich eine ganz gute Analyse des Neoliberalismus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"&lt;a href="http://foucaultundco.blogspot.com/2008/08/fouaultsche-ausrufezeichen.html"&gt;Denke nicht, daß man traurig sein muß, um militant sein zu können ..." &lt;/a&gt;Nein, das denke ich gar nicht, aber trotzdem bin ich manchmal traurig, vielleicht auch ein Grund, warum ich dann gar keine Lust auf Militanz habe, wobei wir uns erst mal unterhalten müssten, was damit gemeint sein soll.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://foucaultundco.blogspot.com/2008/08/fouaultsche-ausrufezeichen.html"&gt;Verliebe dich nicht in die Macht&lt;/a&gt;. Welche Macht, wenn ich fragen darf? Wenn ich Sie richtig verstanden habe, dann ist die Macht nie auf einer Seite ... Möglicherweise zuviel Foucault gelesen? Die Frage ist aber auch, ob es uns weiterbringt, wenn wir uns nur in Worte verlieben ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;P.S. Bisschen mehr Paranoia (wenn auch keine totalisierende) täte manchen vielleicht gar nicht so schlecht. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5479110003978144296-1703155553366255148?l=foucaultundco.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://foucaultundco.blogspot.com/feeds/1703155553366255148/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5479110003978144296&amp;postID=1703155553366255148' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/1703155553366255148'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/1703155553366255148'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://foucaultundco.blogspot.com/2008/08/eine-beschwerde-monsieur-foucault.html' title='Eine Beschwerde Monsieur Foucault'/><author><name>zara</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5479110003978144296.post-4591060768067305110</id><published>2008-08-21T11:00:00.003+02:00</published><updated>2008-09-13T01:31:18.798+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Foucault: Die Ordnung der Dinge'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Foucault: Dits et Ecrits'/><title type='text'>foucault verkündet den tod des subjekts</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:arial;"&gt;"Man braucht sich nicht sonderlich über das Ende des Menschen aufzuregen; das ist nur ein Sonderfall oder, wenn Sie so wollen, eine der sichtbaren Formen eines weitaus allgemeineren Sterbens. Damit meine ich nicht den Tod Gottes, sondern den Tod des Subjekts, des Subjekts als Ursprung und Grundlage des Wissens, der Freiheit, der Sprache und der Geschichte."&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;[Michel Foucault: Dits et Ecrits I]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Es ist nicht die Befreiung von einer alten Unruhe, der Übergang einer Jahrtausende alten Sorge zu einem lichtvollen Bewußtsein, das Erreichen der Objektivität durch das, was lange Zeit in Glaubensvorstellungen und in Philosophien gefangen war: es war die Wirkung einer Veränderung in den fundamentalen Dispositionen des Wissens. Der Mensch ist eine Erfindung, deren junges Datum die Archäologie unseres Denkens ganz offen zeigt. Vielleicht auch das baldige Ende.&lt;br /&gt;Wenn diese Dispositionen verschwänden, so wie sie erschienen sind, wenn durch irgendein Ereignis, dessen Möglichkeit wir höchstens vorausahnen können, aber desen Form oder Verheißung wir im Augenblick nicht kennen, diese Dispositionen ins Wanken gerieten, wie an der Grenze des achzehnten Jahrhunderts die Grundlage des klassischen Denkens es tat, dann kann man sehr wohl wetten, daß der Mensch verschwindet wie am Meeresufer ein Gesicht im Sand."&lt;br /&gt;[Michel Foucault: Die Ordnung der Dinge]&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5479110003978144296-4591060768067305110?l=foucaultundco.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://foucaultundco.blogspot.com/feeds/4591060768067305110/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5479110003978144296&amp;postID=4591060768067305110' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/4591060768067305110'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/4591060768067305110'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://foucaultundco.blogspot.com/2008/08/der-tod-des-menschen.html' title='foucault verkündet den tod des subjekts'/><author><name>zara</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5479110003978144296.post-8177034345908891905</id><published>2008-08-19T19:56:00.004+02:00</published><updated>2008-09-09T21:54:39.425+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Zara an Monsieur Foucault'/><title type='text'>tausende (fast) möglichkeiten mit zitaten umzugehen</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;(vorausgesetzt man liest sie)&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;strong&gt;die romantische haltung&lt;/strong&gt;: verliebt sein in die worte, weil sie so schön klingen und so einiges in einer selbst anstoßen (kreativitätsfördernd, aber auch gefährlich, weil so die bodenhaftung flöten geht)&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;strong&gt;die tiefstapler haltung&lt;/strong&gt;: davon überzeugt sein, dass man zu dumm ist, das zitat zu verstehen und sich dann selbst bedauern und sich deshalb auch gar nicht mehr die mühe machen, was zu verstehen (sehr anstregend)&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;strong&gt;die kritkerinnen haltung&lt;/strong&gt;: den beweis antreten, dass das zitat aus dem kontext gerissen wurde, was natürlich zu einer verfälschung desselben führt (von wenigen ausnahmen abgesehen unsympathisch)&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;strong&gt;die forscherinnen haltung&lt;/strong&gt;: versuchen rauszufinden, was der autor damit sagen will, am besten indem man nicht nur das zitat sondern auch noch die stellen davor und dahinter liest oder gleich den ganzen text lesen (etwas aufwendig)&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;strong&gt;die trotzphasen haltung&lt;/strong&gt;: überhaupt nicht verstehen wollen, weil das alles eh nur dummes theorie gelaber ist (ab und zu ...)&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;strong&gt;die egozentrische haltung&lt;/strong&gt;: davon überzeugt sein, dass genau dieses zitat nur für mich geschrieben wurde (ich gebe zu hin und wieder bin ich kurzzeitig verführt, so zu denken) &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;strong&gt;die &lt;/strong&gt;&lt;a href="http://foucaultundco.blogspot.com/2008/08/werkzeugkisten.html"&gt;&lt;strong&gt;werkzeugkasten&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt;&lt;strong&gt; haltung:&lt;/strong&gt; was man nicht versteht überlesen und sich über den rest freuen und selber weiterdenken (geht einem zwar manches durch die lappen, aber es wird mit der zeit weniger ...)&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;... &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;(kein anspruch auf vollständigkeit, die übrigen tausend dürft ihr euch selbst ausdenken)&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5479110003978144296-8177034345908891905?l=foucaultundco.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://foucaultundco.blogspot.com/feeds/8177034345908891905/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5479110003978144296&amp;postID=8177034345908891905' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/8177034345908891905'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/8177034345908891905'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://foucaultundco.blogspot.com/2008/08/tausende-fast-mglichkeiten-mit-zitaten.html' title='tausende (fast) möglichkeiten mit zitaten umzugehen'/><author><name>zara</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5479110003978144296.post-2940500111974509019</id><published>2008-08-17T11:16:00.003+02:00</published><updated>2008-09-13T01:25:07.728+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Foucault: Dits et Ecrits'/><title type='text'>Foucaultsche Ausrufezeichen!</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;strong&gt;Eine von Michel Foucault verfasste Zusammenfassung der (seiner Meinung nach) wesentlichen Prinzipien des Anti-Ödipus von Gilles Deleuze und Felix Guattari:&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;„- Befreie die politische Aktion von jeder vereinheitlichenden und totalisierenden Paranoia!&lt;br /&gt;- Entfalte Aktion, Denken und Wünsche durch Proliferation, Juxtaposition und Disjunktion – und nicht durch Unterteilung und pyramidische Hierarchisierung!&lt;br /&gt;Verweigere den alten Kategorien des Negativen (Gesetz, Grenze, Kastration, Mangel, Lücke), die das westliche Denken so lange als eine Form der Macht und einen Zugang zur Realität geheiligt hat, jede Gefolgschaft! Gib dem den Vorzug, was positiv ist und multipel, der Differenz vor der Uniformität, den Strömen vor den Einheiten, den mobilen Anordnungen vor den Systemen! Glaube daran, daß das Produktive nicht seßhaft ist, sondern nomadisch!&lt;br /&gt;- Denke nicht, daß man traurig sein muß, um militant sein zu können – auch dann nicht, wenn das, wogegen man kämpft, abscheulich ist! Es ist die Konnexion des Wunsches mit der Realität (und nicht sein Rückzug in Repräsentationsformen), die revolutionäre Kraft hat.&lt;br /&gt;- Gebrauche das Denken nicht, um eine politische Praxis auf Wahrheit zu gründen – und ebensowenig die politische Aktion, um eine Denklinie als bloße Spekulation zu diskreditieren“ Gebrauche die politische Praxis als Intensifikator des Denkens und die Analyse als Multiplikator der Formen und Bereiche der Intervention der politischen Aktion!&lt;br /&gt;- Verlange von der Politik nicht die Wiederherstellung der „Rechte“ des Individuums, so wie die Philosophie sie definiert hat! Das Individuum ist das Produkt der Macht. Viel nötiger ist es, zu „ent-individualisieren“, und zwar mittels Multiplikation und Verschiebung, mittels diverser Kombinationen. Die Gruppe darf kein organisches Band sein, das hierarchisierte Individuen vereinigt, sondern soll ein dauernder Generator der Ent-Individualisierung sein.&lt;br /&gt;- Verliebe dich nicht in die Macht!“&lt;br /&gt;[Michel Foucault: Dispositive der Macht]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5479110003978144296-2940500111974509019?l=foucaultundco.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://foucaultundco.blogspot.com/feeds/2940500111974509019/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5479110003978144296&amp;postID=2940500111974509019' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/2940500111974509019'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/2940500111974509019'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://foucaultundco.blogspot.com/2008/08/fouaultsche-ausrufezeichen.html' title='Foucaultsche Ausrufezeichen!'/><author><name>zara</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5479110003978144296.post-6100844455551974908</id><published>2008-08-15T14:42:00.006+02:00</published><updated>2008-09-13T01:25:07.729+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Foucault: Dits et Ecrits'/><title type='text'>spuren</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:arial;"&gt;„Ich könnte Ihnen sagen, daß es sich letztlich um Spuren handelte, denen es zu folgen galt, wobei es von geringer Bedeutung war, wohin sie führten; ja, es war sogar wichtig, daß sie nirgendwohin, in keine von vorneherein determinierte Richtung führten. Diese Spuren waren wie gestrichelte Linien, und es war an Ihnen, sie fortzuführen oder anderswohin zu lenken, an mir gegebenenfalls, sie voranzutreiben oder ihnen eine andere Gestalt zu geben. Letzten Endes werden wir, Sie und ich, sehen, was wir aus diesen Fragmenten machen können. Was mich betrifft, so kam ich mir wie ein Fisch vor, der aus dem Wasser hochspringt und auf der Oberfläche eine kleine, kurze Schaumspur hinterläßt und der glauben machen will oder glauben möchte oder vielleicht tatsächlich selbst glaubt, daß er weiter unten, dort, wo man ihn nicht mehr sieht, wo er von niemandem bemerkt oder kontrolliert wird, einer tieferen, kohärenteren, vernünftigeren Bahn folgt."&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;[Michel Foucault: Dits et Ecrits III]&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;color:#cc33cc;"&gt;&lt;strong&gt;Kunstspuren:&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:Arial;color:#cc33cc;"&gt; &lt;a href="http://www.maudegruebel.com/portfolio/01_spachteln.html"&gt;Maude meets Foucault&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5479110003978144296-6100844455551974908?l=foucaultundco.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://foucaultundco.blogspot.com/feeds/6100844455551974908/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5479110003978144296&amp;postID=6100844455551974908' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/6100844455551974908'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/6100844455551974908'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://foucaultundco.blogspot.com/2008/08/spuren_15.html' title='spuren'/><author><name>zara</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5479110003978144296.post-6735125291879806074</id><published>2008-08-15T14:36:00.003+02:00</published><updated>2009-04-19T08:44:10.124+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Foucault: Dits et Ecrits'/><title type='text'>Michel Foucault: Werkzeugkisten zum demontieren von Machtsystemen</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:arial;"&gt;"Alle meine Bücher, sei es 'Wahnsinn und Gesellschaft' oder dieses da, sind, wenn Sie so wollen, kleine Werkzeugkisten. Wenn die Leute sie aufmachen wollen und diesen oder jenen Satz, diese oder jene Idee oder Analyse als Schraubenzieher verwenden, um die Machtsysteme kurzzuschließen, zu demontieren oder zu sprengen, einschließlich vielleicht derjenigen Machtsysteme, aus denen diese meine Bücher hervorgegangen sind - nun gut, umso besser."&lt;br /&gt;[Michel Foucault: Dits et Ecrits II]&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5479110003978144296-6735125291879806074?l=foucaultundco.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://foucaultundco.blogspot.com/feeds/6735125291879806074/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5479110003978144296&amp;postID=6735125291879806074' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/6735125291879806074'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/6735125291879806074'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://foucaultundco.blogspot.com/2008/08/werkzeugkisten.html' title='Michel Foucault: Werkzeugkisten zum demontieren von Machtsystemen'/><author><name>zara</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5479110003978144296.post-2694701991572846527</id><published>2008-08-15T12:57:00.007+02:00</published><updated>2008-10-07T17:00:31.449+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Foucault: Dits et Ecrits'/><title type='text'>michel foucault und noam chomsky diskutieren</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Ausschnitt einer Diskussion zwischen Michel Foucault und Noam Chomsky im französischen Fernsehen aus dem Jahr 1971 über die Natur des Menschen, Macht und Gerechtigkeit:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/kawGakdNoT0&amp;amp;hl=" width="425" height="344" type="application/x-shockwave-flash" fs="1&amp;amp;rel=" color1="0x5d1719&amp;amp;color2=" allowfullscreen="true"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Interessanterweise erinnern Teile der Diskussion an das erste Buch von Platons Politeia, in dem Sokrates mit Trasymachos über Gerechtigkeit diskutiert, wobei Foucault die Position von Trasymachos (was gerecht ist wird vom Stärkeren definiert) einnimmt und Chomsky die Position von Sokrates (Glaube an eine absolute Gerechtigkeit).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Noam Chomsky&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;"Mir scheint, dass der wesentliche Unterschied nicht so sehr zwischen Legalität und Gerechtigkeit besteht, sondern zwischen Legalität und einer gerechteren Gerechtigkeit.&lt;br /&gt;Natürlich sind wir nicht in der Lage, ein ideales Rechtssystem zu schaffen, genauso wenig wie eine ideale Gesellschaft. Wir haben kein ausreichendes Wissen, wir sind zu eingeschränkt und zu parteiisch. DA wir als mitfühlende und verwantwortliche Wesen handeln müssen, können wir uns eine bessere Gesellschaft und Gerechtigkeit vorstellen und sie sogar schaffen. Ein solches System wird gewiss seine Mängel haben, aber wenn wir es mit dem bestehenden vergleichen, können wir, ohne zu meinen, das ideale System erreicht zu haben, die folgende Üerlegung anstellen: Die Begriffe der Legalität und der Gerechtigkeit sind weder identisch noch völlig verschieden. In dem Maße, in dem die Legalität die Gerechtigkeit einschließt im Sinne einer besseren Gerechtigketi, dei sich auf eine bessere Gesellschaft bezieht, müssen wir dem Gesetz gehorchen und den Staat, die großen Verbände und die Polizei zwingen, dem Gesetz zu gehorchen, wenn wir die Macht dazu haben."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Michel Foucault&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;"Sie kritisieren die Funktionsweise der Justiz also im Namen einer reinen Gerechtigkeit. Das ist für uns jetzt eine wichtige Frage. Es gibt zwar in allen gesellschaftlichen Kämpfen eine Frage nach der Gerechtigkeit. Genauer gehört der Kampf gegen die Klassengerechtigkeit, gegen ihre Ungerechtigkeit, seit jeher zur gesellschaftlichen Auseinandersetzung. [...] Aber wenn die Gerechtigketi in einem Kampf bemüht wird, dann als Machtinstrument und nicht in der Hoffnung, dass eines Tages die Menschen gemäß ihren Verdiensten belohnt oder für ihre Fehler bestraft werden. Anstatt die gesellschaftliche Auseinandersetzung in Begriffen der Gerechtigkeit zu verstehen, muss man vielmehr die Gerechtigkeit in Begriffen der gesellschaftlichen Auseinandersetzung verstehen."&lt;br /&gt;[Michel Foucault, Dits et Ecrits II]&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5479110003978144296-2694701991572846527?l=foucaultundco.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://foucaultundco.blogspot.com/feeds/2694701991572846527/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5479110003978144296&amp;postID=2694701991572846527' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/2694701991572846527'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/2694701991572846527'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://foucaultundco.blogspot.com/2008/08/michel-foucault-und-noam-chomsky.html' title='michel foucault und noam chomsky diskutieren'/><author><name>zara</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5479110003978144296.post-1252580831340552785</id><published>2008-08-14T23:34:00.003+02:00</published><updated>2009-04-19T08:39:46.722+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Foucault: Geschichte der Gouvernementalität'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Zara kommentiert'/><title type='text'>Die Gouvernementalität</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Foucault verwendet den Begriff Gouvernementalität erstmals gegen Ende der Vorlesung vom 1. Februar 1978.&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;[1]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; Die Erklärung, was er mit diesem, wie er später selbst sagt, „häßlichen Wort“&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;[2]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; bezeichnet, gliedert er in drei sich aufeinander beziehende Teile:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;„Unter Gouvernementalität verstehe ich die Gesamtheit, gebildet aus den Institutionen, den Verfahren, Analysen und Reflexionen, den Berechnungen und den Taktiken, die es gestatten, diese recht spezifische und doch komplexe Form der Macht auszuüben, die als Hauptzielscheibe die Bevölkerung, als Hauptwissensform die politische Ökonomie und als wesentliches Instrument die Sicherheitsdispositive hat. Zweitens verstehe ich unter 'Gouvernementalität' die Tendenz oder die Kraftlinie, die im gesamten Abendland unablässig und seit sehr langer Zeit zur Vorrangstellung dieses Machttypus, den man als 'Regierung' bezeichnen kann, gegenüber allen anderen – Souveränität, Disziplin – geführt und die Entwicklung einer ganzen Reihe spezifischer Regierungsapparate einerseits und einer ganzen Reihe von Wissensformen andererseits zur Folge gehabt hat. Schließlich glaube ich, dass man unter Gouvernementalität den Vorgang oder eher das Ergebnis des Vorgangs verstehen sollte, durch den der Gerechtigkeitsstaat des Mittelalters, der im 15. und 16. Jahrhundert zum Verwaltungsstaat geworden ist, sich Schritt für Schritt 'gouvernementalisiert' hat.“&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;[3]&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Ein spezifisches Machtsystem ebenso wie die historische Entwicklung, in deren Verlauf der zu diesem Machtsystem gehörige Machttypus – die Regierung – zur dominierenden Form der Machtausübung geworden ist, das ist es, was Foucault an dieser Stelle der Vorlesungsreihe von 1978 unter Gouvernementalität versteht. Das Machtsystem, von dem Foucault spricht, besteht aus komplexen Regierungstaktiken und -institutionen, welche die Bevölkerung als Ziel, die politische Ökonomie als Wissensform und die &lt;a href="http://foucaultundco.blogspot.com/2008/08/die-sicherheitsdispositive.html"&gt;Sicherheitsdispositive&lt;/a&gt; als Instrument haben. Es konnte sich im 18. Jahrhundert installieren und damit die Regierung gegenüber der Souveränität und der Disziplin als dominanten Machttypus durchsetzen. &lt;a href="http://foucaultundco.blogspot.com/2008/08/die-gouvernementalitt-als-werkzeug.html"&gt;weiterlesen&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;[zara pfeiffer]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt;[1]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt; Vgl. Foucault: Sicherheit, Territorium, Bevölkerung, S. 162. Der Begriff „Gouvernementalität“ ist allerdings keine Neuschöpfung Foucaults. Roland Barthes verwendet den Begriff Gouvernementalität bereits 1964 in seinem Buch Mythen des Alltags. Vgl. Barthes, Roland: Mythen des Alltags. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 2003.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt;[2]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt; Vgl. Foucault: Sicherheit, Territorium, Bevölkerung, 2006, S. 173.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt;[3]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt; Foucault: Die ‚Gouvernementalität’, Dits et Ecrits III, Nr. 239, S. 820f; vgl. auch: Foucault, Michel: Sicherheit, Territorium, Bevölkerung, 2006, S. 162. Aus Gründen der besseren Verständlichkeit wurde an dieser Stelle auf die Übersetzung in den Dits et Ecrits zurückgegriffen.&lt;/span&gt; &lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5479110003978144296-1252580831340552785?l=foucaultundco.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://foucaultundco.blogspot.com/feeds/1252580831340552785/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5479110003978144296&amp;postID=1252580831340552785' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/1252580831340552785'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/1252580831340552785'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://foucaultundco.blogspot.com/2008/08/die-gouvernementalitt_1854.html' title='Die Gouvernementalität'/><author><name>zara</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5479110003978144296.post-5079424370607670576</id><published>2008-08-14T23:27:00.004+02:00</published><updated>2008-09-13T01:40:26.505+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Foucault: Geschichte der Gouvernementalität'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Zara kommentiert'/><title type='text'>die sicherheitsdispositive</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Insgesamt unterscheidet Foucault drei verschiedene Machttechnologien: die juridischen oder rechtlichen Mechanismen, die Disziplinarmechanismen und die Sicherheitsmechanismen. Diese ordnet er drei entsprechenden Staatsformen und deren Organisationsprinzipien zu: erstens, die juridischen Mechanismen dem mittelalterlichen Gerechtigkeitsstaat, der nach dem Prinzip der Souveränität organisiert ist; zweitens, die Disziplinarmechanismen dem Verwaltungsstaat des 16. und 17. Jahrhunderts, der nach dem Prinzip der Staatsräson und der Polizei organisiert ist und drittens, die Sicherheitsmechanismen dem Regierungsstaat, der sich ab dem 18. Jahrhundert entwickelt und der nach dem Prinzip der Gouvernementalität organisiert ist.&lt;br /&gt;Die unterschiedliche Funktionsweise dieser Machtmechanismen verdeutlicht Foucault an Hand der verschiedenen Reaktionen auf und Behandlungen von Krankheiten im Mittelalter bis ins 18. Jahrhundert. Während die Leprakranken im Mittelalter mit Hilfe von Gesetzen und Verordnungen ausgeschlossen wurden, wurden im 16. und 17. Jahrhundert von der Pest betroffene Regionen mittels Kontrolle und Überwachung diszipliniert, um eine Ausdehnung auf andere Gebiete zu unterbinden. Die Sicherheitsmechanismen operieren dagegen vor allem mittels Wahrscheinlichkeiten auf der Grundlage von Statistiken. Bei der Behandlung der Pocken im 18. Jahrhundert ging es in erster Linie darum, statistisches Wissen über die Bevölkerung zu sammeln und mit Hilfe der Impfpraktiken die Epidemie einzudämmen.[1] Die rechtlichen Mechanismen oder die Souveränität funktionieren folglich über Gesetze und Verbote, die Disziplin über Kontrolle und Überwachung und die Sicherheitsdispositive über die Regulierung von Wahrscheinlichkeiten:&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;„Anders gesagt, das Gesetz verbietet, die Disziplin schreibt vor, und die Sicherheit hat - ohne zu untersagen und ohne vorzuschreiben, wobei sie sich eventuell einiger Instrumente in Richtung Verbot und Vorschrift bedient - die wesentliche Funktion, auf eine Realität zu antworten, so daß diese Antwort jene Realität aufhebt, auf die sie antwortet - sie aufhebt oder einschränkt oder bremst oder regelt.“[2]&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;Obwohl Foucault den einzelnen Machtmechanismen ihre jeweiligen Gegenstände – den juridischen Mechanismen das Territorium, den disziplinarischen Mechanismen die individuellen Körper und den Sicherheitsmechanismen die Gesamtheit der Bevölkerung – zuordnet und sie in eine zeitliche Abfolge zueinander bringt, betont er gleichzeitig, dass eine strikte Trennung und zeitliche Zuordnung dieser Mechanismen zu schematisch und folglich auch zu ungenau ist. Stattdessen handelt es sich bei den verschiedenen Machtmechanismen um „eine Serie komplexer Gefüge“[3], bei der sich mit der Zeit vor allem „[...] die Dominante oder genauer das Korrelationssystem zwischen den juridisch-rechtlichen Mechanismen, den Disziplinarmechanismen und den Sicherheitsmechanismen“[4] verändert. Die juridischen und disziplinarischen Mechanismen werden von den Sicherheitsmechanismen folglich nicht verdrängt. Im Gegenteil, im Zuge der Sicherheitsdispositive kommt es zu einer regelrechten Zunahme rechtlicher Regulierungen und disziplinarischer Maßnahmen.&lt;br /&gt;Auf Grundlage der Unterscheidung der verschiedenen Machttypen wendet Foucault sich der Frage zu, ob es „[…] tatsächlich eine Gesamtökonomie der Macht gibt, welche die Form der Sicherheitstechnologie hat […]“[5] und inwiefern diese Gesamtökonomie der Macht „[…] in unseren Gesellschaften dabei ist, zur Sicherheitsordnung zu werden?“[6] Dieses Vorhaben verfolgt er an Hand der Sicherheitsräume, der Behandlung des Ereignisses und der spezifischen Normalisierungsformen der Sicherheit.&lt;br /&gt;Bei den Sicherheitsräumen zeigt er die unterschiedlichen Vorgehensweisen und Strategien der Machtmechanismen bei der Gestaltung des städtischen Raumes an Hand des Werkes La métropolitée von Alexandre Le Maître sowie der Städte Richelieu und Nantes. Während sich die Souveränität vor allem mit dem Verhältnis zwischen Regierungssitz und Territorium befasst und die Disziplin einen leeren Raum funktionell und hierarchisch neu gestaltet, geht es der Sicherheit darum, mit Hilfe von Wahrscheinlichkeiten die Bevölkerung in einem gegebenen Raum zu regulieren und ein Milieu zu gestalten.[7]&lt;br /&gt;Bei der Behandlung des Ereignisses stellt er dar, wie Mitte des 18. Jahrhunderts das juridische und disziplinarische System, das den Nahrungsmangel mit Hilfe von Verboten und Überwachung verhindern soll, vom Prinzip des freien Kornumlaufs abgelöst wird, bei dem die Schwankungen zwischen Überfluss und Knappheit nicht mehr verhindert, sondern als gegebene Wirklichkeit in die Planung mit einbezogen werden sollen.&lt;br /&gt;Die Normalisierungsformen der Sicherheit schließlich unterscheiden sich deutlich von denen der Souveränität und der Disziplin. Während es die Funktion des Gesetzes ist, eine Norm zu kodifizieren, setzt die Disziplin eine Norm, an der sie die Individuen ausrichtet. Das Normale der Disziplin ist das, was sich an dieser Norm ausrichten lässt, das Anormale das, bei dem diese Ausrichtung an der Norm nicht funktioniert. Die Sicherheit dagegen nimmt keine Norm, sondern das Normale im Sinne eines Mittelwerts zum Ausgangspunkt. Nicht die Norm bestimmt das Normale, sondern das Normale die Norm.&lt;br /&gt;Zielobjekt und -subjekt der Regulierungsmaßnahmen der Sicherheitsdispositive ist die Bevölkerung, die sich im Zuge dieser Maßnahmen als eigenständige Realität konstituiert.&lt;/p&gt;&lt;blockquote&gt;„Die Bevölkerung als politisches Subjekt, als neues, dem juridischen und politischen Denken der vorangegangenen Jahrhunderte absolut fremdes, kollektives Subjekt [...] ist hier im Begriff, in ihrer Komplexität, mit ihren Zäsuren zutage zu treten. Sie sehen bereits, daß sie ebenso als Objekt zutage tritt, das heißt als das, auf das, gegen das man die Mechanismen lenkt, um eine bestimmte Wirkung auf sie zu erzielen (wie als) Subjekt, da sie es ja ist, von der man verlangt, sich in dieser oder jener Art zu verhalten.“[8]&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;Die Sicherheitsmechanismen verstehen die Bevölkerung nicht mehr im juridisch-politischen Sinne, sondern als technisch-politisches Objekt. Die Bevölkerung ist nicht mehr eine Menge von Untertanen oder Rechtssubjekten, sondern eine Gesamtheit von Elementen, die analysiert, verwaltet und reguliert werden müssen.[9]&lt;br /&gt;Gleichzeitig werden die Sicherheitsmechanismen nicht mehr von einem Souverän gesteuert, sondern von einer Regierung, was eine neue Form der Regierungskunst erforderlich werden lässt. Am Beispiel von Machiavellis Werk Der Fürst[10] und der Anti-Machiavelli-Literatur stellt Foucault die „Kunst, Fürst zu sein“, der „Kunst des Regierens“ gegenüber.[11] Während bei Machiavelli das Verhältnis des Fürsten zu seinem Fürstentum durch „Singularität, Äußerlichkeit und Transzendenz“[12] bestimmt ist, ist die Kunst des Regierens durch die „[...] Pluralität der Regierungsformen und Immanenz der Regierung im Verhältnis zum Staat [...]“[13] gekennzeichnet. Im 16. Jahrhundert entwickelt die Regierungskunst eine aufsteigende Kontinuität der verschiedenen Regierungsformen: nur wer sich selbst zu führen weiß, wer die Familie und die wirtschaftlichen Angelegenheiten des Haushalts im Sinne des oikos zu führen weiß, kann überhaupt in der Lage sein, den Staat zu regieren.[14] Die Regierungskunst besteht darin, die Macht im Sinne der Ökonomie auszuüben:&lt;/p&gt;&lt;blockquote&gt;„Einen Staat zu regieren wird also heißen, die Ökonomie anzuwenden, eine Ökonomie auf der Ebene des Staates als Ganzem, das heißt, man wird, was die Einwohner, die Reichtümer, das Verhalten aller und jedes einzelnen betrifft, eine Form von berwachung und Kontrolle ausüben, die nicht weniger aufmerksam ist als die des Familienvaters über die Hausgemeinschaft und ihre Güter.“[15]&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;Der zentrale Unterschied zwischen der Souveränität und der Regierung liegt jedoch in ihrer unterschiedlichen Zielsetzung. Der Souverän herrscht in erster Linie über ein Territorium und nur vermittelt über die auf diesem Territorium lebenden Untertanen, mit dem selbstbezogenen Ziel, die Souveränität zu erhalten. Die Regierung dagegen bezieht sich nicht in erster Linie auf ein Territorium, sondern auf die Menschen und Dinge, die sie regiert.&lt;br /&gt;Bis zum 18. Jahrhundert kann sich diese Regierungskunst jedoch nicht durchsetzen, da sie von der einseitigen Orientierung auf die Souveränität blockiert ist. Erst durch die demographische Expansion und die Steigerung der landwirtschaftlichen Produktion im 18. Jahrhundert werden die Voraussetzungen geschaffen, diese Blockade aufzuheben. Mit Hilfe der Statistik werden demographische Informationen wie beispielsweise Geburt- und Sterberaten, Epidemieverläufe und ökonomisch relevante Verhaltensregelmäßigkeiten gesammelt, die sich nicht mehr auf das Modell der Familie beziehen, sondern die Bevölkerung als eigene Wirklichkeit mit entsprechenden Phänomenen in den Blick nehmen. Mit dem Auftauchen der Bevölkerung als Bezugspunkt der Regierungstätigkeit wird die Familie vom Modell zum Instrument der Machtausübung über die Bevölkerung[16], die Ökonomie wird zur politischen Ökonomie:&lt;/p&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;blockquote&gt;„[...] der Übergang von einem Regime, das durch die Strukturen der Souveränität beherrscht ist, zu einem Regime, das durch die Techniken des Regierens beherrscht ist, tritt im 18. Jahrhundert im Kontext der Bevölkerung ein und folglich im Kontext der Geburt der politischen Ökonomie.“[17]&lt;/blockquote&gt;&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;/span&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="http://foucaultundco.blogspot.com/2008/08/die-gouvernementalitt-als-werkzeug.html"&gt;weiterlesen&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;[zara pfeiffer]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt;[1]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt; Vgl. Foucault: Sicherheit, Territorium, Bevölkerung, 2006, S. 24f.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;[2]&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt; Foucault: Sicherheit, Territorium, Bevölkerung, 2006, S. 76.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;[3]&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt; Foucault: Sicherheit, Territorium, Bevölkerung, 2006, S. 22.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;[4]&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt; Foucault: Sicherheit, Territorium, Bevölkerung, 2006, S. 23.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;[5]&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt; Foucault: Sicherheit, Territorium, Bevölkerung, 2006, S. 26.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;[6]&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt; Foucault: Sicherheit, Territorium, Bevölkerung, 2006, S. 26.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;[7]&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt; Vgl. Foucault: Sicherheit, Territorium, Bevölkerung, 2006, S. 29ff.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;[8]&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt; Foucault: Sicherheit, Territorium, Bevölkerung, 2006, S. 70.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;[9]&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt; Foucault: Sicherheit, Territorium, Bevölkerung, 2006, S. 108ff.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;[10]&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt; Machiavelli, Niccolò: Der Fürst, Stuttgart: Kröner, 1955.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;[11]&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt; Vgl. Foucault: Sicherheit, Territorium, Bevölkerung, 2006, S. 140.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;[12]&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt; Foucault: Sicherheit, Territorium, Bevölkerung, 2006, S. 139.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;[13]&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt; Foucault: Sicherheit, Territorium, Bevölkerung, 2006, S. 142.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;[14]&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt; Vgl. Foucault: Sicherheit, Territorium, Bevölkerung, 2006, S. 143.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;[15]&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt; Foucault: Sicherheit, Territorium, Bevölkerung, 2006, S. 144.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;[16]&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt; Vgl. Foucault: Sicherheit, Territorium, Bevölkerung, 2006, S. 156ff.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;[17]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt; Foucault: Sicherheit, Territorium, Bevökerung, 2006, S. 159.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5479110003978144296-5079424370607670576?l=foucaultundco.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://foucaultundco.blogspot.com/feeds/5079424370607670576/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5479110003978144296&amp;postID=5079424370607670576' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/5079424370607670576'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/5079424370607670576'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://foucaultundco.blogspot.com/2008/08/die-sicherheitsdispositive.html' title='die sicherheitsdispositive'/><author><name>zara</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5479110003978144296.post-3070658768860992507</id><published>2008-08-14T21:02:00.005+02:00</published><updated>2008-09-13T01:40:26.506+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Foucault: Geschichte der Gouvernementalität'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Zara kommentiert'/><title type='text'>die gouvernementalität als werkzeug</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Die Sicherheitsdispositive, welche im Laufe des 18. Jahrhunderts für die Regierung als Instrument der Machtausübung relevant werden, sind die spezifische Form der Machtausübung der Gouvernementalität. Foucault liefert jedoch keine eindeutige und klar umrissene Definition der Gouvernementalität, stattdessen verwendet er den Begriff Gouvernementalität in verschiedenen Bedeutungszusammenhängen und mehreren Variationen. Er bezeichnet damit die spezifischen Merkmale der Regierungstätigkeit ebenso wie ein spezifisches Machtsystem und eine historische Entwicklung.[1] Er verwendet die Gouvernementalität als Synonym für Regierungstätigkeit, Regierungsrationalität und auch einfach nur für Regierung[2]. Die Gouvernementalität richtet sich auf Individuen ebenso wie auf Gruppen oder ganze Bevölkerungen.[3] Beziehungen der Gouvernementalität sind Beziehungen des Regierens oder Lenkens von Menschen.[4]&lt;br /&gt;Im Verlauf der Vorlesungen kristallisiert sich aus diesen vielfältigen Verwendungsarten des Gouvernementalitätsbegriffs eine tendentielle Entwicklung heraus, die von der spezifisch-historischen Verwendung des Begriffs in eine allgemeinere und abstraktere Richtung weist.[5] Während der Vorlesungen von 1979 bezeichnet Foucault mit dem Begriff Gouvernementalität nicht mehr ein spezifisches Machtsystem, sondern viel allgemeiner „[...] die Art und Weise, mit der man das Verhalten der Menschen steuert [...]“[6].&lt;br /&gt;Betrachtet man die Herkunft und die Bezüge des Wortes Gouvernementalität im Kontext von Foucaults Gedankengängen genauer, dann bleiben zwei schlüssige Verwendungsweisen übrig. Zum einen eine spezifische, welche dazu dient, ein bestimmtes Machtsystem einzugrenzen, und zum anderen eine allgemeine, welche die Art und Weise beschreibt, nach der regiert wird.&lt;br /&gt;Das deutsche Wort Gouvernementalität ist die Übersetzung des französischen Wortes gouvernementalité, das sich von dem Adjektiv gouvernemental ableitet, was mit die Regierung betreffend übersetzt werden kann.[7] Auch wenn Foucault es so deutlich nicht formuliert, ist davon auszugehen, dass er das Wort gouvernementalité dem Wort souveraineté, auf deutsch Souveränität, gegenüberstellt.[8] So wie die Souveränität als das Prinzip des Königs oder des Souveräns zu verstehen ist, ist die Gouvernementalität als das Prinzip der Regierung zu verstehen. Anders formuliert: die Souveränität bezeichnet die Art und Weise, wie der Souverän herrscht. Entsprechend bezeichnet die Gouvernementalität die Art und Weise, wie regiert wird.&lt;br /&gt;Je nachdem, worauf der Begriff Gouvernementalität bezogen wird, verändert sich seine Bedeutung. Verwendet man Regierung in Abgrenzung zu Souveränität oder zu Disziplin als spezifisches Machtsystem, dann ist der Begriff Gouvernementalität spezifisch, als zur Regierung gehörendes Prinzip der Machtausübung zu verstehen. Unterscheidet man aber die unterschiedlichen Formen und Prinzipien zu regieren, dann ist das Wort Gouvernementalität allgemein, als Art und Weise, nach der regiert wird, zu verstehen.&lt;br /&gt;Die Gouvernementalität ist für Foucault ein Mittel „[...] das Problem des Staates und der Bevölkerung anzugehen.“[9] Der Grund, warum Foucault hierfür einen, wie er zugibt, so „problematischen und künstlichen Begriff“[10] wie die Gouvernementalität verwendet und nicht den Staat oder die Bevölkerung selbst zum Ausgangspunkt der Analyse macht, ist seine genealogische Vorgehensweise. Der Staat ist für Foucault keine Universalie, der Staat ist nichts anderes „[...] als der bewegliche Effekt eines Systems von mehreren Gouvernementalitäten.“[11] Die Gouvernementalität ist ein Werkzeug, den Staat zu analysieren. Sie ist ein Instrument, die Genealogie des Staates mit Hilfe der Geschichte der Gouvernementalität zu schreiben. Gleichzeitig bietet sie Foucault die Möglichkeit, seine Machtanalyse auszuweiten und die Gesellschaft und den Staat in diese Analyse mit einzubeziehen, die sich bisher auf die Institutionen Psychiatrie, Gefängnis und Klinik beschränkt hatte.&lt;/p&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;/p&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;„Ist es möglich, den modernen Staat in eine Gesamttechnologie der Macht wiedereinzusetzen, die seine Mutationen, seine Entwicklung, sein Funktionieren sicherten? Kann man von etwas wie einer 'Gouvernementalität' sprechen, die für den Staat das wäre, was die Absonderungstechniken für die Psychiatrie waren, was die Disziplinartechniken für das Strafsystem waren, was die Biopolitik für die medizinischen Institutionen war?“[12]&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;[zara pfeiffer]&lt;/span&gt; &lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt;[1] Vgl. Foucault: Sicherheit, Territorium, Bevölkerung, 2006, S. 162f.&lt;br /&gt;[2] Vgl. Foucault, Michel: Subjekt und Macht, Dits et Ecrits IV, Nr. 306, S. 291.&lt;br /&gt;[3] Vgl. Foucault: Die Geburt der Biopolitik, 2006, S. 261.&lt;br /&gt;[4] Vgl. Foucault, Michel: Der Intellektuelle und die Mächte, Dits et Ecrits IV, Nr. 359, S. 930.&lt;br /&gt;[5] Vgl. Sennelart: Situierung der Vorlesungen, 2006, S. 482.&lt;br /&gt;[6] Foucault: Die Geburt der Biopolitik, 2006, S. 261.&lt;br /&gt;[7] Die im deutschsprachigem Raum hin und wieder auftauchende Übersetzung mit Regierungsmentalität, mag zwar inhaltlich naheliegend sein, beruht jedoch auf der fälschlichen Annahme, dass es sich bei dem Wort gouvernementalité um die semantische Verbindung der beiden Worte gouvernement (Regierung) und mentalité (Denkweise) handelt. Vgl. Sennelart: Situierung der Vorlesungen, 2006, Fußnote 125, S. 482.&lt;br /&gt;[8] Vgl. Lemke: Gouvernementalität und Biopolitik, 2007, Fußnote 5, S. 13.&lt;br /&gt;[9] Foucault: Sicherheit, Territorium, Bevökerung, 2006, S. 174.&lt;br /&gt;[10] Foucault: Sicherheit, Territorium, Bevölkerung, 2006, S. 174.&lt;br /&gt;[11] Foucault: Die Geburt der Biopolitik, 2006, S. 115.&lt;br /&gt;[12] Foucault: Sicherheit, Territorium, Bevökerung, 2006, S. 180.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5479110003978144296-3070658768860992507?l=foucaultundco.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://foucaultundco.blogspot.com/feeds/3070658768860992507/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5479110003978144296&amp;postID=3070658768860992507' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/3070658768860992507'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/3070658768860992507'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://foucaultundco.blogspot.com/2008/08/die-gouvernementalitt-als-werkzeug.html' title='die gouvernementalität als werkzeug'/><author><name>zara</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5479110003978144296.post-1756018348382881617</id><published>2008-08-14T15:32:00.006+02:00</published><updated>2009-04-19T08:43:05.558+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Foucault: Die Heterotopien'/><title type='text'>Heterotopien - Andere Räume</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:arial;"&gt;"Wir leben nicht in einem leeren, neutralen Raum. Wir leben, wir sterben und wir lieben nicht auf einem rechteckigen Blatt Papiert. Wir leben, wir sterben und wir lieben in einem gegliederten, vielfach unterteilten Raum mit hellen und dunklen Bereichen, mit unterschiedlichen Ebenen, Stufen, Vertiefungen und Vorsprüngen, mit harten und mit weichen, leicht zu durchdringenden, porösen Gebieten. Es gibt Durchgangszonen wie Straßen, Eisenbahnzüge oder Untergrundbahnen. Es gibt offene Ruheplätze wie Cafés, Kinos, Strände oder Hotels. Und es gibt schließlich geschlossene Bereiche der Ruhe und des Zuhause. Unter all diesen Orten gibt es nun solche, die vollkommen anders sind als die übrigen. Orte, die sich allen anderen widersetzen, neutralisieren oder reinigen sollen. Es sind gleichsam Gegenräume. Die Kinder kennen solche Gegenräume, solche lokalisierten Utopien, sehr genau. Das ist natürlich der Garten. Das ist der Dachboden oder eher noch das Indianerzelt auf dem Dachboden. Und das ist - am Donnerstagnachmittag - das Ehebett der Eltern. Auf diesem Bett entdeckt man das Meer, weil man zwischen den Decken schwimmen kann. Aber das Bett ist auch der Himmel, weil man auf den Federn springen kann. Es ist der Wald, weil man sich darin versteckt. Es ist die Nacht, weil man unter den Laken zum Geist wird. Und es ist schließlich die Lust, denn wenn die Eltern zurückkommen, wird man bestraft werden."&lt;br /&gt;[Michel Foucault: Die Heterotopien]&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5479110003978144296-1756018348382881617?l=foucaultundco.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://foucaultundco.blogspot.com/feeds/1756018348382881617/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5479110003978144296&amp;postID=1756018348382881617' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/1756018348382881617'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/1756018348382881617'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://foucaultundco.blogspot.com/2008/08/heterotopien-andere-rume.html' title='Heterotopien - Andere Räume'/><author><name>zara</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5479110003978144296.post-8282468106539648327</id><published>2008-08-13T17:18:00.001+02:00</published><updated>2008-09-13T01:37:45.801+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Foucault: Der utopische Körper'/><title type='text'>seltsame höhle</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;„Welch seltsame Höhle, die sich nach außen durch zwei Fenster öffnet, da bin ich mir ganz sicher, denn ich kann sie im Spiegel sehen. Und ich kann sie gesondert öffnen. Aber dennoch sind sie wie eine einzige Öffnung, denn ich sehe vor mir nur einzige Landschaft, beständig und ohne Unterbrechung oder Schnitt. Und was geschieht mit den Dingen in diesem Kopf? Sie lassen sich darin nieder. Sie kommen herein – die Dinge dringen in meinen Kopf ein, wenn ich schaue, da bin ich mir ganz sicher, denn wenn die Sonne zu stark ist und mich blendet, zerreißt es mich tief in meinem Hirn. Und dennoch bleiben die Dinge, die da in meinem Kopf eindringen, weiterhin draußen, denn ich sehe sie vor mir, und wenn ich sie erreichen will, muss ich zu ihnen hingehen."&lt;br /&gt;[Foucault, Der utopische Körper]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5479110003978144296-8282468106539648327?l=foucaultundco.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://foucaultundco.blogspot.com/feeds/8282468106539648327/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5479110003978144296&amp;postID=8282468106539648327' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/8282468106539648327'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/8282468106539648327'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://foucaultundco.blogspot.com/2008/08/seltsame-hhle.html' title='seltsame höhle'/><author><name>zara</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5479110003978144296.post-7241243389702295846</id><published>2008-08-13T14:20:00.007+02:00</published><updated>2009-04-22T16:19:05.633+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Foucault: Geschichte der Gouvernementalität'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Zara kommentiert'/><title type='text'>Geschichte der Gouvernementalität</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Die beiden Vorlesungsreihen zur Geschichte der Gouvernementalität, &lt;/span&gt;&lt;a href="http://foucaultundco.blogspot.com/2008/08/sicherheit-territorium-bevlkerung.html"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Sicherheit, Territorium, Bevölkerung&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; und &lt;/span&gt;&lt;a href="http://foucaultundco.blogspot.com/2008/08/die-geburt-der-biopolitik.html"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Die Geburt der Biopolitik&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;, die Foucault in den Jahren 1978 und 1979 am Collège de France gehalten hat, bilden zusammen ein Dyptichon, dessen verbindendes Thema die Gouvernementalität und dessen Horizont die Biomacht ist, auch wenn diese im Verlauf der beiden Vorlesungsreihen von der Regierung in den Schatten gestellt wird.[1] In beiden Vorlesungsreihen verläßt Foucault zugunsten der Geschichte und Analyse der Gouvernementalität seinen ursprünglich geplanten Kurs. Sein Vorhaben von 1978, eine Geschichte der Sicherheitstechnologien vorzulegen[2] und von 1979, die Formationsbedingungen der Biopolitik[3] nachzuzeichnen, treten 1978 hinter das Projekt einer Geschichte der Gouvernementalität und 1979 hinter der Analyse der liberalen und neoliberalen Formen der Gouvernementalität zurück.&lt;br /&gt;In den beiden Vorlesungsreihen zur Geschichte der Gouvernementalität entwickelt Foucault zum einen mit der Gouvernementalität ein Instrument, mit dem er seine bisherige Machtanalyse auf die Ebene der Gesellschaft und des Staates ausdehnen kann. Zum anderen ermöglicht ihm der Umweg über die Gouvernementalität, die Entwicklung des modernen Staates nachzuzeichnen, ohne diesen damit zu ontologisieren. Mit Hilfe der Gouvernementalität kann er eine „Genealogie des modernen Staates und seiner verschiedenen Apparate“[4] vorlegen.&lt;br /&gt;[zara pfeiffer]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;a title="Sicherheit, Territorium, Bevölkerung. Geschichte der Gouvernementalität Teil 1" href="http://foucaultundco.blogspot.com/2008/08/sicherheit-territorium-bevlkerung.html"&gt;Sicherheit, Territorium, Bevölkerung&lt;/a&gt;. Geschichte der Gouvernementaliät Teil 1&lt;br /&gt;&lt;a title="Die Geburt der Biopolitik. Geschichte der Gouvernementalität Teil 2" href="http://foucaultundco.blogspot.com/2008/08/die-geburt-der-biopolitik.html"&gt;Die Geburt der Biopolitik&lt;/a&gt;. Geschichte der Gouvernementaliät Teil 2&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt;[1]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt; Vgl. Sennelart, Michel: Situierung der Vorlesungen, in: Michel Foucault, Die Geburt der Biopolitik. Geschichte der Gouvernementalität II. Vorlesung am Collège de France. 1978-1979, Frankfurt am Main: Suhrkamp, 2006, S. 445ff.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;[2]&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt; Vgl. Foucault: Sicherheit, Territorium, Bevölkerung, 2006, S. 26.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;[3]&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt; Vgl. Foucault: Die Geburt der Biopolitik, 2006, S. 41ff.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;[4]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt; Foucault: Sicherheit, Territorium, Bevölkerung, 2006, S. 508.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5479110003978144296-7241243389702295846?l=foucaultundco.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://foucaultundco.blogspot.com/feeds/7241243389702295846/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5479110003978144296&amp;postID=7241243389702295846' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/7241243389702295846'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/7241243389702295846'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://foucaultundco.blogspot.com/2008/08/geschichte-der-gouvernementalitt.html' title='Geschichte der Gouvernementalität'/><author><name>zara</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5479110003978144296.post-1721531136285171542</id><published>2008-08-13T14:01:00.021+02:00</published><updated>2009-04-22T16:11:54.177+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Foucault: Geschichte der Gouvernementalität'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Zara kommentiert'/><title type='text'>Michel Foucault: Die Geburt der Biopolitik</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_w4zSBn7hCsk/SKLQPrHn_cI/AAAAAAAAABc/nabAhc2YJjw/s1600-h/biopolitik.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5233974684649258434" style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; CURSOR: hand" height="236" alt="Michel Foucault: Die Geburt der Biopolitik" src="http://2.bp.blogspot.com/_w4zSBn7hCsk/SKLQPrHn_cI/AAAAAAAAABc/nabAhc2YJjw/s320/biopolitik.jpg" width="140" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Mit der Vorlesungsreihe &lt;strong&gt;Die Geburt der Biopolitik&lt;/strong&gt; von 1979 knüpft Foucault genau dort an, wo er 1978 geendet hatte. Es handelt sich, wie er gleich zu Beginn der ersten Vorlesung bemerkt, um die direkte Fortsetzung der Vorlesungsreihe vom Vorjahr.[1] Zunächst erläutert er kurz die von ihm gewählte Methode zur Analyse des Staates: die Genealogie. Im Verlauf der Vorlesungreihe wird er wiederholt auf die an dieser Stelle angerissenen Methodenfragen zurückkommen.[2]&lt;br /&gt;Anschließend geht er, die Vorlesungsreihe vom Vorjahr resümierend, kurz auf die Staatsräson ein, deren Regierungsweise nach außen ein durch das europäische Gleichgewicht begrenztes und nach innen ein durch das Prinzip des Polizeistaates unbegrenztes Ziel verfolgt. Das Recht als äußeres Begrenzungsprinzip der Staatsräson, welches ein Ausufern der königlichen Macht verhindern soll, wird als dominierendes Prinzip im 18. Jahrhundert von der politischen Ökonomie abgelöst. Diese wirkt im Inneren der neuen Regierungsrationalität als permanente Selbstbegrenzung des Regierungshandelns. Foucault identifiziert diese neue Regierungsrationalität als Liberalismus, in dem er die allgemeine Rahmenbedingung sieht, die zum Verständnis der Biopolitik notwendig ist:[3]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;div&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;„Mir scheint jedoch, daß die Analyse der Biopolitik nur dann durchgeführt werden &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;kann, wenn man die allgemeine Funktionsweise dieser gouvernementalen Vernunft verstanden hat [...]. Wenn man also verstanden hat, was dieses Regierungssystem ist, das Liberalismus genannt wird, dann, so scheint mir, wird man auch begreifen können, was die Biopolitik ist.“[4]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;Das Vorhaben, das Foucault an dieser Stelle der Vorlesungsreihe ankündigt, besteht darin, zunächst den Liberalismus des 18. und des 20. Jahrhunderts zu untersuchen, um anschließend auf die Biopolitik zu sprechen zu kommen. [5] Da jedoch die Analyse des Liberalismus und des Neoliberalismus ausführlicher ausfällt als ursprünglich geplant, bleibt Foucault am Ende der Vorlesungsreihe keine Zeit mehr, die Biopolitik zu untersuchen. In der Zusammenfassung der Vorlesungsreihe schreibt er hierzu: „Die Vorlesung war dieses Jahr ausschließlich dem gewidmet, was nur eine Einleitung bilden konnte.“ [6]&lt;br /&gt;In der zweiten und dritten Vorlesung befasst sich Foucault mit den spezifischen Merkmalen der liberalen Regierungskunst, die sich im 18. Jahrhundert entwickelt. Im Mittelpunkt seiner Ausführungen steht der Markt, der nun nicht mehr ein Ort der Gerechtigkeit ist, sondern sich als ein Ort der Veridiktion[7] konstituiert, an dem sich die richtigen von den falschen Regierungshandlungen unterscheiden lassen. Die Begrenzung des Regierungshandelns erfolgt über zwei verschiedene, sich aber nicht notwendigerweise ausschließende Auffassungen von Freiheit: die des französischen Radikalismus, der sich auf die Menschenrechte beruft und die des englischen Utilitarismus, der jegliche Intervention der Regierung nach ihrer Nützlichkeit befragt.[8] Als dritten Aspekt der liberalen Regierungskunst behandelt Foucault die Erschließung des Weltmarktes, welche das für den Merkantilismus typische Nullsummenspiel zwischen den Staaten Europas beendet.[9]&lt;br /&gt;Gegen Ende der dritten Vorlesung stellt Foucault fest, dass es sich bei der gouvernementalen Vernunft des 18. Jahrhunderts eher um eine Form des Naturalismus als des Liberalismus handelt, da die komplexe Natur der Wirtschaftsmechanismen, die es zu erkennen gilt, zum bestimmenden Prinzip der Regierungspraxis wird.[10] Den Begriff Liberalismus rechtfertigt er jedoch dadurch, dass sich im Zentrum der liberalen Regierungsweise die Freiheit befindet: diese ist sowohl notwendige Voraussetzung als auch zentrales Instrument des liberalen Regierungshandelns, welches sich nicht darauf beschränkt, sie zu akzeptieren oder zu sichern, sondern sie fortwährend herstellen muss.[11]&lt;br /&gt;Ab der vierten Vorlesung wendet sich Foucault schließlich den beiden großen Formen des Neoliberalismus des 20. Jahrhunderts zu: dem deutschen Nachkriegsliberalismus der Jahre 1948 – 1962 und dem US-amerikanischen Liberalismus der Chicagoer Schule. Von der vierten bis einschließlich achten Vorlesung widmet sich Foucault der deutschen Form des Neoliberalismus, dem so genannten Ordoliberalismus, der mit der Idee der sozialen Marktwirtschaft die Wirtschaftspolitik der Bundesrepublik Deutschland zur Zeit Konrad Adenauers und Ludwig Erhards entscheidend geprägt hat. In der zweiten Hälfte der achten Vorlesung befasst sich Foucault kurz mit der französischen Form des Neoliberalismus und der Sozialpolitik von Giscard d’Estaing, um sich ab der neunten Vorlesung dem US-amerikanischen Neoliberalismus der Chigagoer Schule zuzuwenden. Während die deutsche Form des Neoliberalismus die Logik des reinen Wettbewerbs auf den Markt beschränkt und diesen mit einem Bündel gesellschaftspolitischer Interventionen flankiert, versucht der US-amerikanische Neoliberalismus mittels der Theorie des Humankapitals die Rationalität des Marktes auch auf Bereiche auszudehnen, die bis dahin noch nicht nach dem Prinzip der Marktlogik organisiert waren, wie zum Beispiel das Bildungswesen.[12]&lt;br /&gt;In den beiden letzten Vorlesungen befasst sich Foucault schließlich mit dem Modell des Homo oeconomicus und der bürgerlichen Gesellschaft, die beide im 18. Jahrhundert als Elemente der Regierungstechnik des Liberalismus in Erscheinung treten.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;[zara pfeiffer]&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a title="Sicherheit, Territorium, Bevölkerung" href="http://foucaultundco.blogspot.com/2008/08/sicherheit-territorium-bevlkerung.html"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Sicherheit, Territorium, Bevölkerung&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;a title="Geschichte der Gouvernementalität" href="http://foucaultundco.blogspot.com/2008/08/geschichte-der-gouvernementalitt.html"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Die Geschichte der Gouvernementalität&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="http://foucaultundco.blogspot.com/2009/04/michel-foucault-vorlesung-vom-17-marz.html"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Michel Foucault über Biomacht und Rassismus: Vorlesung vom 17. März 1976&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt;[1]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt; Vgl. Foucualt: Die Geburt der Biopolitik, 2006, S. 13.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;[2]&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt; Vgl. Foucault: Die Geburt der Biopolitik, 2006, S. 14ff, S. 58ff, S. 114ff, S. 187, S. 261ff.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;[3]&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt; Vgl. Foucault: Die Geburt der Biopolitik, 2006, S. 40ff.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;[4]&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt; Foucault: Die Geburt der Biopolitik, 2006, S. 43.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;[5]&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt; Den Liberalismus des 19. Jahrhunderts klammert Foucault in den Vorlesungen von 1978 und 1979 weitgehend aus. Nach der Analyse des Frühliberalismus des 18. Jahrhunderts geht er direkt zur Analyse des Neoliberalismus des 20. Jahrhunderts über. „Ich werde also einen Sprung von zwei Jahrhunderten machen, denn ich maße mir natürlich nicht an, Ihnen eine umfassende, allgemeine und zusammenhängende Geschichte des Liberalismus vom 18. bis ins 20. Jahrhundert zu liefern.“ Foucault: Die Geburt der Biopolitik, 2006, S. 116; vgl. auch Lemke: Eine Kritik der politischen Vernunft, 1997, Fußnote 55, S. 195.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;[6]&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt; Foucault: Die Geburt der Biopolitik, Dits et Ecrits III, Nr. 274, S. 1020. Und zu Beginn der 8. Vorlesung von 1979 sagt er zu der ausführlichen Behandlung des Liberalismus folgendes: „Ich kann Ihnen trotz allem versichern, daß ich zu Beginn die Absicht hatte, über die Biopolitik zu sprechen, und dann geschah es, wie die Dinge eben liegen, daß ich lange und vielleicht zu lange über den Neoliberalismus [...] gesprochen habe.“ Foucault: Die Geburt der Biopolitik, 2006, S. 260.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;[7]&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt; Mit dem Begriff Veridiktion bezeichnet Foucault die Macht des Wahrsprechens innerhalb eines Denksystems. Vgl. Ruoff: Foucault-Lexikon, 2007, S. 233f. „Das System der Veridiktion ist allerdings nicht ein bestimmtes Gesetz der Wahrheit, sondern die Gesamtheit der Regeln, die in Bezug auf einen gegebenen Diskurs die Bestimmung dessen gestatten, welches die Aussagen sind, die darin als wahr oder falsch charakterisiert werden können.“ Foucault: Die Geburt der Biopolitik, 2006, S. 60.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;[8]&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt; Vgl. Foucault: Die Geburt der Biopolitik, 2006, S. 65ff.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;[9]&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt; Vgl. Foucault: Die Geburt der Biopolitik, 2006, S. 87.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;[10]&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt; Vgl. Foucault: Die Geburt der Biopolitik, 2006, S. 94.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;[11]&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt; Vgl. Foucault: Die Geburt der Biopolitik, 2006, S. 95ff.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;[12]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt; Vgl. Sennelart: Situierung der Vorlesungen, 2006, S. 478.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5479110003978144296-1721531136285171542?l=foucaultundco.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://foucaultundco.blogspot.com/feeds/1721531136285171542/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5479110003978144296&amp;postID=1721531136285171542' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/1721531136285171542'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/1721531136285171542'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://foucaultundco.blogspot.com/2008/08/die-geburt-der-biopolitik.html' title='Michel Foucault: Die Geburt der Biopolitik'/><author><name>zara</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_w4zSBn7hCsk/SKLQPrHn_cI/AAAAAAAAABc/nabAhc2YJjw/s72-c/biopolitik.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5479110003978144296.post-631752917634467073</id><published>2008-08-13T12:28:00.018+02:00</published><updated>2008-09-13T01:40:26.509+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Foucault: Geschichte der Gouvernementalität'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Zara kommentiert'/><title type='text'>michel foucault: sicherheit, territorium, bevölkerung</title><content type='html'>&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_w4zSBn7hCsk/SKLD9b35GSI/AAAAAAAAAAw/fe5qW6D9JTw/s1600-h/foucaultGesch-771094.jpg"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5233961177179560226" style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; CURSOR: hand" height="200" alt="Michel Foucault: Sicherheit, Territorium, Bevölkerung" src="http://3.bp.blogspot.com/_w4zSBn7hCsk/SKLD9b35GSI/AAAAAAAAAAw/fe5qW6D9JTw/s200/foucaultGesch-771094.jpg" width="121" border="0" /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Foucault beginnt die Vorlesungsreihe Sicherheit, Territorium, Bevölkerung von 1978 mit dem Plan, der Frage nachzugehen, inwiefern sich die Gesamtökonomie der Macht in Richtung einer Sicherheitsordnung entwickelt hat. Gleichzeitig möchte er die Mechanismen aufzeigen, durch die die Bevölkerung im 18. Jahrhundert in eine allgemeine Strategie der Macht eingetreten ist.&lt;span style="font-size:78%;"&gt;[1]&lt;/span&gt; Es geht ihm um „[...] die Korrelation zwischen der Sicherheitstechnik und der Bevölkerung, zugleich als Objekt und Subjekt dieser Sicherheitsmechanismen, das heißt, die Emergenz nicht nur dieses Begriffs, sondern dieser Realität der Bevölkerung.“ &lt;span style="font-size:78%;"&gt;[2]&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Die ersten drei Vorlesungen von 1978 widmet er der Untersuchung der Sicherheitsdispositive, die er als Machtform gegenüber den juridischen und den disziplinarischen Formen der Machtausübung abgrenzt, und deren Entstehung den Auftritt der Bevölkerung als Zielscheibe der Machtausübung markiert. An diese Analyse der Sicherheitsdispositive in ihrem Verhältnis zur Bevölkerung anschließend, wendet sich Foucault zu Beginn der vierten Vorlesung am 1. Februar 1978 dem Begriff der Regierung zu, um gegen Ende dieser Vorlesung seinen bisher eingeschlagenen Kurs zu korrigieren und eine Umbenennung der Vorlesung in Geschichte der Gouvernementalität vorzuschlagen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;„Wenn ich der Vorlesung, die ich dieses Jahr in Angriff genommen habe, einen genaueren Titel hätte geben wollen, so hätte ich im Grunde genommen bestimmt nicht ‚Sicherheit, Territorium, Bevölkerung’ gewählt. Was ich jetzt tun würde, wenn ich es wirklich tun wollte, das wäre etwas, das ich eine Geschichte der ‚Gouvernementalität’ nennen würde.“&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;[3]&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;An dieser Stelle führt Foucault erstmals den Begriff Gouvernementalität ein, mit dem er eine Machtform bezeichnet, die mit komplexen Regierungstaktiken operiert und die Bevölkerung mit Hilfe der Sicherheitsdispositive und der politischen Ökonomie regiert.&lt;span style="font-size:78%;"&gt;[4]&lt;/span&gt; Die folgenden Sitzungen der Vorlesungsreihe von 1978 verwendet Foucault darauf, die Gouvernementalisierung des Staates, d. h. die historische Entwicklung, welche die Gouvernementalität zur dominierenden Form der Machtausübung hat werden lassen, nachzuzeichnen. Die drei zentralen Stützpunkte, von denen diese Gouvernementalisierung des Staates ausgeht, sind das christliche Pastorat sowie die beiden großen Ensembles politischer Technologien der Staatsräson: die diplomatisch-militärische Technik und die Polizei.&lt;span style="font-size:78%;"&gt;[5]&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Der Analyse des christlichen Pastorats als Vorspiel der Gouvernementalität widmet Foucault in einem weiten historischen Bogen die Vorlesungen fünf bis acht. Die Pastoralmacht, die Foucault auch als „Kunst, die Menschen zu regieren“&lt;span style="font-size:78%;"&gt;[6]&lt;/span&gt; bezeichnet, sieht er als Vorspiel der Gouvernementalität, „[…] deren Eintritt in die Politik [...] die Schwelle des modernen Staates markiert.“&lt;span style="font-size:78%;"&gt;[7]&lt;/span&gt; In der neunten Vorlesung befasst sich Foucault mit dem Übergang von der „Pastoral der Seelen zur politischen Regierung der Menschen[...]“&lt;span style="font-size:78%;"&gt;[8]&lt;/span&gt;. Daran anschließend behandelt er vom Ende der neunten bis zur zwölften Vorlesung die Staatsräson, mit der sich der Staat nun auf sich selbst und nicht mehr auf religiöse oder natürliche Begründungen stützt. Die elfte Vorlesung widmet Foucault der diplomatisch-militärischen Technik, welche das Kräftegleichgewicht zwischen den Staaten sicherstellen soll, und die zwölfte Vorlesung der Polizei, welche sowohl für die Aufrechterhaltung der inneren Ordnung des Staates als auch für die Maximierung der Kräfte im Inneren des Staates zuständig ist. In der dreizehnten und damit letzten Vorlesung der Vorlesungsreihe von 1978 befasst sich Foucault schließlich mit der im 18. Jahrhundert aufkommenden Kritik der Physiokraten an der reglementierenden Regierungstechnik der Polizei, in deren Folge sich der Polizeistaat zu einem Regierungsstaat entwickelt, der die Bevölkerung mit Hilfe der Statistik und der Wahrscheinlichkeit regiert.&lt;br /&gt;Mit diesem Auftritt der Bevölkerung, die durch die Sicherheitsdispositive regiert wird, schließt Foucault den Kreis zum Beginn der Vorlesungsreihe und beendet diese mit der Bemerkung, dass der Staat keine Ontologie sei, sondern eine Handlungs- und Denkweise, deren Geschichte eine Genealogie des Staates in Form der Geschichte der Gouvernementalität ermöglicht.&lt;span style="font-size:78%;"&gt;[9]&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;[zara pfeiffer]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://foucaultundco.blogspot.com/2008/08/die-geburt-der-biopolitik.html" title="Geburt der Biopolitik" &gt;Die Geburt der Biopolitik&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;a href="http://foucaultundco.blogspot.com/2008/08/geschichte-der-gouvernementalitt.html" title="Geschichte der Gouvernementalität" &gt;Die Geschichte der Gouvernementalität&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:78%;"&gt;[1]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt; Vgl. Foucault: Sicherheit, Territorium, Bevölkerung, 2006, S. 26.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;[2]&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt; Foucault: Sicherheit, Territorium, Bevölkerung, 2006, S. 27.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;[3]&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt; Foucault: Sicherheit, Territorium, Bevölkerung, 2006, S. 162.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;[4]&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt; Vgl. Foucault: Sicherheit, Territorium, Bevölkerung, 2006, S. 162.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;[5]&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt; Foucault: Sicherheit, Territorium, Bevölkerung, 2006, S. 165f&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;[6]&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt; Foucault: Sicherheit, Territorium, Bevölkerung, 2006, S. 242.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;[7]&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt; Foucault: Sicherheit, Territorium, Bevölkerung, 2006, S. 242.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;[8]&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt; Foucault: Sicherheit, Territorium, Bevölkerung, 2006, S. 333.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;[9]&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt; Vgl. Foucault: Sicherheit, Territorium, Bevölkerung, 2006, S. 505 und S. 513.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5479110003978144296-631752917634467073?l=foucaultundco.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://foucaultundco.blogspot.com/feeds/631752917634467073/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5479110003978144296&amp;postID=631752917634467073' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/631752917634467073'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/631752917634467073'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://foucaultundco.blogspot.com/2008/08/sicherheit-territorium-bevlkerung.html' title='michel foucault: sicherheit, territorium, bevölkerung'/><author><name>zara</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_w4zSBn7hCsk/SKLD9b35GSI/AAAAAAAAAAw/fe5qW6D9JTw/s72-c/foucaultGesch-771094.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5479110003978144296.post-6016928213534004860</id><published>2008-08-13T11:35:00.004+02:00</published><updated>2008-09-13T01:42:03.395+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Foucault: Der utopische Körper'/><title type='text'>die gnadenlose topie des körpers</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:arial;"&gt;"Mein Körper ist eine gnadenlose Topie. Und wenn ich nun das Glück hätte, mit ihm wie mit einem Schatten zu leben? Wie mit alltäglichen Dingen, die ich gar nicht mehr wahrnehme, weil das Leben sie hat eintönig werden lassen? Wie mit den Schornsteinen und Dächern, die sich abends vor meinem Fenster aneinander reihen? Aber jeden Morgen dieselbe Erscheinung, dieselbe Verletzung. Vor meinen Augen zeichnet sich unausweichlich das Bild ab, das der Spiegel mir aufzwingt: mageres Gesicht, gebeugte Schultern, kurzsichtiger Blick, keine Haare mehr, wirklich nicht schon. Und in dieser hässlichen Schale meines Kopfes, in diesem Käfig, den ich nicht mag, muss ich mich nun zeigen. Durch dieses Gitter muss ich reden, blicken und mich ansehen lassen. In dieser Haut muss ich dahinvegetieren. Mein Körper ist der Ort, von dem es kein Entrinnen gibt, an den ich verdammt bin."&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;[Michel Foucault: Der utopische Körper]&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5479110003978144296-6016928213534004860?l=foucaultundco.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://foucaultundco.blogspot.com/feeds/6016928213534004860/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5479110003978144296&amp;postID=6016928213534004860' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/6016928213534004860'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/6016928213534004860'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://foucaultundco.blogspot.com/2008/08/die-gnadenlose-topie-des-krpers.html' title='die gnadenlose topie des körpers'/><author><name>zara</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5479110003978144296.post-3435469252635957221</id><published>2008-08-13T09:33:00.005+02:00</published><updated>2008-09-13T01:28:10.262+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Foucault: Der Gebrauch der Lüste'/><title type='text'>anders denken?</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:arial;"&gt;"Es gibt im Leben Augenblicke, da die Frage, ob man anders denken kann, als man denkt, und anders wahrnehmen kann, als man sieht, zum Weiterschauen oder Weiterdenken unentbehrlich ist. [...] es ging darum zu wissen, in welchem Maße die Arbeit, seine eigene Geschichte zu denken, das Denken von dem lösen kann, was es im Stillen denkt, und inwieweit sie es ihm ermöglichen kann, anders zu denken."&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;[Michel Foucault: Der Gebrauch der Lüste]&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5479110003978144296-3435469252635957221?l=foucaultundco.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://foucaultundco.blogspot.com/feeds/3435469252635957221/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5479110003978144296&amp;postID=3435469252635957221' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/3435469252635957221'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/3435469252635957221'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://foucaultundco.blogspot.com/2008/08/anders-denken.html' title='anders denken?'/><author><name>zara</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5479110003978144296.post-403458213401366949</id><published>2008-08-11T20:19:00.004+02:00</published><updated>2008-09-13T01:25:07.732+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Foucault: Dits et Ecrits'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Foucault: Überwachen und Strafen'/><title type='text'>der körper als gefangener der seele</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:arial;"&gt;"Der Mensch, von dem man uns spricht und zu dessen Befreiung man einlädt, ist bereits in sich das Resultat einer Unterwerfung, die viel tiefer ist als er. Eine 'Seele' wohnt in ihm und schafft ihm eine Existenz, die selber ein Stück der Herrschaft ist, welche die Macht über den Körper ausübt. Die Seele: Effekt und Instrument einer politischen Anatomie. Die Seele: Gefängnis des Körpers."&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;[Michel Foucault: Überwachen und Strafen]&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5479110003978144296-403458213401366949?l=foucaultundco.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://foucaultundco.blogspot.com/feeds/403458213401366949/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5479110003978144296&amp;postID=403458213401366949' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/403458213401366949'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/403458213401366949'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://foucaultundco.blogspot.com/2008/08/der-krper-als-gefangener-der-seele.html' title='der körper als gefangener der seele'/><author><name>zara</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5479110003978144296.post-2790587708813319806</id><published>2008-08-10T22:45:00.004+02:00</published><updated>2008-09-13T01:25:07.733+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Foucault: Dits et Ecrits'/><title type='text'>kritik als instrument des widerstands</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:arial;"&gt;"Die Kritik hat nicht die Prämisse eines Denkens zu sein, das abschließend erklärt: Und das gilt es jetzt zu tun. Sie muss ein Instrument sein für diejenigen, die kämpfen, Widerstand leisten und das, was ist, nicht mehr wollen. Sie muss in Prozessen des Konflikts, der Konfrontation, des Widerstandsversuchs gebraucht werden. Sie darf nicht das Gesetz für das Gesetz sein. Sie ist keine Etappe in einer Programmierung. sie ist eine Herausforderung für das, was ist."&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;[Michel Foucault, Dits et Ecrits IV]&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5479110003978144296-2790587708813319806?l=foucaultundco.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://foucaultundco.blogspot.com/feeds/2790587708813319806/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5479110003978144296&amp;postID=2790587708813319806' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/2790587708813319806'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/2790587708813319806'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://foucaultundco.blogspot.com/2008/08/zitiert_8627.html' title='kritik als instrument des widerstands'/><author><name>zara</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5479110003978144296.post-673336520148052162</id><published>2008-08-10T10:44:00.003+02:00</published><updated>2008-09-13T01:35:41.431+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Foucault: Archäologie des Wissens'/><title type='text'>das selbstbereitete labyrinth</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:arial;"&gt;"[...] nein nein, ich bin nicht da, wo Ihr mich vermutet, sondern ich stehe hier, von wo aus ich Euch lachend ansehe?&lt;br /&gt;Ja glauben Sie denn, daß ich mir soviel Mühe machen würde und es mir soviel Spaß machen würde zu schreiben, glauben Sie, daß ich mit solcher Hartnäckigkeit den Kopf gesenkt hätte, wenn ich nicht mit etwas fiebriger Hand das Labyrinth bereitete, wo ich umherirre [...]. Man frage mich nicht, wer ich bin, und man sage mir nicht, ich solle der gleiche bleiben: das ist eine Moral des Personenstandes; sie beherrscht unsere Papiere. Sie soll uns frei lassen, wenn es sich darum handelt zu schreiben."&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;[Michel Foucault: Archäologie des Wissens]&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5479110003978144296-673336520148052162?l=foucaultundco.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://foucaultundco.blogspot.com/feeds/673336520148052162/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5479110003978144296&amp;postID=673336520148052162' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/673336520148052162'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/673336520148052162'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://foucaultundco.blogspot.com/2008/08/zitiert_10.html' title='das selbstbereitete labyrinth'/><author><name>zara</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5479110003978144296.post-8895353152598454400</id><published>2008-08-09T00:33:00.005+02:00</published><updated>2008-09-13T01:41:30.616+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Foucault: Dits et Ecrits'/><title type='text'>open end</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:arial;"&gt;"Ich halte es nicht für erforderlich, genau zu wissen, was ich bin. Das Wichtigste im Leben und in der Arbeit ist, etwas zu werden, das man am Anfang nicht war. Wenn Sie ein Buch beginnen und wissen schon am Anfang, was Sie am Ende sagen werden, hätten Sie dann noch den Mut, es zu schreiben? Was für das Schreiben gilt und für eine Liebesbeziehung, das gilt für das Leben überhaupt. Das Spiel ist deshalb lohnend, weil wir nicht wissen, was am Ende dabei herauskommen wird." (Foucault, Dits et Ecrits IV)&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5479110003978144296-8895353152598454400?l=foucaultundco.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://foucaultundco.blogspot.com/feeds/8895353152598454400/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5479110003978144296&amp;postID=8895353152598454400' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/8895353152598454400'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5479110003978144296/posts/default/8895353152598454400'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://foucaultundco.blogspot.com/2008/08/zitiert.html' title='open end'/><author><name>zara</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry></feed>
